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JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
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21. Dezember 2017

Leitlinienprogramm Onkologie aktualisiert Brustkrebsleitlinie

Das Leitlinienprogramm Onkologie hat eine Aktualisierung der S3-Leitlinie zum Mammakarzinom vorgelegt. Die neue Version entstand unter der Federführung der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG) und der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG). Erstmalig ist auch die Früherkennung, die bislang in einer eigenen Leitlinie behandelt wurde, in die aktualisierte Fassung integriert
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„Besonders im therapeutischen Bereich entwickelt sich das medizinische Wissen extrem rasch“, erklärte Prof. Dr. Achim Wöckel, der Koordinator der Leitlinie. „Wir wissen inzwischen aus verschiedenen Versorgungsforschungsprojekten, dass ein leitlinienkonformes Vorgehen das Endergebnis der Brustkrebsbehandlung verbessert. Umso wichtiger ist eine regelmäßige Anpassung der Leitlinie an die neue Evidenz.“
 
So enthält die überarbeitete Fassung unter anderem Empfehlungen zur Diagnostik, Behandlung und Beratung von Frauen mit erhöhter familiärer bzw. genetischer Belastung. Das Kapitel zur operativen Therapie berücksichtigt moderne Operationsverfahren und geht auf das Vorgehen bei der Entnahme der Lymphknoten in der Achselregion ein: Die Empfehlungen sollen die Radikalität der operativen Maßnahmen senken. Auch in der Strahlentherapie können schonendere Strategien eingesetzt werden, besonders bei Patientinnen im fortgeschrittenen Alter.
 
In der Diagnostik sind ebenfalls neue Empfehlungen zu den bisherigen hinzugekommen: Patientinnen mit hohem Rückfall- bzw. Metastasierungsrisiko wird nun explizit eine computertomographische Untersuchung von Brust- und Bauchraum empfohlen. Außerdem weist die Leitlinie darauf hin, dass der Biomarker Ki67 zu den herkömmlichen Prognosefaktoren hinzugenommen werden kann und dass die Durchführung von Multigen-Tests in bestimmten Situationen sinnvoll sein kann.
 
„Immer mehr Patientinnen wollen selbst etwas zu ihrer Gesundung beitragen. Mittlerweile mehren sich die Beweise dafür, dass mehr körperliche Aktivität und eine Gewichtsreduktion das Rückfallrisiko verringern und das subjektive Wohlbefinden erhöhen können, auch darauf gehen die Leitlinien ein“, ergänzt Prof. Wöckel.
Quelle: Deutsche Krebsgesellschaft
 
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