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Medizin

13. November 2018 NSCLC: Leben verlängern und Lebensqualität verbessern

Beim fortgeschrittenen Anaplastische Lymphomkinase(ALK)-positiven nicht kleinzelligen Lungenkarzinom (NSCLC) scheint die Therapiefolge entscheidend für längeres Überleben zu sein. Unter Crizotinib (Xalkori®) als Erstlinien-Behandlung bessern sich Analysen zufolge progressionsfreies Überleben (PFS) wie auch Symptome.
Das Lungenkarzinom gilt in Europa wie auch weltweit als häufigste Todesursache bei Männern und als dritthäufigste von Frauen. Die beiden Hauptarten sind das nicht kleinzellige Lungenkarzinom (NSCL) in ca. 85% der Fälle sowie das kleinzellige Lungenkarzinom (SCLC). Voraussetzung für eine gezielte Therapie des NSCLC ist eine Testung, ob u.a. EGFR- (17%), ALK- oder ROS1-Mutationen vorhanden sind. Empfohlen wird von der DGHO eine parallele Bestimmung des EGFR-Mutationsstatus und des ALK- bzw. ROS1-Translokationsstatus vor Beginn der Erstlinientherapie bei allen Patienten mit Nicht-Plattenepithelkarzinom unabhängig vom Raucherstatus sowie bei Nie- oder Leichtrauchern mit Plattenepithelkarzinom.

Lebensverlängerung, so Stefania Vallone, Mailand, auf dem ESMO, ist bei ALK-positiven und ROS1-NSCLC-Patienten nach wie vor wichtigstes Ziel und größte Herausforderung, zudem der Erhalt einer guten Lebensqualität sowie niedrige Toxizität der Medikationen. Eine optimale Therapie hängt auch von der Vermeidung von Resistenzmutationen ab, die nach anfänglichem Ansprechen auf ALK-Tyrosinkinase-Inhibitoren (TKIs) zu einer erneuten Progression des ALK-positiven NSCLC führen und zurzeit nicht effektiv mit einer weiteren ALK-spezifischen Therapie behandelt werden können.

Für die Zulassungserweiterung von Crizotinib als Erstlinientherapie für Patienten mit fortgeschrittenem ALK-positivem bzw. ROS1-positivem NCLC relevant war die Zulassungsstudie PROFILE 1014, die auf dem ESMO erstmals vorgestellt wurde: In die offene Phase-III-Studie waren 343 Patienten mit ALK-positivem lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem NSCLC eingeschlossen, die zuvor keine systematische Behandlung erhalten hatten, ebenso Patienten mit Hirnmetastasen, wenn diese vorbehandelt oder asymptomatisch waren. Die Patienten bekamen eine orale Therapie mit Crizotinib (n=172; 250 mg/2 x/die) oder intravenöse Chemotherapie (n=171; Pemetrexed + Cisplatin/Carboplatin). Die Therapie mit Crizotinib verlängerte das PFS um etwa 4 Monate gegenüber der Chemotherapie (10,9 vs. 7,0 Monate). Das Tumoransprechen war doppelt so schnell (1,4 vs. 2,8 Monate) und die Patienten hatten unter Crizotinib eine bessere Lebensqualität.

Helga Vollmer

Quelle: Symposium „Joining together to improve overall survival in oncogenic-driven NSCLC“, ESMO, 22.10.2018, München; Veranstalter: Pfizer


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