Donnerstag, 17. August 2017
Benutzername
Passwort
Registrieren
Passwort vergessen?

Home
e-journal
Der Aktuelle Fall
CME online
News
Gesundheitspolitik
Fachgesellschaften
Therapiealgorithmen
Videos
Veranstaltungen
Broschüren


Suche
Archiv
Buchbestellung
Newsletter
Probe-Abo
Impressum


journalmed.de


Anzeige:
Fachinformation
 
Anzeige:
 
 

JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel
Zurück
Zurück
E-Mail
Email
Drucken
Drucken
Zum Bewerten bitte anmelden!
27. Oktober 2015

Strahlentherapie von Hirntumoren: Technische Möglichkeiten, Indikationen, prognostische Faktoren und Konzepte

Moderne Radioonkologie setzt heute nicht nur differenzierte Dosierungskonzepte für die Strahlentherapie, sondern auch tumorspezifische Kombinationen mit Chemo- bzw. Systemtherapie ein. Hierzu stehen verschiedene technische Optionen zur Bestrahlungsapplikation zur Verfügung. Die Integration von moderner Bildgebung, wie z.B. Positronenemissionstomographie (PET), führt zu personalisierten Zielvolumenkonzepten. Molekularpathologische Untersuchungen helfen heute, Subklassifikationen von Tumoren zu diagnostizieren; prospektive Studien haben hierfür spezifische Behandlungen je nach Tumorart etabliert. Abhängig von Tumorart, Lokalisation, Muster in der Bildgebung sowie von anderen patientenspezifischen Faktoren wird daher heute die Strahlentherapie von Hirntumoren als individualisierte Radiotherapie (iRT) angewendet.

Anzeige:
 
 

Techniken in der modernen Radioonkologie

Die moderne Radioonkologie verfügt über eine Reihe von Techniken, die eine effektive und nebenwirkungsarme Therapie von Hirntumoren ermöglichen. Die Wahl der Technik hängt u.a. auch entscheidend von der Histologie des Tumors, vom Patientenalter sowie von der Lokalisation ab. Prinzipiell müssen bei hirneigenen Tumoren gutartige, langsam wachsende Tumoren von aggressiven, rapide wachsenden Histologien unterschieden werden. Im ersten Fall ist die lokale Kontrolle relativ hoch, sie sind mit einer relativ guten Prognose assoziiert. Daher stehen hier neben Tumorkontrolle v.a. Vermeidung von – insbesondere langfristigen – Nebenwirkungen im Vordergrund. Bei höhergradigen Tumoren, die mit einem schnellen Tumorwachstum und einer schlechten Prognose einhergehen, stehen Konzepte und Techniken zur Verbesserung der Lokalkontrolle, z.B. Dosiseskalation, im Vordergrund, wobei selbstverständlich ebenfalls nebenwirkungsarme Therapieprotokolle herangezogen werden sollten (Abb. 1). 

Abb. 1: Die histologische und molekularpathologische Klassifikation eines Tumors korreliert eng mit der Prognose; hier stehen v.a. Reduktion von langfristigen Nebenwirkungen oder Therapiestrategien zur Therapieintensivierung im Vordergrund.
Abb. 1: Die histologische und molekularpathologische Klassifikation eines Tumors korreliert eng mit der Prognose; hier stehen v.a. Reduktion von langfristigen Nebenwirkungen oder Therapiestrategien zur Therapieintensivierung im Vordergrund.

