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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel
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26. Dezember 2012

ESMO 2012

Mammakarzinom: Neoadjuvante Therapie - wann, wie und wieviel?

„Es besteht ein hoher Bedarf an therapeutischen Fortschritten, um die einzelnen Subtypen von Brustkrebs adäquat behandeln zu können“, sagte Nadia Harbeck, München, während eines Satellitensymposiums im Rahmen des diesjährigen ESMO, auf dem verschiedene klinische Szenarien beleuchtet wurden. Eines davon war die Optimierung der neoadjuvanten Therapie bei Hochrisikopatientinnen.

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Zentrale Fragen zur neoadjuvanten Therapie des Mammakarzinoms beinhaltete der Vortrag von Michael Gnant, Wien. Anthrazyklin- und Taxan-basierte Regime sind heute in der Neoadjuvanz weitgehend akzeptiert, sowohl in der Kombination als auch in der Sequenz. Mindestens 6 Zyklen sollten über einen Zeitraum von 4-6 Monaten verabreicht werden, so Gnant. Vor kurzem gestartet ist die GeparSepto-Studie, in der konventionelles Paclitaxel oder nab-Paclitaxel wöchentlich kontinuierlich über 12 Wochen gegeben wird. Eingeschlossen wurden Frauen mit operablem oder lokal fortgeschrittenem primären Brustkrebs. Ziele sind der Vergleich der Rate an pathologisch kompletten Remissionen (pCR-Rate) nach neoadjuvanter Behandlung, und ob sich bei gleicher Aktivität die Neurotoxizität besser handhaben lässt. Frauen mit HER2-positiven Tumoren erhalten neoadjuvant Trastuzumab und Pertuzumab und nach Operation Trastuzumab laut AGO-Leitlinien. Ist der Tumor Hormonrezeptor-positiv, folgt nach der Operation gemäß AGO-Leitlinien eine Therapie mit Tamoxifen oder Aromatase-Inhibitoren.

Der SPARC-Status könnte möglicherweise ein guter Prädiktor für das Ansprechen auf eine neoadjuvante Behandlung mit nab-Paclitaxel sein, so Gnant. Hinweise auf eine Korrelation von Ansprechen und SPARC-Positivität lieferte eine Studie von Yardley et al. (Cancer Res. 2009).

Optimale Kandidaten für eine neoadjuvante Therapie sind nach Ansicht von Gnant Patientinnen mit triple-negativem Brustkrebs - wobei es noch fraglich ist, ob dies für alle Subtypen gilt - sowie Patientinnen, bei denen sonst eine Mastektomie notwendig wäre und für die eine gute Chance für ein Downstaging besteht, sowie bei Tumoren, bei denen mit einem guten Ansprechen zu rechnen ist. Keine Kandidatinnen für eine neoadjuvante Therapie sind in seinen Augen Patientinnen mit resektablen Tumoren, die keine adjuvante Chemotherapie erhalten würden, Patientinnen mit lobulären Tumoren (invasiv lobuläre Karzinome mit niedriger pCR-Wahrscheinlichkeit und begrenztem Downstaging-Potential) sowie bei hoher endokriner Sensibilität, so dass ein ähnlicher Effekt auch mit einer rein endokrinen Therapie erzielt werden könnte.

as

Satellitensymposium „Strategies for selecting therapy in HER2-negative breast cancer“, ESMO 2012, 28.09.2012. Veranstalter: Celgene

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