Samstag, 19. August 2017
Benutzername
Passwort
Registrieren
Passwort vergessen?

Home
e-journal
Der Aktuelle Fall
CME online
News
Gesundheitspolitik
Fachgesellschaften
Therapiealgorithmen
Videos
Veranstaltungen
Broschüren


Suche
Archiv
Buchbestellung
Newsletter
Probe-Abo
Impressum


journalmed.de


Anzeige:
 
 
Anzeige:
Fachinformation
 

JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
Zurück
Zurück
E-Mail
Email
Drucken
Drucken
Zum Bewerten bitte anmelden!
15. Dezember 2014

ASH 2014: Phase III-Studie ASPIRE mit Carfilzomib bei rezidiviertem Multiplen Myelom

Amgen und sein Tochterunternehmen Onyx Pharmaceuticals gaben die Ergebnisse der Phase-III-Studie ASPIRE (CArfilzomib, Lenalidomide, and DexamethaSone versus Lenalidomide and Dexamethasone for the treatment of PatIents with Relapsed Multiple MyEloma) bekannt, in der eine Carfilzomib-Injektion (Kyprolis®) plus Lenalidomid (Revlimid®) und Dexamethason (KRd) mit Lenalidomid und Dexamethason (Rd) bei Patienten mit rezidiviertem Multiplem Myelom verglichen wurde. Wie kürzlich berichtet erreichte die ASPIRE-Studie den primären Studienendpunkt, indem gezeigt wurde, dass das KRd-Regime die Zeit bis zum Fortschreiten der Erkrankung sowie das progressionsfreie Überleben (PFS) signifikant verlängerte mit 26,3 Monaten im Vergleich zu 17,6 Monaten unter dem Rd-Regime (HR=0,69; 95% KI: 0,57-0,83; p<0.0001). Das progressionsfreie Überleben verbesserte sich somit um 8,7 Monate.

Die Ergebnisse der ASPIRE-Studie (Abstract 79) wurden während des 56. American Society of Hematology (ASH) Annual Meeting Presse Briefings am Samstag, 6. Dezember, präsentiert und im New England Journal of Medicine veröffentlicht. Keith Stewart, M.B., Ch.B., Dean of Research an der Mayo Klinik in Arizona und Grundlagenforscher präsentierte diese Ergebnisse in seinem Vortrag auf dem ASH am Sonntag, 7. Dezember.
 
Die erstmalig präsentierten sekundären Endpunkte schlossen das Gesamtüberleben (OS), die Gesamt-Ansprechrate (ORR), die Ansprechdauer (DOR), die gesundheitsbezogene Lebensqualität (HR-QoL) und die Sicherheit ein. Während die Daten für das mediane Gesamtüberleben auf Basis der vorab spezifizierten statistischen Grenze (p=0,005) noch nicht auswertbar sind, zeigte die Analyse einen Trend zu Gunsten von KRd im Vergleich zu Rd (HR=0,79; 95% KI: 0,63-0,99; einseitig p=0,018, zweiseitig p=0,04). Das Gesamtüberleben der Patienten wird weiterhin beobachtet. Die Gesamt-Ansprechrate lag mit KRd bei 87,1% und mit Rd bei 66,7% (einseitig p<0,0001, zweiseitig p<0,001). In den KRd- und Rd-Gruppen erreichten 14% versus 4,3% der Patienten ein stringentes komplettes Ansprechen, was als Maß für ein überlegenes umfassendes Ansprechen gilt. Die mediane Ansprechdauer lag bei 28,6 (KRd) und 21,2 Monaten (Rd). KRd verbesserte im Vergleich zu Rd konsistent die gesamte gesundheitsbezogene Lebensqualität während 18 Behandlungszyklen (einseitig p=0,0001, zweiseitig p<0,001).
 
"Fast alle Patienten mit Multiplem Myelom erleiden nach der Behandlung einen Rückfall. Das unterstreicht die Notwendigkeit für neue Behandlungsoptionen, die nicht nur die progressionsfreie Zeit der Patienten verlängern, sondern auch die Wirksamkeit und Dauer des Behandlungserfolgs verbessern", so Antonio Palumbo, M.D., Chief Myeloma Unit am Department of Oncology, Universität Turin, Italien, und Co-Principal Investigator. "Die Kombination aus Carfilzomib, Lenalidomid und niedrig dosiertem Dexamethason führt zu einem umfassenden und anhaltenden Ansprechen, ermöglicht eine klinisch bedeutsame Verbesserung des progressionsfreien Überlebens und verspricht, ein wichtiger Fortschritt für die Behandlung von Myelomen zu werden."
 