 

Mit den modernen Methoden der Hochpräzisionsstrahlentherapie ist es heute möglich, Strahlendosen präzise an ein definiertes Behandlungsgebiet zu bringen. Durch die Entwicklung der stereotaktischen Strahlentherapie konnte höchste Präzision etabliert werden. Für diese Technik stehen spezielle Linearbeschleuniger zur Verfügung, die auch eine ausgewiesene medizinische Expertise erfordern. Grundlage dieser Technik ist die dreidimensional (3D) geplante Strahlentherapie. Der Patient wird hierbei in ein virtuelles stereotaktisches 3D-Koordinatensystem gebracht, so dass jedem Punkt im Körper des Patienten eine (x,y,z)-Koordinate zugeordnet werden kann. Grundlage der Bestrahlungsplanung ist ein Computertomogramm (CT), für die individuelle Definition des Bestrahlungsbereiches werden jedoch zusätzliche Untersuchungen wie ein Magnetresonanztomogramm (MRT) sowie ggf. nuklearmedizinische Untersuchungen herangezogen. Diese können dann im Bestrahlungsplanungssystem miteinander fusioniert werden.

Die Zielvolumendefinition erfolgt auf Basis der vorhandenen Bildgebungen sowie unter Zuhilfenahme von Informationen aus der Histologie und dem Operationsbericht. Das Gross Tumor Volume (GTV) umfasst den makroskopischen Tumor, in der Regel definiert durch kontrastmittelaufnehmende Areale. Das größere Clinical Target Volume (CTV) schließt das GTV ein sowie alle Areale mit (potenziell) mikroskopischer Infiltration. Bei niedriggradigen Gliomen beispielsweise umfasst das CTV die T2-hyperintensen Areale im MRT einschließlich 0,5-1 cm Sicherheitssaum. Bei höhergradigen Gliomen umfasst das CTV das GTV, die T2-hyperintensen Areale sowie 2-3 cm Sicherheitssaum. Zusätzlich wird ein Planning Target Volume (PTV) definiert, das patienten- und gerätespezifische Ungenauigkeiten berücksichtigt.

Bestrahlt wird in der Regel aus mehreren Raumrichtungen. Die Strahlen treffen sich im Isozentrum, es wird ein steiler Dosisgradient zum Normalgewebe erreicht.

Die stereotaktische Strahlentherapie kann entweder als Einzeitbestrahlung (Radiochirurgie) oder als fraktionierte Strahlentherapie (FSRT) eingesetzt werden. Die Radiochirurgie kann bei kleineren Volumina in Betracht gezogen werden, beispielsweise bei Hirnmetastasen, bei hirneigenen Tumoren wird dagegen regelhaft eine fraktionierte Behandlung eingesetzt (1-4).

Für komplexe Volumina bietet die intensitätsmodulierte Radiotherapie (IMRT) entscheidende Vorteile. Hierbei sind die einzelnen Bestrahlungsfelder nicht nur individuell an die Anatomie des Tumorvolumens angepasst, sondern auch in sich „intensitätsmoduliert”, d.h. es gibt Areale innerhalb des Feldes mit hoher sowie niedriger Intensität. IMRT-Techniken werden auch als sog. Arc-Techniken durchgeführt (1, 5). Hierbei werden „Bestrahlungsbögen” abgestrahlt, während derer sich das Bestrahlungsgerät über eine besondere Winkelstrecke um den Patienten bewegt und die Bestrahlungsfelder kontinuierlich über die Strecke angepasst werden. Durch diese Techniken kann die Bestrahlungsdosis beispielsweise verbessert an komplexe Behandlungsvolumina angepasst werden. Darüber hinaus können gezielt spezielle Areale mit höherer Dosis behandelt werden, z.B. makroskopische Tumorreste oder Bereiche mit gesteigerter Stoffwechselaktivität (dose painting (6, 7)). Solche Konzepte werden derzeit im Rahmen prospektiver Studien evaluiert.

In jüngster Zeit steht an wenigen Zentren die Partikeltherapie zur Verfügung. Protonen zeichnen sich durch eine vergleichbare Wirksamkeit gegenüber Photonen aus, durch ihre physikalischen Eigenschaften sind sie jedoch mit einer reduzierten integralen Dosis assoziiert. Dies hat potenzielle Vorteile für langfristige Nebenwirkungen, beispielsweise die Entwicklung von neurokognitiven Defiziten oder Zweitmalignomen nach der Strahlentherapie. Prospektive klinische Studien, die eine Überlegenheit zeigen, sind jedoch bisher nicht verfügbar. Schwerere Teilchen, wie z.B. Kohlenstoffionen (Schwerionen), sind durch eine höhere, relative biologische Wirksamkeit charakterisiert, die für radioresistente Tumoren wie z.B. Chordome und Chondrosarkome als vorteilhaft nachgewiesen worden sind. Ein Vorteil für hirneigene Tumoren konnte bisher jedoch nicht gezeigt werden, daher sollte die Schwerionentherapie nur im Rahmen von Studien angewandt werden (8-10).

