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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel
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08. September 2017

Metastasiertes Prostatakarzinom: Bessere Prognose bei frühzeitiger Chemotherapie

Patienten mit metastasiertem Prostatakarzinom haben die beste Prognose, wenn sie mit der größtmöglichen Anzahl der verfügbaren Therapieoptionen in der individuell optimalen Sequenz versorgt werden. Besteht die Indikation für eine Chemotherapie, sollte diese frühzeitig eingesetzt werden.
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Das metastasierte Prostatakarzinom ist ein sehr heterogener Tumor, der schon bei der Diagnosestellung Hormon-sensitive und Hormon-resistente Zellklone enthält, erläuterte PD Dr. med. Gunhild von Amsberg, Hamburg-Eppendorf. Sollen alle Zelltypen erfolgreich bekämpft werden, sei die Chemo-Hormon-Therapie der Wahl. Die Kombination aus primärer Androgendeprivationstherapie (ADT) und Docetaxel werde für Patienten mit noch Hormon-sensitivem metastasierten Prostatakarzinom auch in der aktualisierten S3-Leitlinie empfohlen (1), nachdem sie bei diesem Klientel gegenüber der alleinigen ADT einen signifikanten Überlebensvorteil erzielt hatte (2).

Beim metastasierten kastrationsresistenten Prostatakarzinom (mCRPC) ist die Chemotherapie inzwischen integraler Bestandteil der Therapie. Dabei wächst die Evidenz, dass sie nicht zu spät eingesetzt werden sollte. Immerhin können Docetaxel, gefolgt von Cabazitaxel (in der Secondline) die Prognose der Patienten weiter verbessern. Indiziert sind sie bei Patienten mit viszeralen Metastasen, hoher Tumorlast (3), Schmerzsymptomatik (4), entdifferenziertem Karzinom mit initial hohem Gleason-Score (5) und schnellem Progress (6). Als Kriterium, das zusätzlich für den Secondline-Einsatz von Cabazitaxel spricht, nannte von Amsberg einen Progress unter oder kurz nach Docetaxel (< 3 Monate).

Damit Therapieresistenzen rechtzeitig erkannt werden, empfehlen sich laut Prof. Dr. Christian Schwendtner, Stuttgart, Kontrollen per Bildgebung etwa alle 3 Monate. Resistenzen bzw. ein Wirkverlust können bei Androgenrezeptor(AR)-gerichteten Substanzen durch AR-Mutationen auftreten und äußern sich durch ein schlechtes bzw. kurzes Ansprechen auf eine ADT. Die Wirksamkeit der Chemotherapie ist nicht betroffen, sodass in diesen Fällen früh auf eine Chemotherapie gewechselt werden sollte. Für den frühzeitigen Einsatz der Sequenz Docetaxel gefolgt von Cabazitaxel spricht, dass mCRPC-Patienten in retrospektiven Untersuchungen nach dieser Sequenz länger überlebten als Patienten , die die Chemotherapie erst in einer späteren Linie erhalten hatten (7).
Ute Ayazpoor
Quelle: Fachpresse-Workshop „8. Expertise Prostata“, 29.06.2017, Kloster Eberbach, Eltville am Rhein; Veranstalter: Sanofi Genzyme
Literatur:
(1) S3-Leitlinie Prostatakarzinom, Version 4.0 Dezember 2016.
(2) Sweeney CJ et al. N Engl J Med 2015 Aug 20;373(8):737-46.
(3) Oudard S et al. Ann Oncol 23, 2012 (suppl; abstr 933P).
(4) S3-Leitlinie 2011; www.awmf.org
(5) Van Soest RJ et al. EJC 2015. doi: 10.1016ejca.2015.07.037.
(6) Armstrong A et al. Clin Cancer Res 2007;13:6396-403.
(7) Maines F et al. Crit Rev Oncol Hematol 2015 Dec;96(3):498-506.
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