Mittwoch, 2. Dezember 2020
Navigation öffnen
Anzeige:
Medical Cloud CAR T
 
Medizin

11. Januar 2018 Erforschung des Immunsystems

Der Typ von Zellen, für die sich Georg Gasteiger interessiert, existiert nicht. So lautete die vorherrschende Meinung in der Wissenschaft über viele Jahre. Erst als Forscher an den richtigen Stellen im Körper danach suchten, wurden neue Zelltypen des angeborenen Immunsystems entdeckt: Innate Lymphoid Cells (ILC).
Anzeige:
Avastin MammaCA BC
Avastin MammaCA BC
 
Seit Juni 2017 hat Georg Gasteiger den Lehrstuhl für Systemimmunologie II an der Universität Würzburg inne. Diese neu geschaffene Professur ist Teil der Max-Planck-Forschungsgruppe für Systemimmunologie, die an der Universität aufgebaut wird.

„Früher ging man davon aus, dass Immunzellen durch das Blut und lymphoide Organe – beispielsweise Lymphknoten, Knochenmark und Milz – zirkulieren und erst wenn ein Erreger in den Körper eindringt, an den Ort der Infektion wandern“, erklärt Georg Gasteiger. Heute ist bekannt: Manche Immunzellen siedeln sich in sämtlichen Geweben und Organen des Körpers bereits während deren Entwicklung an und verharren ihr Leben lang an diesem Ort.

Innate Lymphoid Cells

„Diese Zellen gehören zu den Lymphozyten und sind als komplexe, lokale Verbände organisiert“, erklärt Gasteiger. In Haut, Lunge und Darm bilden sie gewissermaßen „die vorderste Front, um Fremdkörper, Krankheitserreger oder Tumore erkennen und schnell abwehren zu können“. Zusätzlich übernehmen sie spezielle Aufgaben, beispielsweise bei der Regeneration und im Stoffwechsel: „Das Immunsystem hat auch in gesunden Organen wichtige Funktionen, welche zum Beispiel bei entzündlichen Erkrankungen aus dem Gleichgewicht geraten können“, so Gasteiger.

Die Größe dieser lokalen Immunzell-Verbände, ihre Zusammensetzung und ihre genaue Lokalisierung im Gewebe unterscheiden sich von Organ zu Organ sehr stark. Bislang weiß die Wissenschaft nur wenig darüber, wie diese Verbände sich entwickeln, wie sie aufrechterhalten werden und ihre Aufgaben untereinander koordinieren. Solche Fragen will Gasteiger klären und dadurch mehr über die gewebespezifische Immunität erfahren.

Welche Funktionen diese Zellen in gesunden oder erkrankten Organen übernehmen, und wie sie vorgehen, wenn eine Infektion den Körper bedroht: Auch das sind Fragen, denen Georg Gasteiger mit seinem Team am Lehrstuhl und innerhalb der Max-Planck-Forschungsgruppe nachgeht.

Neben seiner Forschung ist Gasteiger auch in die Lehre an der Universität Würzburg eingebunden. Er unterstützt den Fachbereich „Immunologie“ in den lebenswissenschaftlichen Studiengängen und vermittelt in speziellen Kursen an der Graduiertenschule für Lebenswissenschaften den neuesten Kenntnisstand in seinem Fachgebiet.

Quelle: Julius-Maximilians-Universität Würzburg


Anzeige:
Tecentriq
Tecentriq
 

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"Erforschung des Immunsystems"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der rsmedia GmbH widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.


ESMO Virtual Congress 2020
  • Fortgeschrittenes Melanom nach Versagen einer PD-(L)1-Inhibition: Vielversprechende Antitumoraktivität mit Pembrolizumab + Lenvatinib
  • Pembrolizumab + Lenvatinib: Vielversprechende Ansprechraten bei vorbehandelten fortgeschrittenen Tumoren
  • HNSCC: Pembrolizumab als Monotherapie und als Partner einer Platin-basierten Chemotherapie erfolgreich in der Erstlinie
  • Ösophaguskarzinom: Relevante OS- und PFS-Verlängerung durch Pembrolizumab + Chemotherapie in der Erstlinie
  • 5-Jahres-Daten der KEYNOTE-024-Studie bestätigen deutliche Überlegenheit für Pembrolizumab mono vs. Chemotherapie beim NSCLC mit hoher PD-L1-Expression
  • Neuer Anti-ILT4-Antikörper zeigt in Kombination mit Pembrolizumab erste vielversprechende Ergebnisse bei fortgeschrittenen Tumoren
  • Adjuvante Therapie mit Pembrolizumab verlängert auch das fernmetastasenfreie Überleben bei komplett resezierten Hochrisiko-Melanomen im Stadium III
  • HIF-2α-Inhibitor MK-6482 beim Von-Hippel-Lindau-Syndrom: Vielversprechende Wirksamkeit auch bei Nicht-RCC-Läsionen
  • Neuer Checkpoint-Inhibitor: Vielversprechende erste Studiendaten für Anti-TIGIT-Antikörper Vibostolimab in Kombination mit Pembrolizumab