Für die Bestrahlungsplanung bei Hirntumoren werden heute neben kontrastmittelverstärkten MRT-Aufnahmen nuklearmedizinische Untersuchungen herangezogen. Hierzu gehört v.a. das 18FET-PET, ein Aminosäuretracer, der stoffwechselaktive Bereiche aufzeigen kann. Einige Arbeiten weisen darauf hin, dass die Hinzunahme von PET für die Bestrahlungsplanung von hirneigenen Tumoren einen Vorteil in Hinblick auf das progressionsfreie Überleben (PFS) sowie das Gesamtüberleben (OS) hat (11, 12).

 

Niedriggradige Hirntumore

Wichtiger Diskussionspunkt bei der Strahlentherapie von niedriggradigen hirneigenen Tumoren war in der Vergangenheit die Bestrahlungsdosis sowie auch der Zeitpunkt der Strahlentherapie. Neuere Fragestellungen untersuchen, ob eine Chemotherapie als Alternative zur Strahlentherapie mit gleicher Effektivität eingesetzt werden sollte.

Vergleichende Studien haben gezeigt, dass eine Gesamtdosis von 50,4-54 Gy in niedrigen Einzeldosen von 1,8 Gy einer höheren Dosis äquivalent ist, daher gehört dieser Dosierungsbereich heute zur Standardtherapie (13, 14). V.a. die „believer“-Studie der EORTC (EORTC 22844) hat sich dieser Thematik gewidmet (13).

Kontrovers war lange, ob direkt nach der Diagnose und/oder Operation eine Strahlentherapie bei WHO Grad-II-Gliomen appliziert werden sollte. Im Rahmen der EORTC „non-believer”-Studie (EORTC 22845) wurde daher zwischen einer frühen postoperativen Radiotherapie und einem „wait-and-see“-Programm randomisiert (15, 16). Die Analyse der Studiendaten zeigte auch im Langzeitverlauf, dass zwar das PFS durch die frühe Strahlentherapie verlängert ist, aber das OS vergleichbar ist. Daher wird heute in der Regel, wenn keine Risikofaktoren wie höheres Alter oder spezielle histologische Eigenschaften bestehen, bei kompletter Resektion bzw. extensiver Teilresektion keine frühe Strahlentherapie empfohlen.

Im Rahmen der EORTC-22033-26033-Studie wurde bei niedriggradigen Gliomen die Standardtherapie, d.h. die Strahlentherapie, mit einer Chemotherapie mit Temozolomid (TMZ) verglichen (17). Das Studiendesign basierte auf Therapieverbesserungen durch TMZ, die von Glioblastomen bekannt sind, sowie auf kleineren Analysen, die auch bei niedriggradigen Gliomen eine gute Wirksamkeit des Medikaments gezeigt hatten. In die Studie wurden histologisch gesicherte WHO-Grad-II-Gliome (Astrozytome, Oligodendrogliome sowie gemischte Histologien) eingeschlossen. Der primäre Endpunkt, nämlich eine Verbesserung des PFS, konnte nicht erreicht werden; es sollte nach 5 Jahren eine Verbesserung von 13% auf 58% erzielt werden. Die Daten zeigen eine in etwa gleich gute Wirksamkeit beider Therapiealternativen. Hierbei muss jedoch im Hinterkopf behalten werden, dass das Studiendesign für diese Fragestellung nicht ausgelegt war. Es kann also nach individueller Beratung über die Therapiealternativen eine Chemotherapie mit TMZ angeboten werden, wobei die Strahlentherapie weiterhin als Standardtherapie angesehen werden sollte; darüber hinaus stehen die finalen Ergebnisse dieser Studie noch aus.

