Montag, 19. April 2021
Navigation öffnen
Anzeige:
Imfinzi NSCLC
Imfinzi NSCLC
Medizin
26. September 2016

Mammakarzinom: Kostenübernahme von molekularpathologischer Genexpressionsdiagnostik kann beschleunigt werden

Der Bundesverband Deutscher Pathologen (BDP) hat sich an alle gesetzlichen Krankenkassen gewandt und ein vereinfachtes Verfahren vorgeschlagen, um in Brustkrebsfällen schnell die flächendeckende Versorgung der Patientinnen mit Genexpressionstests zu gewährleisten. Der BDP bietet den Kassen an, dass seine Mitglieder die Diagnostik rasch zu einem attraktiveren Preis zur Verfügung stellen. Die Kassen sollen im Gegenzug aus sozialmedizinischen Gründen den bei ihnen versicherten Brustkrebspatientinnen die Genexpressionsdiagnostik als selbstbeschaffte Leistung erstatten. Auch die Abwicklung über einen vorbereiteten IV-Vertrag könnte sofort erfolgen.
Anzeige:
Digital Gesamt 2021
Digital Gesamt 2021
Molekularpathologische Genexpressionsdiagnostik ist seit dem 10.08.2016 auch für gesetzlich versicherte Patientinnen verfügbar. Diese neue Methode wird es allein in Deutschland mindestens 14.000 Patientinnen ermöglichen, auf eine unnötige und oftmals von starken Nebenwirkungen gekennzeichnete Chemotherapie zu verzichten. Die Frauen können so gezielter, schonender und erheblich kostengünstiger behandelt werden als bisher. Aber der Zugang zu der molekularpathologischen Leistung ist über eine Ambulante Spezialfachärztliche Versorgung (ASV) vorgesehen. Die dafür notwendigen gemischten Teams aus dem Krankenhaus- und ambulanten Bereich werden jedoch unter anderem wegen der bürokratischen Hemmnisse noch lange nicht flächendeckend zur Verfügung stehen. Darauf zu warten, kann aber von den Patientinnen nicht erwartet werden. Zumal die meisten von ihnen in flächendeckend vorhandenen zertifizierten Brustkrebszentren behandelt werden, die der Qualitätsphilosophie, die die ASV auszeichnet, mindestens gleichermaßen gerecht werden.

„Es ist einer Patientin nicht zuzumuten, nur deshalb auf die Diagnostik verzichten zu müssen, weil sich ihr Brustkrebszentrum formal (noch) nicht als ASV-Einrichtung definieren lässt", betont Prof. Dr. Werner Schlake, Präsident des Bundesverbandes Deutscher Pathologen. Er kann schon erste positive Reaktionen der Kassen auf seinen Vorschlag verzeichnen, und setzt darauf, dass die anderen Kassen sich ebenso offen zeigen. Die Kassenseite hat schon in den letzten Monaten patientenfreundlichen Regelungen für die molekularpathologische Tumordiagnostik zugestimmt. Der ab dem 1.7.2016 geltende EBM ist dafür ein guter Beleg.

Quelle: Bundesverband Deutscher Pathologen (BDP)


Das könnte Sie auch interessieren
Weltkrebstag: Deutsche Krebshilfe informiert und ruft zum Handeln auf
Weltkrebstag%3A+Deutsche+Krebshilfe+informiert+und+ruft+zum+Handeln+auf
© julief514 / Fotolia.com

Am 4. Februar ist Weltkrebstag. Das diesjährige Motto der Weltgesundheitsorganisation lautet: „Wir können. Ich kann.“ Es steht dafür, dass Menschen durch einen gesunden Lebensstil dazu beitragen können, vielen Krebsarten vorzubeugen. „Gesundheit ist ein hohes Gut und es macht Spaß etwas dafür zu tun“, betont Gerd Nettekoven, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Krebshilfe. Die Organisation bietet Interessierten kostenlose Infomaterialien und...

Erstes bundesweites Sommertreffen junger engagierter Krebspatienten
Erstes+bundesweites+Sommertreffen+junger+engagierter+Krebspatienten
© Frantab / fotolia.com

„Danke für den gemeinsamen Spirit. Möge er uns weiter beflügeln“, so ein Feedback zum ersten Sommertreffen junger Krebspatienten in Deutschland. Frauen und Männer aus der gesamten Bundesrepublik kamen vom 29. Juni bis 1. Juli 2018 das erste Mal in Lauterbach (Hessen) zu einem gemeinsamen Kennenlernen und Austausch zusammen. Die etwa 50 Teilnehmer engagieren sich in den TREFFPUNKTEN der Deutschen Stiftung...

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"Mammakarzinom: Kostenübernahme von molekularpathologischer Genexpressionsdiagnostik kann beschleunigt werden"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der Medical Tribune Verlagsgesellschaft mbH - Geschäftsbereich rs media widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.