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Medizin

14. August 2020 Neues Robotersystem für die HNO-Tumorchirurgie

In der HNO-Klinik des LMU Klinikums München erfolgt die operative Entfernung von bestimmten bösartigen Tumoren im Kopf-Hals-Bereich mithilfe der Da-Vinci-Roboterchirurgie. Diese erlaubt eine besonders präzise und patientenschonende Vorgehensweise.
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Hierzulande erkranken jährlich etwa 17.500 Patienten neu an einer bösartigen Tumorerkrankung im Kopf-Hals-Bereich. Idealerweise ist der Krebs operabel und kann vollständig entfernt werden. Dabei muss auf engstem Raum gearbeitet werden – deshalb gehört die Tumorchirurgie im Kopf-Hals-Bereich zu den besonders komplexen Operationen, bei denen es auf größtmögliche Genauigkeit ankommt. Zugleich gilt es, funktionelle und kosmetische Beeinträchtigungen, wie sie bei ausgedehnten oder schwer zugänglichen Tumoren nicht immer zu vermeiden sind, möglichst gering zu halten.
 
Technische Innovationen für eine schonende, präzise Vorgehensweise
 
In den letzten Jahren hat sich auf dem Gebiet der HNO-Tumorchirurgie viel getan: Während früher oft große Schnitte und Zugänge von außen notwendig waren, ist es heute oft möglich, über die Mundöffnung zu operieren und damit gewebesparender vorgehen zu können.
 Nun erlaubt eine technische Innovation eine noch präzisere und patientenschonendere Resektion von Kopf-Hals-Tumoren. Wie es sich für ein onkologisches Spitzenzentrum gehört, setzen die Ärzte der Klinik und Poliklinik für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde am LMU Klinikum auf modernste Technologie von Operationsrobotern; bislang wird die Roboterchirurgie bei Operationen im Kopf-Hals-Bereich in Deutschland nur von ganz wenigen Kliniken angeboten.

Da-Vinci-Robotersystem 

Hierzu wurde am LMU Klinikum gerade ein neues Modell des Da-Vinci-Robotersystems installiert, eine hoch entwickelte Technologie, die die Vorteile der gewebesparenden Chirurgie mit denen dreidimensionaler, hochaufgelöster Visualisierungstechniken vereint. So erlaubt sie dem Chirurgen auf kleinstem Raum die millimetergenaue, besonders schonende und funktionserhaltende Entfernung des erkrankten Gewebes.
Die Gefahr, dass sich das Operationssystem dabei verselbständigen könnte, besteht nicht: „Der Roboter tut nur das, wozu wir ihn anleiten“, betont der Direktor der HNO-Klinik Prof. Dr. Martin Canis. Die Vorteile für den Patienten liegen auf der Hand: „Die Beschwerden nach der Operation sind weniger stark ausgeprägt, das Risiko für Komplikationen ist kleiner, die Heilung verläuft schneller und auch der Aufenthalt im Krankenhaus ist deutlich kürzer“, erläutert Prof. Dr. Christoph Reichel.

Quelle: LMU Klinikum München


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