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JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
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27. März 2009

Studie: Erhöhtes Risiko für Ösophaguskarzinom durch heißen Tee?

Das Trinken von dampfend heißem Tee kann laut iranischen Wissenschaftlern das Risiko einer Erkrankung an Speiseröhrenkrebs erhöhen. Das Team um Reza Malekzadeh von der University of Tehran hat nachgewiesen, dass das Trinken von schwarzem Tee mit 70 Grad Celsius oder noch heißer das Krebsrisiko deutlich ansteigen ließ. Experten wie Oliver Childs, ein Sprecher von Cancer Research UK, halten es für denkbar, dass die aktuellen Forschungsergebnisse erklären, warum das Speiseröhrenkrebs-Risiko in manchen nicht-westlichen Populationen höher ist. Das im Westen ziemlich verbreitete Hinzufügen von Milch kühlt den Tee ausreichend ab, so dass kein Risiko mehr besteht. Details der Studie wurden im British Medical Journal veröffentlicht.

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An Speiseröhrenkrebs sterben laut BBC jährlich weltweit mehr als 500.000 Menschen. Die verbreitetste Form der Krankheit ist das orale Plattenepithelkarzinom (OSCC). Tabak und Alkohol sind die Hauptfaktoren, die in Europa und den Ländern Amerikas mit der Entstehung dieser Krankheiten in Zusammenhang gebracht werden. Bisher war jedoch nicht klar, warum auch andere Populationen weltweit über hohe Krankheitszahlen verfügen. Theorien waren davon ausgegangen, dass das regelmäßige Trinken von sehr heißen Getränken zu einer Schädigung der Innenwand der Speiseröhre führen kann.

In der Provinz Golestan im Norden von Iran erkranken im weltweiten Vergleich sehr viele Menschen an OSCC. Die Menschen rauchen und trinken jedoch kaum. Das Trinken von Tee ist jedoch weit verbreitet. Die Wissenschaftler untersuchten die Teetrinkgewohnheiten von 300 Menschen mit OSCC und verglichen diese mit jenen von 570 Personen aus der gleichen Region. Fast alle Teilnehmer tranken regelmäßig schwarzen Tee, durchschnittlich mehr als einen Liter pro Tag. Verglichen mit dem Trinken von warmem oder lauwarmem Tee mit einer Temperatur von 65 Grad oder weniger, stand das Trinken von heißem Tee mit einer Temperatur von 65 bis 69 Grad mit einem um das Achtfache erhöhten Risiko einer Speiseröhrenkrebs-Erkrankung in Zusammenhang.

Ein weiterer wichtiger Faktor war die Geschwindigkeit, mit der der Tee getrunken wurde. Das Trinken einer Tasse Tee in weniger als zwei Minuten direkt nachdem er eingeschenkt wurde, stand mit einem um das Fünfache erhöhten Krebsrisiko in Verbindung, verglichen mit dem Trinken vier oder mehr Minuten nach dem Einschenken. Es gab keinen Zusammenhang zwischen der Menge des getrunkenen Tees und dem Krebsrisiko. Da die Wissenschaftler sich auf die Angaben der Studienteilnehmer zur Temperatur ihres Tees verlassen hatten, maßen sie in einem nächsten Schritt die Temperatur des Tees, der von fast 50.000 Einwohner der gleichen Region getrunken wurde. Die Bandbreichte reichte von weniger als 60 Grad bis über 70 Grad. Die angegebenen Temperaturen und die tatsächlichen Temperaturen stimmten dabei weitgehend überein. (pte)

 
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