 

Höhergradige Hirntumore

Für höhergradige Gliome galt viele Jahrzehnte die alleinige Strahlentherapie mit einer Gesamtdosis von 60 Gy als Therapiestandard (18). Nach vielen weniger erfolgreichen Studien und Forschungsansätzen konnte durch die Implementierung der Radiochemotherapie mit TMZ das PFS sowie das OS von Patienten mit Glioblastomen (GBM) signifikant verbessert werden (19, 20). Darauf basierend wurde nachfolgend ebenfalls untersucht, ob TMZ oder sogar die Radiochemotherapie (RCHT) mit TMZ auch bei WHO-Grad-III-Gliomen einen Vorteil gegenüber einer Monotherapie hat. Heute wird bei der Therapieentscheidung nicht nur zwischen WHO-Grad-III und -IV unterschieden, sondern es fließen eine Reihe verschiedener molekularpathologischer Faktoren in die Therapieentscheidung ein, die sich als prognoserelevante Marker herausgestellt haben.

Bei Grad-III-Tumoren wird insbesondere zwischen reinen Astrozytomen sowie Oligodendrogliomen unterschieden, darüber hinaus spielen 1p/19q-Deletionen eine wichtige Rolle. Es konnte beispielsweise aus Langzeitdaten zweier prospektiver Studien gezeigt werden, dass bei oligodendroglialen Tumoren mit 1p/19q-Deletionen eine sequentielle RCHT mit PCV (Procarbazin, CCNU, Vincristin) einer alleinigen Strahlentherapie überlegen ist (21, 22). Alternativ zum PCV wird an vielen Zentren heute TMZ eingesetzt, wobei dies nicht durch Studiendaten belegt ist. 

Basierend auf den Daten der NOA4-Studie, in der eine alleinige RT mit einer Chemotherapie als Primärtherapie verglichen wurde, kann bei WHO-Grad-III-Gliomen auch eine Systemtherapie mit TMZ als Alternative angeboten werden (23).

Für Glioblastome gilt unabhängig vom Methylierungsstatus des O6-Methylguanine-Methyltransferase Promotors (MGMT) die kombinierte RCHT mit TMZ gefolgt von 6 adjuvanten Zyklen TMZ als Therapiestandard. Innerhalb von Studienkonzepten können, basierend auf der Kenntnis, dass ein nicht-methylierter MGMT mit einer reduzierten Wirksamkeit der TMZ einhergeht, auch auf die alkylierende Chemotherapie verzichtet und neue Substanzen eingesetzt werden (24, 25). Neben solchen Therapiestrategien wurden auch Konzepte verfolgt, die sowohl bei MGMT-methylierten Patienten als auch innerhalb von Studien, die unabhängig vom MGMT-Methylierungsstatus behandeln, eine Behandlungsintensivierung durch RCHT mit TMZ sowie neue molekulare Substanzen untersucht haben. Alle Konzepte haben jedoch bisher keine signifikante Steigerung des Outcomes gezeigt, und somit ist die RCHT mit TMZ weiterhin der Therapiestandard (26, 27). 

Bei älteren Patienten kann abhängig vom MGMT-Methylierungsstatus eine individualisierte Therapie erfolgen, wobei Patienten mit einem nicht-methylierten MGMT-Promotor mit einer Strahlentherapie, die methylierten Patienten mit einer alleinigen TMZ-Therapie behandelt werden können (28).

 

Prognostische Faktoren und Konzepte für die iRT

Zu den klinisch bestens etablierten prognostischen Faktoren gehören bei allen hirneigenen Tumoren das Ausmaß der Resektion, das Patientenalter, sowie der Allgemeinzustand der Patienten. Heute zählen zudem eine Reihe pathologischer sowie molekulargenetischer Faktoren zu wichtigen Parametern, die eine Auswirkung auf die Prognose der Patienten haben, und gleichzeitig auch für eine personalisierte Therapie herangezogen werden können. Dies spiegelt sich auch in Konzepten zur iRT wider.

