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Medizin

03. Juli 2017 WCGI 2017: Kolorektales Karzinom – rechtsseitige Tumore profitieren von SIRT

Bislang war bekannt, dass Patienten mit rechtsseitigem kolorektalen Karzinom (right-sided primary tumours (RSP)) und Lebermetastasen deutlich schlechter auf Therapien ansprechen als Patienten, deren Tumor links (left-sided primary tumours (LSP)) lokalisiert ist. Daten, die beim 19. World Congress on Gastrointestinal Cancer in Barcelona vorgestellt wurden, weisen darauf hin, dass dies – dank selektiver internen Radiotherapie (SIRT) – nicht nur so sein muss.
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Die neuen Ergebnisse stammen von zwei Studien mit 739 Patienten mit kolorektalem Tumor, der nur bzw. hauptsächlich in die Leber metastasiert hatte. Patienten, bei denen rechtsseitig gewachsene Tumore in die Leber metastasierten, hatten eine signifikant verbesserte Gesamtüberlebensrate (Hazard Ratio (HR)=0,64; 95%-KI: 0,46-0,89; p=0,007), nach einer Firstline Chemotherapie plus SIRT (22,0 Monate) verglichen mit alleiniger Chemotherapie (17,1 Monate). Für Patienten mit LSP traf dies nicht zu (24,6 vs. 25,6 Monate; HR=1,12; 95%-KI: 0,92-1,36; p=0,279).

"Diese Daten bedeuten erfreuliche Neuigkeiten für Patienten mit rechtsseitigem Primärtumor, deren Prognose bislang aufgrund geringerer Behandlungsmöglichkeiten schlechter war als die von Patienten mit linksseitigen Tumoren", fasst Studienleiter Guy van Hazel, MD, tätig an der  University of Western Australia in Perth, Australien die neuen Ergebnisse zusammen.

(übers. v. siko)

Quelle: WCGI 2017

Literatur:

Dr Van Hazel Guy
Abstract LBA-006 – "Impact of primary tumour location on survival in patients with metastatic colorectal cancer receiving selective internal radiation therapy and chemotherapy as first-line therapy"


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