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Medizin

25. Oktober 2018 STAMPEDE: Lokale Radiotherapie verbessert Überleben beim metastasierten PCA mit geringer Tumorlast

Bei Männern mit neu diagnostiziertem oligometastasierten Prostatakarzinom, d.h. geringer Tumorlast, kann eine Radiotherapie nach den Ergebnissen einer vorgeplanten Vergleichsstudie, die auf dem ESMO präsentiert wurde, das  Überleben bis zum Versagen der Therapie (Failure-free survival, FFS) verbessern (1).
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Die STAMPEDE-Studie enthielt einen Phase-III-Vergleich (n=2.061 Patienten), randomisiert für  den „standard of care“, eine lebenslange Androgendeprivationstherapie (ADT) + frühes Docetaxel oder  ADT + Radiotherapie. Davon hatten 40% der Patienten eine geringe Tumorlast, 54% eine höhere, bei 6% war dies nicht bekannt.

Die Radiotherapie konnte das FFS verbessern (HR=0,68, 95%-KI: 0,68-0,84), nicht jedoch das Gesamtüberleben (OS).
Eine Subgruppenanalyse zeigte jedoch für die Gruppe der Patienten mit geringer Metastasenlast (n=819) ein verbessertes OS: HR=0,68; 95%-KI: 0,52-0,90 .

Limitationen der Studie sind, dass trotz der Größe der Studie nur 18% früh Docetaxel erhielten und kein frühes Abirateron bekamen, beides inzwischen Bestandteile der Standardtherapie bei fitten Patienten.

(übers. v. ab)


 

Quelle: ESMO 2018

Literatur:

(1) Chris Parker et al. Radiotherapy (RT) to the primary tumour for men with newly-diagnosed metastatic prostate cancer (PCA): survival results from STAMPEDE (NCT00268476), presented at ESMO 2018, Abstract LBA5_PR
(2) Boevé L et al. Journal of Urology 2018; 199: e231-e232
 


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