Ein Therapieabbruch aufgrund eines unerwünschten Ereignisses erfolgte bei 15,3% (KRd) gegenüber 17,7% (Rd) der Patienten. Während der Behandlung oder innerhalb von 30 Tagen nach Erhalt der letzten Dosis der Studienmedikation starben im KRd-Arm 7,7% der Patienten gegenüber 8,5% im Rd-Arm. Die häufigsten hämatologischen behandlungsbezogenen unerwünschten Ereignisse (≥ Grad 3) waren Neutropenie (29,6% [KRd] gegenüber 26,5% [Rd]), Anämie (17,9% [KRd] gegenüber 17,2% [Rd]) und Thrombozytopenie (16,6% [KRd] gegenüber 12,3% [Rd]). Die häufigsten nicht-hämatologischen behandlungsbezogenen unerwünschten Ereignisse (≥ Grad 3), waren Hypokaliämie (9,4% [KRd] gegenüber 4,9% [Rd]), Fatigue (7,7% [KRd] gegenüber 6,4% [Rd]) und Diarrhoe (3,8% [KRd] gegenüber 4,1% [Rd]). Andere auf die Behandlung zurückgehende, relevante unerwünschte Ereignisse (alle Grade) waren Dyspnoe (19,4% [KRd] gegenüber 14,9% [Rd]), Hypertonie (14,3% [KRd] gegenüber 6,9% [Rd]), akutes Nierenversagen (gruppierter Begriff: 8,4% [KRd] gegenüber 7,2% [Rd]), Herzinsuffizienz (gruppierter Begriff: 6,4% [KRd] gegenüber 4,1% [Rd]) und ischämische Herzerkrankung (5,9% [KRd] gegenüber 4,6% [Rd]). Die Raten für eine periphere Neuropathie (gruppierter Begriff) lagen jeweils bei 17,1% (KRd) bzw. 17,0% (Rd).
 
"Die Entwicklung neuer potentieller Behandlungsoptionen zeigt beispielhaft das Engagement von Onyx und Amgen bei der Verbesserung der Therapie von Patienten mit Multiplem Myelom", fasste Pablo J. Cagnoni, M.D., Präsident bei Onyx Pharmaceuticals, zusammen. "Die Ergebnisse der Phase-III-Studie ASPIRE bringen uns einen wichtigen Schritt weiter bei der Etablierung von Carfilzomib als wichtige Therapie bei der Behandlung des Multiplen Myeloms."
 
Über ASPIRE

In der internationalen, randomisierten Phase III-Studie ASPIRE (CArfilzomib, Lenalidomide, and DexamethaSone versus Lenalidomide and Dexamethasone for the treatment of PatIents with Relapsed Multiple MyEloma) wurde Carfilzomib in Kombination mit Lenalidomid und niedrig dosiertem Dexamethason versus Lenalidomid und niedrig dosiertem Dexamethason alleine bei Patienten untersucht, die nach ein bis drei vorhergehenden Vortherapien ein Rezidiv hatten. Der primäre Endpunkt der Studie war das progressionsfreie Überleben, definiert als der Zeitraum zwischen Behandlungsbeginn und Krankheitsprogression oder Tod. Zu den sekundären Endpunkten gehörten Gesamtüberleben, Gesamt-Ansprechrate, Ansprechdauer, Krankheitskontrollrate, gesundheitsbezogene Lebensqualität und Sicherheit. Die Patienten wurden randomisiert einer Behandlung mit Carfilzomib (20 mg/m² an Tag 1 und 2 im Zyklus 1, daran anschließend 27 mg/m²), zusätzlich zu einer Standarddosierung von Lenalidomid (25 mg pro Tag über 21 Tage, dann 7 Tage Pause) und niedrig dosiertem Dexamethason (40 mg pro Woche in 4-Wochen-Zyklen) versus Lenalidomid und niedrig dosiertem Dexamethason alleine zugeordnet. Patienten im Carfilzomib-Arm erhielten zehn-minütige Infusionen an den Tagen eins, zwei, acht, neun, 15 und 16. Die Carfilzomib-Behandlung wurde nicht länger als 18 Zyklen durchgeführt und an den Tagen acht und neun der Zyklen 13-18 ausgesetzt. In der Studie wurden 792 Patienten in Prüfzentren in Nordamerika, Europa und Israel randomisiert.
 
Onyx führte die Studie ASPIRE unter einer speziellen Protokollbewertung (Special Protocol Assessment, SPA) der US-amerikanischen Arzneimittelbehörde (Food and Drug Administration, FDA) durch und erhielt wissenschaftliche Unterstützung hinsichtlich des Studiendesigns und der Analysemethoden von der Europäischen Arzneimittelbehörde (European Medicines Agency, EMA).
 
Literaturhinweise:
(1) Nationales Krebsinstitut, SEER Statistische Datenblätter: Myelom. Verfügbar unter: http://seer.cancer.gov/statfacts/html/mulmy.html.
(2) Internationale Agentur für die Krebsforschung, GLOBOCAN 2012 Datenbank. Verfügbar unter: http://globocan.iarc.fr/.
(3) Krebsforschung in Großbritannien. „Statistik zur Inzidenz des Myeloms“. Verfügbar unter: http://www.cancerresearchuk.org/cancer-info/cancerstats/types/myeloma/incidence/uk-multiple-myeloma-incidence-statistics#europeandworldwide.

Quelle: Amgen
 
Zurück
Zurück
E-Mail
Email
Drucken
Drucken
Zum Bewerten bitte anmelden!



Anzeige:
 
 
Anzeige:
 
 
 
 
Themen
CML
CUP
NET
Nutzen Sie auch die Inhalte von journalmed.de, um sich zu Informieren.
Mediadaten
Hilfe
Copyright © 2014 rs media GmbH. All rights reserved.
Kontakt
Datenschutz
AGB
Fakten über Krebs
 
ASCO 2017