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Medizin
07. Februar 2013

ESMO-Clinical Practice Guidelines 2012: 1A-Empfehlungen für Bevacizumab beim fortgeschrittenen NSCLC

Der Einsatz von Bevacizumab (Avastin®) in der First-Line-Therapie des fortgeschrittenen nicht-squamösen NSCLC wurde in den neuen Guidelines der European Society for Medical Oncology (ESMO) gleich zweimal mit dem höchsten Empfehlungsgrad bewertet. Sowohl in Kombination mit Carboplatin/Paclitaxel als auch zusammen mit jeder anderen Platin-haltigen Chemotherapie erhielt der VEGF-Antikörper die Bestnote 1A (1).

„Grundlage der 1A-Empfehlung von Bevacizumab zusammen mit Carboplatin/Paclitaxel waren die Ergebnisse der zulassungsrelevanten Phase-III-Studie ECOG4599, in der die zusätzlich mit dem VEGF-Antikörper behandelten Patienten einen signifikanten Überlebensvorteil hatten“, sagte PD Dr. Martin Reck, Onkologischer Schwerpunkt, LungenClinic Grosshansdorf, der als Mitglied der ESMO-Guidelines Working Group an den Therapieempfehlungen aktiv beteiligt war. Patienten mit fortgeschrittenem Adenokarzinom erreichten unter der First-Line-Therapie mit Bevacizumab + Carboplatin/Paclitaxel (Sandler-Schema) ein medianes Gesamtüberleben von 14,2 Monaten und lebten damit 3,9 Monate länger als die allein chemotherapeutisch behandelten Patienten (2).
 
Ein weiterer Beleg für die überragende Wirksamkeit des Bevacizumab-haltigen Sandler-Schemas sind die 2012 präsentierten Ergebnisse der PointBreak-Studie, in der das etablierte First-Line-Schema mit einem Pemetrexed-Schema verglichen wurde. Der Ersatz von Paclitaxel durch Pemetrexed führte entgegen den Erwartungen nicht zu einer weiteren Verlängerung des medianen OS, sondern bestätigte das Sandler-Schema mit Bevacizumab + Carboplatin/Paclitaxel als Therapiestandard (Pemetrexed-Arm: 12,6 Monate; Sandler-Arm 13,4 Monate) (3).
 
Die 1A-Empfehlung von Bevacizumab in Kombination mit jeder anderen Platin-Dublette beruht auf den Ergebnissen von zwei 2011 und 2012 als Vollpublikation veröffentlichten Metaanalysen mit jeweils mehr als 2000 Patienten, bei denen die Zugabe von Bevacizumab in Kombination mit unterschiedlichen Platin-Dubletten, darunter auch Kombinationen mit Cisplatin, untersucht worden war. Im Vergleich zur Platin-haltigen Chemotherapie allein, führte die Zugabe von Bevacizumab in beiden Metaanalysen zu einer statistisch signifikanten Abnahme des Mortalitäts- und Progressionsrisikos (4, 5).
 
Fazit für die Praxis

Die kürzlich aktualisierten Clinical Practice Guidelines der ESMO unterstützen den Einsatz des VEGF-Inhibitors Bevacizumab, der in der First-Line-Therapie des nicht-squamösen NSCLC zulassungsgemäß mit jeder Platin-Dublette kombiniert werden kann.
 
Literaturhinweise:
(1) Peters S et al., Ann Oncol 2012; 23 (Suppl. 7): vii56-64
(2) Sandler A et al., J Thorac Oncol 2010; 5: 1416-1423
(3) Patel J et al., 2012 Chicago Multidisciplinary Symposium in Thoracic Oncology (IASCL), Abstr. LBA553, Präsentation LBPL1
(4) Lima ABC et al., PLoS One 2011; 6: e22681
(5) Soria J et al., Ann Oncol. 2013 Jan; 24(1):20-30. Epub 2012 Nov 23.


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