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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel
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24. Juli 2012

ASCO 2012 – Nierenzellkarzinom

Patienten bevorzugen Pazopanib gegenüber Sunitinib

Eine randomisierte doppelblinde Studie bei Patienten mit metastasiertem Nierenzellkarzinom (mRCC) hat ergeben, dass Unterschiede in der Lebensqualität dafür ausreichen, dass Patienten eine Therapie mit Pazopanib gegenüber einer Therapie mit Sunitinib deutlich bevorzugen. „Wir haben zwar erwartet, dass Patienten ein bestimmtes Medikament einem anderen vorziehen, aufgrund der bekannten Toxizitätsprofile, doch diesen großen Unterschied in der Patientenpräferenz haben wir nicht erwartet“, sagte Studienleiter Bernard Escudier, Villejuif, Frankreich.
 

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Patient-related Outcomes (PRO) wie diese werden zunehmend erhoben, um die klinische Relevanz von Toxizitäten unterschiedlicher Therapien besser zu verstehen. Beim mRCC nehmen die Patienten diese Medikamente für viele Monate oder sogar Jahre ein. In der Studie wurden 168 Patienten randomisiert für Pazopanib über 10 Wochen, gefolgt von einer 2-wöchigen Pause und anschließend 10 Wochen Sunitinib oder vice versa. In der Primäranalyse von 114 Patienten wurde Pazopanib von 70% der Patienten präferiert, 22% bevorzugten Sunitinib, 8% hatten keine Präferenz. Diese Unterschiede waren statistisch signifikant. Die häufigsten Gründe für die Präferenz von Pazopanib waren bessere Lebensqualität und weniger Fatigue. Unter Pazopanib mussten weniger Dosis-Reduktionen vorgenommen werden als unter Sunitinib (13% vs. 20%) und es gab weniger Therapieunterbrechungen (6% vs. 12%). Die Ärzte-Präferenzen wichen davon ab, hier bevorzugten 60% Pazopanib, 21% Sunitinib, 21% hatten keine Präferenz. Daran, so die Autoren, lasse sich ersehen, dass Ärzte möglicherweise die vom Patienten erfahrenen Unterschiede in der Lebensqualität noch zu wenig wahrnehmen oder berücksichtigen.

Literaturhinweis:
(1) PISCES study, NCT 01064310; ASCO 2012; Abstract CRA4502
 

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