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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel
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06. Juli 2015

mCRPC: Abirateron kann Lebensqualität verbessern

In der Krebstherapie tritt neben der Wirksamkeit des Präparats auch die Lebensqualität während der Behandlung zunehmend in den Mittelpunkt des Interesses. Beim fortgeschrittenen Prostatakarzinom stehen oft Metastasen-assoziierte Knochenschmerzen und Fatigue im Vordergrund. Für Abirateronacetat (Zytiga®) ließ sich beim metastasierten kastrationsresistenten Prostatakarzinom (mCRPC) nicht nur eine signifikante Verlängerung des Gesamtüberlebens, sondern auch eine signifikante Besserung von mehreren Lebensqualitätsparametern zeigen.

Abirateronacetat verbesserte in der Studie COU-AA-302 zur Erstlinientherapie bei nicht oder mild symptomatischen mCRPC-Patienten nach Versagen der Androgendeprivation, die noch keine Chemotherapie benötigten, gegenüber Placebo (je plus Prednison/Prednisolon) beide koprimären Endpunkte: Es verlängerte sowohl das Gesamtüberleben (Hazard Ratio (HR) 0,81, p=0,0033) als auch das radiologisch progressionsfreie Überleben signifikant (HR 0,52, p<0,0001) (1, 2).

 

Weniger Schmerzen und Funktionsverlust unter Abirateron

Durch die Behandlung ließ sich zudem der Beginn einer Opiattherapie signifikant um zehn Monate hinauszögern (HR 0,72, p<0,0001), da signifikant länger keine krebsbedingten Schmerzen auftraten, die so stark waren, dass sie eine Opiattherapie erforderten (1). Beim mCRPC handelt es sich hierbei meist um Knochenschmerzen durch Metastasen, die das tägliche Leben stark einschränken können. Auch das Fortschreiten der Beeinträchtigung von Alltagsaktivitäten durch Schmerz ließ sich unter Abirateronacetat signifikant hinauszögern (HR 0,8, p=0,005) (2). Für diese Auswertung gaben die Patienten anhand des Brief Pain Inventory Short Form (BPI-SF) an, wie sehr bei ihnen sieben Alltagsaktivitäten - von Schlaf über Arbeitsfähigkeit bis hin zu Lebensfreude - in der letzten Woche durch den Schmerz beeinflusst worden waren. Darüber hinaus konnte Abirateronacetat die Verschlechterung des funktionellen Status hinauszögern. Dieser wurde anhand verschiedener Instrumente erfasst. Hierzu gehört die FACT-G-Skala (Functional Assessment of Cancer Therapy - General), die anhand von 27 Fragen allgemein die Lebensbereiche körperliches Wohlbefinden (z.B. Ich bin energielos), soziales/familiäres Wohlbefinden (z.B. Ich erhalte emotionale Unterstützung von meiner Familie), seelisches Wohlbefinden (z.B. Ich fühle mich traurig) und Funktionsfähigkeit (z.B. Ich kann arbeiten) untersucht. Ergänzend dokumentiert die Prostate Cancer Subscale (PCS), die gemeinsam mit der FACT-G-Skala die FACT-P-Gesamtskala bildet, in zwölf Fragen tumorspezifische Aspekte, etwa Schmerz oder Probleme mit dem Wasserlassen bzw. der Sexualität.

Durch Behandlung mit Abirateron wurde die Verschlechterung in der FACT-G-Skala (p=0,002), in der PCS (p<0,0001) und in der FACT-P-Gesamtskala (p=0,005) jeweils signifikant hinausgezögert. Die signifikante Überlegenheit zeigte sich - mit Ausnahme des familiären/sozialen Wohlbefindens - in allen Subskalen der FACT-G-Skala (je p=0,002), also in nahezu allen relevanten Lebensbereichen (2).

 

Weniger Fatigue und skelettale Ereignisse

Weitere Patienten-relevante Endpunkte wurden für Abirateronacetat in der Studie COU-AA-301 zur Zweitlinientherapie des mCRPC nach Versagen einer Docetaxel-haltigen Chemotherapie untersucht. Hier konnte der Androgenbio-synthese-Hemmer im Vergleich zu Placebo (je plus Prednison/Prednisolon) bei Patienten mit klinisch signifikanter Fatigue zu Studienbeginn den Anteil mit einer Beeinträchtigung des Alltags durch die Fatigue signifikant reduzieren (55% vs. 38%, p=0,0075), den Anteil mit einer Verbesserung der Fatigue-Intensität signifikant erhöhen (58,1% vs. 40,3%, p= 0,0001) und diese Verbesserung signifikant beschleunigen (median 59 vs. 194 Tage, p=0,0155) (3). Bei der Fatigue, die mit Hilfe des Brief Fatigue Inventory (BFI) ermittelt wurde, handelt es sich um einen ausgeprägten, bei Krebs häufigen und für die Betroffenen oft sehr belastenden Erschöpfungszustand, der den Alltag stark beeinträchtigt.

Zugleich ließ sich in der Gesamtpopulation der Studie COU-AA-301 unter Abirateronacetat im Vergleich zu Placebo das Auftreten eines ersten skelettalen Ereignisses signifikant hin-auszögern (p=0,0001) (4). Sowohl die Knochenschmerzen als auch die skelettalen Ereignisse sind beim mCRPC von großer Bedeutung, weil sich die Metastasen überwiegend in den Knochen absiedeln. Die ausgewerteten skelettalen Ereignisse umfassten pathologische Frakturen, die Notwendigkeit einer Bestrahlung oder Operation am Knochen und Rückenmarkkompression, also ausnahmslos Vorfälle, die die Lebensqualität des Betroffenen massiv einschränken können.

Mit freundlicher Unterstützung der Janssen-Cilag GmbH

Petra Eiden, Berlin
Literatur:

(1) Ryan CJ et al. Lancet Oncol 2015;16:152-60.
(2) Rathkopf DE et al. Eur Urol 2014;66(5):815-25.
(3) Sternberg CN et al. Ann Oncol 2013;24: 1017-25.
(4) Logothetis CJ et al. Lancet Oncol 2012;13: 1210-17.

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