Der MGMT ist beispielsweise ein Reparaturenzym, das in aktivem und inaktivem Zustand in der Tumorzelle vorliegen kann; die Aktitvität wird durch den Methylierungsstatus des Promotors bestimmt. Es konnte gezeigt werden, dass die MGMT-Promotormethylierung ein wichtiger prognostischer Faktor, insbesondere bei GBM ist, wobei dies nicht nur für die Effektivität der Chemotherapie, sondern auch für die Radiotherapie gezeigt wurde, letzteres aber nur schwer über die Wirk- und Reparaturvorgänge erklärt werden kann (29, 30). Darüber hinaus konnte IDH-1 als prognoserelevanter Marker identifiziert werden, wobei IDH-1-mutierte Patienten in der Regel ein verbessertes Überleben haben als Patienten mit einem IDH-1-Wildtyp (30, 31). 

Eine Reihe von Untersuchungen haben den Epidermal Growth Factor Receptor (EGFR), protein Kinase B (pkB) sowie mammalian target of rapamycin (mTOR) als wichtige Faktoren herausgearbeitet. Neuere Arbeiten konnten zeigen, dass der downstream-Komplex N-myc downstream regulated gene (NDRG) prognoserelevant sein kann (32). Darüber hinaus kann auch ALDH-1 (Aldehyde Dehydrogenase 1) einen Einfluss auf das Therapieergebnis haben (33); ALDH charakterisiert hierbei Gliomzellen, die auch Stammzelleigenschaften aufweisen. Sehr häufig ist ALDH-1 mit HSP-90 (Heat Shock Protein 90) kolokalisiert (34). Derzeit laufen eine Reihe von Untersuchungen, ob und wie HSPs relevante Marker für Glioblastome sein können, und ob Chaperone als prognoserelevante Marker oder als Target für innovative Therapien herangezogen werden können.

 

Schlussfolgerung

Die Strahlentherapie von hirneigenen Tumoren ist heute nicht mehr eine “one-fits-all” Strategie, sondern setzt iRT-Konzepte basierend auf patienten- und tumorspezifischen Charakteristika ein. Moderne Techniken der Radioonkologie ermöglichen heute maßgeschneiderte Konzepte und bieten hocheffektive sowie nebenwirkungsarme Behandlungsmöglichkeiten an. Weiterführende Untersuchungen werden in der Zukunft noch vermehrt personalisierte Behandlungsstrategien entwickeln.

 
 

Stephanie Combs

Prof. Dr. med. Stephanie E. Combs

Klinik für RadioOnkologie und Strahlentherapie
Klinikum rechts der Isar
Technische Universität München (TUM)
Ismaninger Straße 22
81675 München

Tel.: 089/4140-4501
Fax: 089/4140-4477
E-Mail: Stephanie.Combs@tum.de
 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

ABSTRACT
 



S. E. Combs, Klinik für RadioOnkologie und Strahlentherapie, Klinikum rechts der Isar, Technische Universität München (TUM), Institut für Innovative Radiotherapie (iRT), Helmholtz Zentrum München

Modern radiation oncology applies specialized techniques and methods of radiation. Additionally, tumor-specific combinations with chemotherapy or systemic treatments are indicated. The integration of modern imaging, e.g. PET, leads to personalized target volume concepts. Molecular pathology leads to subclassification of tumors; prospective trials have optimized treatment for these subgroups. Depending on the tumor type, the location, the imaging pattern as well as other patient-individual factors, radiation therapy is today applied as individualized Radiotherapy (iRT).



Keywords: individualized radiotherapy, iRT

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Literatur:

(1) Combs SE, et al. Skull base meningiomas: Long-term results and patient self-reported outcome in 507 patients treated with fractionated stereotactic radiotherapy (FSRT) or intensity modulated radiotherapy (IMRT). Radiother Oncol 2013; 106:186-91.

