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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel

01. August 2013 Variante im HAS-Gen erhöht Risiko einer Anthrazyklin-induzierten Kardiomyopathie

49th ASCO Annual Meeting 2013 - Anthrazyklin-induzierte Kardiomyopathie

Eine Analyse von 10.000 Variationen in 2.100 Genen von Überlebenden, die in der Kindheit wegen einer Krebserkrankung mit Anthrazyklinen behandelt wurden, identifizierte eine bestimmte Variation im HAS3(Hyaluronsynthase-3)-Gen, die das Risiko einer Anthrazyklin-bedingten Kardiomyopathie um das 8,5-fache steigert.

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Untersucht wurden die 2.100 Gene, die als am meisten relevant gelten für eine de novo kardiovaskuläre Erkrankung. In dieser Fall-Kontroll-Studie, über die Smita Bhatia, City of Hope National Medical Center, Duarte/CA, berichtete, wurden die 93 Patienten (Fälle), die nach Therapie eines Primärtumors mit Anthrazyklinen eine Kardiomyopathie entwickelt hatten, mit 194 Patienten verglichen, die ebenfalls mit Anthrazyklinen behandelt worden waren, jedoch keine Kardiomyopathie entwickelt hatten (Kontrolle). Die Patienten aus beiden Gruppen waren zum Zeitpunkt der Diagnose des Primärtumors jünger als 21 Jahre. Die Patienten mit einer eingeschränkten Herzfunktion hatten eine mittlere kumulative Anthrazyklindosis von 300 mg/m2 erhalten.

Die Studie identifizierte SNP rs223228 im HAS3-Gen als einen wesentlichen Faktor, der das Anthrazyklindosis-abhängige Risiko einer Kardiomyopathie modifiziert. Patienten mit rs223228 AA-Genotyp hatten ab einer kumulatioven Dosis von > 250 mg/m2 Anthrazyklinen ein 8,5-faches Risiko für eine Kardiomyopathie im Vergleich zum GG-Genotyp. Die Abhängigkeit des Kardiomyopathierisikos von Genotyp und Anthrazyklindosis konnte in einer Gruppe von 76 Patienten vom City of Hope National Medical Center mit einer Anthrazyklin-abhängigen Kardiomyopathie bestätigt werden.

Falls sich diese Ergebnisse auch noch in einer größeren Kohorte bestätigen lassen, könnte die Bestimmung der HAS3-Genvariation ermöglichen, die Patienten mit einem erhöhten Anthrazyklin-abhängigen Kardiomyopathierisiko im Vorfeld zu ermitteln und die Therapie entsprechend anzupassen.

as

ASCO 2013, Abstr. #10004


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