Sonntag, 9. Mai 2021
Navigation öffnen
Anzeige:
Darzalex
Darzalex
 
JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel
15. Februar 2010

ASH: Defibrotid verringert das Auftreten einer Lebervenenverschlusskrankheit bei Kindern nach Stammzelltransplantation

Eine begleitende Behandlung mit Defibrotid kann bei Kindern nach Stammzelltransplantation die Inzidenz einer Lebervenenverschlusskrankheit (veno-occlusive disease (VOD)) um 40% reduzieren, wie kürzlich eine prospektive Multicenter-Studie nachweisen konnte.
Anzeige:
Digital Gesamt 2021
Digital Gesamt 2021
 
In Verbindung mit einer Hochdosischemotherapie und einer allogenen bzw. autologen peripheren Stammzelltransplantation (PBSCT) ist insbesondere bei Kindern mit dem Auftreten einer Lebervenenverschlusskrankheit zu rechnen. In die auf dem ASH vorgestellte Phase-II/III-Studie waren 360 Hochrisiko-Patienten mit einem medianen Alter von 5 Jahren eingeschlossen. Sie erhielten randomisiert entweder Defibrotid in einer Dosierung von 25 mg/kg/Tag vor der Stammzelltransplantation und 30 Tage nach der Transplantation oder keine Präventivtherapie. Defibrotid ist eine einzelsträngige Polydesoxyribonukleinsäure, der antithrombotische, thrombolytische, antiischämische und antiinflammatorische Eigenschaften zugesprochen werden. Der primäre Endpunkt der Studie war das Auftreten einer VOD nach 30 Tagen, sekundäre Endpunkte waren die Erfassungen VOD-assoziierter Morbidität, Mortalität sowie Inzidenz und Schweregrad einer GvHD.

Im Defibrotid-Arm konnte die VOD um 40% gesenkt werden (von 20% auf 12%). Auch die GvHD trat in diesem Arm seltener auf (32% vs. 43%). Bei Patienten, die im Beobachtungszeitraum 100 Tage nach der Transplantation keine VOD entwickelten, war die Mortalität viermal geringer als bei den Patienten mit einer VOD. „Unsere Studie beweist, dass Defibrotid sicher und wirksam ist, um Lebervenenverschlusskrankheit in dieser Hochrisikogruppe zu verhindern“, so der Hauptautor der Studie, Selim Corbacioglu von der Universität Ulm.

Corbacioglu S, Cesaro S, Faraci M, Valteau-Couanet D, Gruhn B, Boelens JJ, Uderzo C, Hewitt N, Schrum J, Mueller I, Schulz AS, Stein J, Wynn R, Greil J, Matthes S, Karl-Walter S, Fuehrer M, O’Meare A, Debatin KM, Massaro J, D’Agostino R, Hoyle M, Iacobelli M, Peters C, Dini G: Defibrotide (DF) for the Prevention of Hepatic Veno-Occlusive Disease (VOD) in Pediatric Stem Cell Transplantion: Results of a Prospective Phase II/III Randomized, Multicenter Study. Blood (ASH Annual Meeting Abstracts), Nov 2009; 114: 653.
http://ash.confex.com/ash/2009/webprogram/Paper22303.html

Quelle:


Anzeige:
Venclyxto
Das könnte Sie auch interessieren
Weltkrebstag: Besonderer Kündigungsschutz bei Schwerbehinderung
Weltkrebstag%3A+Besonderer+K%C3%BCndigungsschutz+bei+Schwerbehinderung+
©DedMityay - stock.adobe.com

Beim Erstantrag auf Schwerbehinderung ist für Krebspatientinnen und -patienten meist allein die Diagnose Krebs ausreichend, um einen Grad der Behinderung (GdB) von 50 zu bekommen. Damit gilt für sie automatisch ein besonderer Kündigungsschutz, in der Regel für 5 Jahre. Und dann? Wie geht es weiter? Unter welchen Voraussetzungen der besondere Kündigungsschutz erhalten werden kann, erläutert der...

Brustkrebs: Forscher wollen krankheitsauslösende Gene identifizieren
Brustkrebs%3A+Forscher+wollen+krankheitsausl%C3%B6sende+Gene+identifizieren
© Photographee.eu / fotolia.com

Jede zehnte Frau in Deutschland, die an Brustkrebs erkrankt, ist noch keine 45 Jahre alt. Experten vermuten, dass viele der jungen Betroffenen erblich vorbelastet sind: Sie sind Trägerinnen eines oder mehrerer schädlich veränderter Gene, die den Tumor entstehen lassen. Die bereits bekannten Hochrisikogene wie etwa BRCA1 oder BRCA2 sind allerdings nur für höchstens ein Viertel der Fälle bei jungen Frauen...

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"ASH: Defibrotid verringert das Auftreten einer Lebervenenverschlusskrankheit bei Kindern nach Stammzelltransplantation"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der Medical Tribune Verlagsgesellschaft mbH - Geschäftsbereich rs media widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.