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Medizin
25. November 2015

Exploratorische Analyse zum Anastrozol-induzierten Karpaltunnel-Syndrom

Ein Karpaltunnel-Syndrom wird durch eine Medianus-Kompression im Handgelenk verursacht, homonelle Faktoren könnten für die Pathogenese eine Rolle spielen. In randomisierten Studien war die Inzidenz eines Karpaltunnel-Syndroms unter Aromatase-Inhibitoren höher als unter Tamoxifen. Eine exploratorische Analyse der International Breast Cancer Intervention Study II, in der Frauen mit erhöhtem Brustkrebsrisiko entweder für Anastrozol oder Placebo randomisiert wurden, stellte 96 Teilnehmerinnen mit Karpaltunnel-Syndrom fest, davon 65 im Anastrozol-Arm (3,4% vs. 1,6% unter Placebo; p <0,001).

10 Teilnehmerinnnen hatten eine schwere Ausprägung des Syndroms, davon 8 im Anastrozol-Arm. 18 Frauen im Anastrozol-Arm und 6 Frauen im Placebo-Arm mussten deswegen operiert werden (p =0,018). Neben der Zuweisung in den Verum-Arm waren ein hoher BMI und eine Vorgeschichte muskoloskelettaler Symptome nach Studienbeginn die einzigen weiteren Risikofaktoren bei diesen postmenopausalen Frauen.

Die Autoren folgern, dass Anastrozol mit einer höheren Karpaltunnel-Inzidenz einhergeht, dass jedoch in seltenen Fällen deswegen eine Operation notwendig wird. Zu den Risikofaktoren und der Behandlung des Anastrozol-induzierten Karpaltunnel-Syndroms sollten weitere Untersuchungen folgen.
(übers. v. Red.)

Literatur:

Francesco Spagnolo, Ivana Sestak, Anthony Howell et al. Anastrozole-Induced Carpal Tunnel Syndrome: Results From the International Breast Cancer Intervention Study II Prevention Trial. Published online before print November 23, 2015, doi: 10.1200/JCO.2015.63.4972 JCO November 23, 2015 JCO634972.
http://jco.ascopubs.org/content/early/2015/11/23/JCO.2015.63.4972.abstract


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