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Medizin

06. Juni 2018 Hochrisiko-Rhabdomyosarkom: Niedrigdosis-Erhaltungschemotherapie verlängert Überleben

Die meisten Patienten mit lokalem Rhabdomyosarkom (RMS) erreichen mit der Standardbehandlung eine komplette Remission, aber ca. 20-30% rezidivieren und die Chance auf Heilung ist gering. In dieser Studie wurde untersucht, ob eine zusätzliche metronome Erhaltungschemotherapie nach einer Standardchemotherapie das Überleben von Patienten mit nicht metastasiertem Hochrisiko-RMS (gemäß EpSSG-Stratifizierung) verbessert.
Von 670 eingeschlossenen Patienten (Alter: > 6 Monate bis < 21 Jahre) mit N0 alveolarem RMS (ARMS) oder inkomplett reseziertem (Gruppe II oder III) embryonalem RMS (ERMS) an einem ungünstigen Primärsitus und/oder N1 bei kompletter Remission nach Standardbehandlung, bestehend aus 9 Zyklen Ifosfamid, Vincristin und Actinomycin D +/- Doxorubicin, Chirurgie und/oder Radiotherapie, waren 371 auswertbar. Sie bekamen entweder keine weitere Behandlung (Std-Arm) oder erhielten eine Erhaltungschemotherapie (M-Arm) mit 6x 28-Tageszyklen Vinorelbin 20 mg/m2 i.v. an Tag 1, 8 und 15 eines jeden Zyklus und kontinuierlich täglich Cyclophosphamid 25 mg/m2 oral.

186 Patienten wurden dem Std-Arm und 185 dem M-Arm zugewiesen. Die klinischen Merkmale waren in beiden Armen ausgewogen und beinhalteten 67% ERMS, 33% ARMS, 21% 10+ Jahre, 86% IRS Gruppe III, 16% N1. Die häufigsten Primärtumorstellen waren parameningeale (32%) und andere Lokalisationen (23%). Bei medianem Follow-up von 5 Jahren bei den überlebenden Patienten betrug das 3-Jahres-ereignisfreie Überleben (EFS) 78,4% (95%-KI: 71,5-83,8) im M-Arm verglichen mit 72,3% (95%-KI: 65,0-78,3) im Std-Arm (p=0,061). Das Gesamtüberleben (OS) war im M-Arm um ca. 10% höher (87,3%; 95%-KI: 81,2-91,6) als im Std-Arm (77,4%; 95%-KI:70,1-83,1; p=0,011). Die Toxizitäten im M-Arm waren handhabbar: Grad 3/4 Febrile Neutropenie trat in 25% der Patienten auf, eine Grad 4 Neurotoxizität bei 1,1%.

Die zusätzliche Erhaltungschemotherapie nach einer Standardbehandlung verbesserte das OS von Patienten mit Hochrisiko-RMS.

übers. von um





 

Quelle: ASCO 2018, Bisogno G et al. Abstract LBA2


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