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JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
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21. September 2015

Auszeichnung für herausragende Veröffentlichungen zum hepatozellulären Karzinom: Nachwuchsforschungspreis Leberkrebs vergeben

Die Deutsche Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS) e.V. hat zum zweiten Mal den mit 10.000 Euro dotierten DGVS-Nachwuchsforschungspreis Leberkrebs vergeben. Die von Bayer HealthCare Deutschland gesponserte Auszeichnung wird für herausragende wissenschaftliche Leistungen auf dem Gebiet der klinischen oder experimentellen Forschung im Bereich des hepatozellulären Karzinoms (HCC) vergeben. In diesem Jahr erhielt Dr. Tobias Flecken aus der Abteilung Innere Medizin II des Universitätsklinikums Freiburg den Preis im Rahmen der 70. Jahrestagung der DGVS für seine Arbeit "Immunodominance and functional alterations of tumor-associated antigen-specific CD8+ T-cell responses in hepatocellular carcinoma". Über die Vergabe des Nachwuchsforschungspreises Leberkrebs hat eine Jury entschieden, der neben dem Vorsitzenden Prof. Joachim Labenz, Siegen, Prof. Markus M. Lerch, Greifswald, Prof. Peter R. Galle, Mainz, Prof. Guido Gerken, Essen und Dr. Sven Diederichs, Heidelberg angehören.

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Erforschung der Rolle des Immunsystems beim HCC

Tobias Flecken hat sich im Rahmen seiner Doktorarbeit im Labor von Prof. Dr. med. Robert Thimme mit der Rolle des Immunsystems bei der häufigsten Art von Leberkrebs, dem hepatozellulären Karzinom, beschäftigt. Ein Schlüsselelement sind die als Killerzellen bekannten CD8+ T-Zellen, die veränderte oder infizierte Körperzellen gezielt ausschalten können. Gemeinsam mit weiteren Mitgliedern der Arbeitsgruppe von Prof. Thimme konnte Dr. Flecken anhand zahlreicher Untersuchungen zeigen, dass HCC-Patienten, bei denen sich CD8+ T-Zellen gegen den Tumor nachweisen lassen, eine deutlich bessere Prognose haben als Patienten, bei denen diese Immunzellen nicht vorkommen. Auf dieser Beobachtung basiert das Ziel, Tumor-spezifische CD8+ T-Zellen bei allen Patienten zu aktivieren.

Unter anderem fand Dr. Flecken heraus, dass im Blut etwa der Hälfte aller HCC-Patienten CD8+ T-Zellen nachweisbar sind, die Eiweißfragmente (Epitope) aus dem Tumor erkennen können. Ein weiteres wichtiges Ergebnis ist, dass durch das HCC vermutlich verschiedene Faktoren abgegeben oder beeinflusst werden, die zu einem Funktionsverlust Tumor-spezifischer CD8+ T-Zellen beitragen. "Ich freue mich sehr über die Auszeichnung und hoffe, dass wir mit unseren Arbeiten einen Beitrag für die weitere Entwicklung von Immuntherapien für das HCC leisten können - sowohl für die gezielte, Tumor-spezifische Aktivierung von CD8+ T-Zellen als auch für die Aufhebung hemmender Mechanismen", sagt Dr. Flecken.

Blockade von hemmenden Mechanismen als künftiger Forschungsansatz

Eine Blockade von Mechanismen, die CD8+ T-Zellen bei Tumorpatienten hemmen, könnte eine wichtige Komponente für Immuntherapien des HCC darstellen. Es gibt jedoch viele mögliche Ziele für Immuntherapien, die auf diesem Ansatz beruhen, sogenannte Checkpoint-Inhibitoren. Aktuell ist unklar, welche davon für die Therapie von Patienten mit HCC am ehesten geeignet sind. "In unseren zukünftigen Forschungsarbeiten wollen wir daher untersuchen, welche der Zielstrukturen von Checkpoint-Inhibitoren bei Tumor-spezifischen CD8+ T-Zellen von HCC-Patienten vorkommen und ob der Einsatz dieser Medikamente in der Lage ist, die Funktion der Tumor-spezifischen CD8+ T-Zellen zu verbessern", sagt Dr. Flecken.

Innovative Arzneimittel und neuartige Therapieansätze

Mit der Unterstützung des Nachwuchsforschungspreises unterstreicht Bayer HealthCare Deutschland den hohen Stellenwert der Forschung im Bereich Leberzellkarzinom. Aufgrund der schlechten Prognose gehört Leberkrebs nach Angaben des Zentrums für Krebsregisterdaten des Robert-Koch-Instituts zu den zehn häufigsten Krebstodesursachen (1). Mit dem oralen Multi-Kinase-Inhibitor Sorafenib (Nexavar®), der u.a. zur Behandlung des HCC zugelassen ist, stellt Bayer bis heute die einzige systemische Therapieoption zur Verfügung. Das Medikament hemmt zielgerichtet verschiedene Kinasen, die an der Proliferation von Krebszellen und der Angiogenese von Tumoren beteiligt sind (2).

Die Onkologie ist einer von fünf Forschungsschwerpunkten von Bayer HealthCare. Das Ziel ist die Erforschung und Entwicklung innovativer Arzneimittel und neuartiger Therapieansätze, die eine bessere Versorgung von Krebspatienten ermöglichen sollen. Gleichzeitig werden bereits zugelassene Präparate in neuen onkologischen Indikationen entwickelt. Das Portfolio umfasst derzeit drei in Deutschland zugelassene Medikamente: Sorafenib (Nexavar®) , Regorafenib (Stivarga®) und Radium-223-dichlorid (Xofigo®). In der klinischen Entwicklung befinden sich darüber hinaus weitere innovative, zielgerichtete Wirkstoffe wie z.B. Antikörper-Wirkstoff-Konjugate und niedermolekulare Kinase-Inhibitoren.

Bayer HealthCare
Literatur:

(1) http://www.krebsdaten.de/Krebs/DE/Content/Krebsarten/Leberkrebs/leberkrebs_node.html (Stand: 30.07.2015)
(2) Fachinformation Nexavar®, Stand November 2014.reiben und an zukünftige Ereignisse oder Entwicklungen anzupassen.

 
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