Mittwoch, 4. August 2021
Navigation öffnen
Anzeige:
Lonsurf
 
Medizin
20. März 2017

Patienten mit Immun-bezogenen Nebenwirkungen unter Ipilimumab weisen größeres T-Zell-Spektrum auf als Patienten ohne Nebenwirkungen

Die Immuncheckpoint-Blockade bewirkt bei vielen Krebspatienten ein effektives Ansprechen, jedoch auch unterschiedliche und bislang unvorhersagbare Nebenwirkungen (immune-related adverse events, IRAE). Die Mechanismen sind noch unklar. Die CTLA-4-Blockade steigert die Proliferation zirkulierender T-Zellen. In dieser Studie wurde untersucht, ob Ipilimumab zu einer klonalen Ausbreitung Gewebe-reaktiver T-Zellen führt. Dies war nicht der Fall: statt einer Verringerung des T-Zell-Repertoires durch eine kleine Anzahl an Klonen induzierte Ipilimumab im Gegenteil größere Unterschiede im T-Zell-Spektrum bei IRAE-Patienten als bei Patienten ohne diese Nebenwirkungen.
 
Anzeige:
Blenrep
Blenrep
Ipilimumab triggerte spezifisch die Anzahl an Klontypen, darunter neu entdeckte Klone, und bewirkte eine Verminderung der Gesamt-T-Zell-Klonalität.

Die Erweiterung des Spektrums zeigte sich innerhalb der ersten 2 Wochen einer Ipilimumab-Behandlung, bevor IRAE manifest wurden. IRAE-Patienten wiesen größere Unterschiede von CD4+ und CD8+-T-Zellen auf, wohingegen sich die regulatorischen T-Zell-Zahlen im Vergleich zu Patienten ohne IRAE nicht unterschieden.
(übers. v. AB)

Quelle: Cancer Research 2017

Literatur:

David Y. Oh, Jason Cham, Li Zhang et al.
Immune Toxicities Elicted by CTLA-4 Blockade in Cancer Patients Are Associated with Early Diversification of the T-cell Repertoire
DOI: 10.1158/0008-5472.CAN-16-2324 Published March 2017
http://cancerres.aacrjournals.org/content/77/6/1322


Anzeige:
Digital Gesamt 2021
Digital Gesamt 2021
 
Das könnte Sie auch interessieren

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"Patienten mit Immun-bezogenen Nebenwirkungen unter Ipilimumab weisen größeres T-Zell-Spektrum auf als Patienten ohne Nebenwirkungen"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der Medical Tribune Verlagsgesellschaft mbH - Geschäftsbereich rs media widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.


EHA 2021
  • SCD: Häufigere und längere VOC-bedingte Krankenhausaufenthalte nach Vorgeschichte von VOC-Hospitalisierungen – Ergebnisse einer Beobachtungsstudie
  • Real-World-Daten des ERNEST-Registers untermauern Überlebensvorteil unter Ruxolitinib bei primärer und sekundärer Myelofibrose
  • I-WISh-Studie: Ärzte sehen TPO-RAs als beste Option, um anhaltende Remissionen bei ITP-Patienten zu erzielen
  • Phase-III-Studie REACH2 bei steroidrefraktärer akuter GvHD: Hohes Ansprechen auf Ruxolitinib auch nach Crossover
  • SCD: Neues digitales Schmerztagebuch zur tagesaktuellen Erfassung von VOCs wird in Beobachtungsstudie geprüft
  • Französische Real-World-Studie: Eltrombopag meist frühzeitig nach ITP-Diagnose im Rahmen eines Off-label-Use eingesetzt
  • Fortgeschrittene systemische Mastozytose: Französische Real-World-Studie bestätigt klinische Studiendaten zur Wirksamkeit von Midostaurin
  • CML-Management weitgehend leitliniengerecht, aber verbesserungsfähig – Ergebnisse einer Querschnittsbefragung bei britischen Hämatologen
  • Britische Real-World-Studie: Kardiovaskuläres Risikomanagement bei MPN-Patienten in der Primärversorgung nicht optimal
  • Myelofibrose: Früher Einsatz von Ruxolitinib unabhängig vom Ausmaß der Knochenmarkfibrose