(2) Combs SE, et al. Differences in clinical results after LINAC-based single-dose radiosurgery versus fractionated stereotactic radiotherapy for patients with vestibular schwannomas. Int.J Radiat Oncol Biol Phys 2010; 76:193-200.

(3) Combs SE, et al. Radiotherapeutic alternatives for previously irradiated recurrent gliomas. BMC. Cancer 2007; 7:167.

(4) Combs SE, et al. Stereotactic radiosurgery (SRS): treatment option for recurrent glioblastoma multiforme (GBM). Cancer 2005; 104:2168-73.

(5) Combs SE, et al. Intensity modulated radiotherapy (IMRT) in patients with carcinomas of the paranasal sinuses: clinical benefit for complex shaped target volumes. Radiat Oncol 2006; 1:23.

(6) Kratochwil C, et al. Intra-individual comparison of (1)(8)F-FET and (1)(8)F-DOPA in PET imaging of recurrent brain tumors. Neuro Oncol 2014; 16:434-40.

(7) Rieken S, et al. Analysis of FET-PET imaging for target volume definition in patients with gliomas treated with conformal radiotherapy. Radiother Oncol 2013; 109:487-92.

(8) Combs SE, et al. Randomised phase I/II study to evaluate carbon ion radiotherapy versus fractionated stereotactic radiotherapy in patients with recurrent or progressive gliomas: the CINDERELLA trial. BMC Cancer 2010; 10:533.

(9) Combs SE, et al. Randomized phase II study evaluating a carbon ion boost applied after combined radiochemotherapy with temozolomide versus a proton boost after radiochemotherapy with temozolomide in patients with primary glioblastoma: the CLEOPATRA trial. BMC Cancer 2010; 10:478.

(10) Combs SE, et al. Radiobiological evaluation and correlation with the local effect model (LEM) of carbon ion radiation therapy and temozolomide in glioblastoma cell lines. Int J Radiat Biol 2009; 85:126-37.

(11) Grosu AL, et al. Reirradiation of recurrent high-grade gliomas using amino acid PET (SPECT)/CT/MRI image fusion to determine gross tumor volume for stereotactic fractionated radiotherapy. Int J Radiat Oncol Biol Phys 2005; 63:511-9.

(12) Grosu AL, et al. L-(methyl-11C) methionine positron emission tomography for target delineation in resected high-grade gliomas before radiotherapy. Int J Radiat Oncol Biol Phys 2005; 63:64-74.

(13) Karim AB, et al. A randomized trial on dose-response in radiation therapy of low-grade cerebral glioma: European Organization for Research and Treatment of Cancer (EORTC) Study 22844. Int J Radiat Oncol Biol Phys 1996; 36:549-56.

(14) Shaw EG, et al. Radiation therapy in the management of low-grade supratentorial astrocytomas. J Neurosurg 1989; 70:853-61.

(15) Karim AB, et al. Randomized trial on the efficacy of radiotherapy for cerebral low-grade glioma in the adult: European Organization for Research and Treatment of Cancer Study 22845 with the Medical Research Council study BRO4: an interim analysis. Int J Radiat Oncol Biol Phys 2002; 52:316-24.

(16) van den Bent MJ, et al. Long-term efficacy of early versus delayed radiotherapy for low-grade astrocytoma and oligodendroglioma in adults: the EORTC 22845 randomised trial. Lancet 2005; 366:985-90.

(17) Fairchild A, et al. Quality assurance in the EORTC 22033-26033/CE5 phase III randomized trial for low grade glioma: the digital individual case review. Radiother Oncol 2012; 103:287-92.

(18) Walker MD, et al. An analysis of dose-effect relationship in the radiotherapy of malignant gliomas. Int J Radiat Oncol Biol Phys 1979; 5:1725-31.

