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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel

15. Oktober 2010 Prostatakarzinom: Neue Marker für Diagnostik und Verlauf

DGU 2010

Auf dem diesjährigen DGU in Berlin stand vor allem die Notwendigkeit weiterer Marker für Diagnostik, Therapieverlauf und Nachsorge beim Prostatakarzinom im Fokus. Dazu hob PD Dr. Uwe Treiber, München, auf einem Satellitensymposium von Astellas hervor, dass künftig ein deutlicher Zugewinn an diagnostischer Treffsicherheit durch die Kombination des PSA-Wertes mit dem PCA3-Marker [1] sowie den Nachweis des Genfusionsproduktes TMPRSS2/ERG (gesprochen „Tempress Two/Erg“) zu erwarten sei.
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PCA3 ist mit 72-86% deutlich spezifischer als PSA mit nur 19%iger Spezifität und kommt besonders zum Tragen, wenn Patienten bereits mehrfach bei negativem Befund biopsiert worden sind. Für Genfusionsprotein TMPRSS2/ERG fand sich eine Sensitivität von 79%, allerdings ist die Messung nur im Rahmen von Forschungsprojekten möglich [2]. Barwick et al. entwickelten einen molekularen Prostatakarzinom-Rezidivscore, der das Auftreten eines Rezidivs signifikant prognostiziert (p=0,000167): Das Vorhandensein des Fusionsgens war assoziert mit einer höheren Gewebsinvasion und einer schlechteren Prognose [3]. Groskopf et al. konnten darüber hinaus zeigen, dass TMPRSS2/ERG sowohl mit dem Tumorvolumen als auch mit dem Gleason-Score korreliert [4].

Weitere potentiell nützliche Markersysteme, so Treiber, seien der Nachweis zellfreier DNA, die mit dem T-Stadium korreliert und somit einen wichtigen Verlaufsparameter für Metastasenentwicklung und Tumorprogression bei Prostatakrebspatienten darstellen könnte, sowie die potentiometrische Messung von Sialin-Säure. „Entzaubert“ sei hingegen das Sarkosin, für das in der Prostatakarzinomdiagnostik keine Bedeutung als Biomarker gefunden werden konnte [5].
ab

1. Salagierski M et al. Cancers 2010, 2, 1432-1440;
2. Silberstein J et al. J Urol. 2009;181:813. Abstract 2244.
3. Barwick BG et al. British Journal of Cancer 2010, 102, 570-576
4. Groskopf J et al. J Urol. 2009;181:814. Abstract 2248.
5. Jentzmik et al. Eur Urol Volume 58, issue 1, pages e1-e18, July 2010

Quelle:


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