Sonntag, 25. August 2019
Navigation öffnen

Medizin

22. November 2018 Krebsmedizin: Bund fördert interdisziplinäre Summerschool für Nachwuchswissenschaftler

Das Krukenberg Krebszentrum der halleschen Universitätsmedizin veranstaltet im kommenden Jahr eine hochkarätige, interdisziplinäre Summerschool zum Thema „Onkologische Studien in der Omiks, Bioinformatik und Modellierung Ära“ für Nachwuchswissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Deutschland und dem Ausland.
Anzeige:
Fachinformation
Die fünftägige Veranstaltung (24. bis 28. Juni 2019) wird durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert. Das KKH erhielt gerade den entsprechenden Zuwendungsbescheid. „Wir freuen uns natürlich sehr über diese Ehre, als eine der wenigen Einrichtungen in Deutschland solch eine Summerschool durchführen zu dürfen“, erklärt PD Dr. Haifa Kathrin Al-Ali, Leiterin des Krukenberg Krebszentrums. Es gehe darum, verschiedene Wissenschaftszweige zusammenzubringen, um gemeinsam die Erforschung und die Therapie der Krebsmedizin voranzubringen: „Nur interdisziplinär können wir für einen Fortschritt auf diesem wichtigen Gebiet sorgen.“ Dabei werden die neuesten Erkenntnisse u.a. aus der Bioinformatik, Molekulargenetik, Biologie und Medizin in die Summerschool einfließen. Es werden 20 Nachwuchswissenschaftler aus den verschiedenen Wissenschaftszeigen erwartet, die von international ausgewiesenen Experten aus Deutschland und dem Ausland sowie Experten aus der halleschen Universitätsmedizin und der Martin-Luther-Universität unterrichtet werden.

Mit dem Forschungs- und Förderkonzept „e:Med – Maßnahmen zur Etablierung der Systemmedizin“ will das BMBF die fachübergreifende Vernetzung relevanter Expertisen aus der Klinik, der Grundlagenforschung und Informationswissenschaften fördern, um systematisch Krankheiten zu bekämpfen. Die Summerschools dienen dem Training von Forschungsmethoden, aber auch dem fachlichen Austausch und der interdisziplinären Vernetzung.

Krebserkrankungen sind komplexe Prozesse, die in ihrer Gesamtheit und aus verschiedenen Blickrichtungen betrachtet werden müssen. Gerade durch die rasante Entwicklung etwa der Molekulargenetik oder der Bioinformatik gebe es gerade in der Onkologie die Herausforderungen, die unterschiedlichen Erkenntnisse miteinander zu verknüpfen, um den Patientinnen und Patienten die individuell beste Therapie anbieten zu können. „Wir müssen daher auch bei den Nachwuchswissenschaftlern den Blick auf das Ganze schärfen und traditionelle Handlungs- und Sichtweisen überwinden“, erklärt die hallesche Krebs-Expertin. Dabei werden die Teilnehmer sich auch mit den ethischen Herausforderungen dieser Entwicklungen beschäftigen.

Quelle: Universitätsklinikum Halle (Saale)


Das könnte Sie auch interessieren

Deutsche Bevölkerung hat große Angst vor Krebs und weiß wenig über moderne Krebstherapien

„Vor welcher Krankheit haben Sie persönlich am meisten Angst, dass Sie daran erkranken könnten?“ – Diese Frage stellte das Meinungsforschungsinstitut forsa in einer aktuellen repräsentativen Umfrage. Ergebnis: 57 Prozent der befragten Deutschen nennen Krebs an erster Stelle. Damit führt Krebs das Feld der gefürchtetsten Krankheiten mit großem Abstand an. Wie gleichzeitig ermittelt wurde, hat nur ein Drittel der Befragten* in letzter Zeit...

Vor der Darmspiegelung ist „Abführen an zwei Tagen“ am effektivsten

Vor der Darmspiegelung ist „Abführen an zwei Tagen“ am effektivsten
© Sebastian Kaulitzki / Fotolia.com

Je sauberer der Darm, umso aussagekräftiger ist das Ergebnis einer Darmspiegelung zur Krebsvorsorge. Darauf weisen Experten im Vorfeld des Kongresses Viszeralmedizin 2016 in Hamburg hin. Um den Darm optimal für die „Koloskopie“ vorzubereiten, sollten Patienten auf zwei Tage verteilt eine Poly-Ethylen-Glykol-Lösung (kurz: PEG) als Abführmittel zu sich nehmen, so die Mediziner. Die Darmspiegelung gilt als eines der effektivsten Verfahren der Krebsvorsorge...

Als Krebspatient auf Reisen – hilfreiche Tipps

Als Krebspatient auf Reisen – hilfreiche Tipps
© Jenny Sturm / Fotolia.com

Ein Kurzurlaub in der Therapiepause – das hört sich für viele Betroffene verlockend an. Mal abschalten und die physischen und psychischen Belastungen der Erkrankung vorübergehend hinter sich lassen. Aber: Kann ich das als Krebspatient? Und worauf ist zu achten? Diese und weitere Fragen zum Thema „Reisen mit Krebs“ beantwortet der Krebsinformationsdienst des Deutschen Krebsforschungszentrums täglich von 08:00 Uhr bis 20:00 Uhr telefonisch unter 0800-420...

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"Krebsmedizin: Bund fördert interdisziplinäre Summerschool für Nachwuchswissenschaftler"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der rsmedia GmbH widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.


EHA 2019
  • Subgruppenanalyse der ELIANA- und ENSIGN: Tisagenlecleucel auch bei jungen Patienten mit r/rALL und zytogenetischen Hochrisiko-Anomalien sicher und effektiv
  • Polycythaemia vera: Molekulares Ansprechen korreliert mit vermindertem Thrombose-Risiko und einer Reduktion von Thrombose- und PFS-Ereignissen
  • AML-Therapie 2019: Neue Substanzen im klinischen Einsatz, aber nach wie vor hoher Bedarf an neuen Therapieoptionen
  • Eisenüberladung bei Patienten mit Niedrigrisiko-MDS auch in Pankreas und Knochenmark nachweisbar
  • CML: Switch auf Zweitgenerations-TKIs nach unzureichendem Ansprechen auf Imatinib in der Erstlinie führt zu tieferen molekularen Remissionen
  • FLT3-mutierte AML: Midostaurin wirksam bei allen ELN-Risikoklassen und bei unterschiedlichen Gensignaturen
  • Real-world-Daten: Transfusionsabhängigkeit und Ringsideroblasten bei Niedrigrisiko-MDS assoziiert mit toxischen Eisenspezies und verkürztem Überleben
  • Erstlinientherapie der CML: Nilotinib führt auch im klinischen Alltag zu tieferen molekularen Remissionen als Imatinib
  • Weltweite Umfrage bei Ärzten und Patienten zur ITP-Therapie unterstreicht Zufriedenheit mit Thrombopoetinrezeptor-Agonisten
  • Therapiefreie Remission nach zeitlich begrenzter Zweitlinientherapie mit Eltrombopag bei Patienten mit primärer ITP erscheint möglich