(19) Mirimanoff RO, et al. Radiotherapy and temozolomide for newly diagnosed glioblastoma: recursive partitioning analysis of the EORTC 26981/22981-NCIC CE3 phase III randomized trial. J Clin Oncol 2006; 24:2563-9.

(20) Stupp R, et al. Effects of radiotherapy with concomitant and adjuvant temozolomide versus radiotherapy alone on survival in glioblastoma in a randomised phase III study: 5-year analysis of the EORTC-NCIC trial. Lancet Oncol 2009; 10:459-66.

(21) Cairncross G, et al. Phase III trial of chemoradiotherapy for anaplastic oligodendroglioma: long-term results of RTOG 9402. J Clin Oncol 2013; 31:337-43.

(22) van den Bent MJ, et al. Adjuvant procarbazine, lomustine, and vincristine chemotherapy in newly diagnosed anaplastic oligodendroglioma: long-term follow-up of EORTC brain tumor group study 26951. J Clin Oncol 2013; 31:344-50.

(23) Wick W, et al. NOA-04 randomized phase III trial of sequential radiochemotherapy of anaplastic glioma with procarbazine, lomustine, and vincristine or temozolomide. J Clin Oncol 2009; 27:5874-80.

(24) Batchelor TT, et al. Phase III randomized trial comparing the efficacy of cediranib as monotherapy, and in combination with lomustine, versus lomustine alone in patients with recurrent glioblastoma. J Clin Oncol 2013; 31:3212-8.

(25) Wick W, et al. Enzastaurin before and concomitant with radiation therapy, followed by enzastaurin maintenance therapy, in patients with newly diagnosed glioblastoma without MGMT promoter hypermethylation. Neuro Oncol 2013; 15:1405-12.

(26) Chinot OL, et al. Bevacizumab plus radiotherapy-temozolomide for newly diagnosed glioblastoma. N Engl J Med 2014; 370:709-22.

(27) Stupp R, et al. Cilengitide combined with standard treatment for patients with newly diagnosed glioblastoma with methylated MGMT promoter (CENTRIC EORTC 26071-22072 study): a multicentre, randomised, open-label, phase 3 trial. Lancet Oncol 2014; 15:1100-8.

(28) Wick W, et al. Temozolomide chemotherapy alone versus radiotherapy alone for malignant astrocytoma in the elderly: the NOA-08 randomised, phase 3 trial. Lancet Oncol 2012; 13:707-15.

(29) van den Bent MJ, et al. MGMT promoter methylation is prognostic but not predictive for outcome to adjuvant PCV chemotherapy in anaplastic oligodendroglial tumors: a report from EORTC Brain Tumor Group Study 26951. J Clin Oncol 2009; 27:5881-6.

(30) Combs SE, et al. Prognostic significance of IDH-1 and MGMT in patients with glioblastoma: one step forward, and one step back? Radiat Oncol 2011; 6:115.

(31) Hartmann C, et al. Long-term survival in primary glioblastoma with versus without isocitrate dehydrogenase mutations. Clin Cancer Res 2013; 19:5146-57.

(32) Blaes J, et al. NDRG1 prognosticates the natural course of disease in WHO grade II glioma. J Neurooncol 2014; 117:25-32.

(33) Schafer A, et al. Aldehyde dehydrogenase 1A1 – a new mediator of resistance to temozolomide in glioblastoma. Neuro Oncol 2012; 14:1452-64.

(34) Rappa F, et al. Aldehyde dehydrogenase and HSP90 co-localize in human glioblastoma biopsy cells. Biochemie 2013; 95:782-6.

Zurück
Zurück
E-Mail
Email
Drucken
Drucken
Zum Bewerten bitte anmelden!
Anzeige:
 
 
Anzeige:
 
 
 
 
Themen
CUP
NET
CML
Nutzen Sie auch die Inhalte von journalmed.de, um sich zu Informieren.
Mediadaten
Hilfe
Copyright © 2014 rs media GmbH. All rights reserved.
Kontakt
Datenschutz
AGB
Fakten über Krebs
 
ASCO 2017