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JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
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17. Oktober 2013

REGARD-Studienergebnisse zum fortgeschrittenen Magenkarzinom: Primärer Studienendpunkt erreicht: Verlängerung des Gesamtüberlebens mit Ramucirumab

Die Phase-III-Studie REGARD untersuchte die Wirksamkeit und Sicherheit des Angiogenesehemmers Ramucirumab (IMC-1121B) in der Zweitlinientherapie bei Patienten mit metastasiertem Adenokarzinom des Magens oder des gastroösophagealen Übergangs, deren Erkrankung nach einer Platin- und/oder Fluoropyrimidin-haltigen Kombinations-Erstlinientherapie fortgeschritten war (1,2). Die Resultate zeigen, dass unter der Monotherapie mit Ramucirumab und bestmöglicher supportiver Therapie (BSC) der primäre Studienendpunkt, eine signifikante Verlängerung des Gesamtüberlebens im Vergleich zu BSC plus Placebo, erreicht wurde. Nachgewiesen werden konnte darüber hinaus auch eine signifikante Verringerung des Progressionsrisikos.

Magenkrebs wird häufig erst dann festgestellt, wenn die Erkrankung bereits fortgeschritten ist (3). Die Therapieziele sind in diesem Stadium palliativ, und eine Kombinationschemotherapie ist die bisher einzige verfügbare Option (4,5). Für Patienten, die unter der Erstlinienchemotherapie ein Rezidiv erleiden, ist die Prognose schlecht. In dieser Behandlungssituation kann eine Zweitlinienchemotherapie begonnen oder der Patient im Rahmen einer klinischen Studie mit einer Forschungssubstanz behandelt werden.

Ramucirumab: Neuer angiogenesehemmender Wirkstoff

Eine solche Substanz in Erprobung ist Ramucirumab (IMC-1121B), der von der Europäischen Kommission der Status als Orphan Drug für die Behandlung von Magenkrebs zuerkannt wurde. Der vollständig humane, monoklonale Immunglobulin IgG1-Antikörper erzielt seine Wirkung über die Inhibition der extrazellulären Domäne des VEGF (Vascular Endothelial Growth Factor)-Rezeptors 2, den für die Tumorangiogenese wichtigsten VEGF-Rezeptor (1,2).

In der doppelblinden, internationalen Phase-III-Studie REGARD wurde geprüft, ob Patienten mit metastasiertem Adenokarzinom des Magens oder des gastroösophagealen Übergangs von einer Monotherapie mit Ramucirumab plus BSC gegenüber BSC plus Placebo in der Zweitlinie profitieren können. Einschlusskriterium für die Aufnahme in die Studie war das Versagen einer Platin- oder Fluoropyrimidin-haltigen Kombinationstherapie in der Erstlinie.

Die Studienteilnehmer erhielten im Verhältnis 2 : 1 randomisiert entweder Ramucirumab (8 mg/kg Körpergewicht i. v., alle zwei Wochen; n=238) oder Placebo (n=117), jeweils plus BSC. Primärer Studienendpunkt war das Gesamtüberleben, zu den sekundären Endpunkten zählten u. a. das progressionsfreie Überleben, die Gesamtansprechrate und die Sicherheit.

Ramucirumab erzielte signifikanten Überlebensvorteil

Unter der Behandlung mit dem monoklonalen Antikörper Ramucirumab verlängerte sich die Dauer des progressionsfreien Überlebens im Vergleich zu Placebo hochsignifikant (2,1 versus 1,3 Monate; Hazard Ratio 0,483; 95%-Konfidenzintervall 0,376-0,620; p<0,0001). Diese Verringerung des Krankheitsprogressionsrisikos übersetzte sich auch in ein statistisch signifikant verlängertes Gesamtüberleben (5,2 versus 3,8 Monate; Hazard Ratio 0,776; 95%-Konfidenzintervall 0,603-0,998; p=0,0473). Im Vergleich zu vorherigen Studien traten keine unerwarteten Toxizitäten auf. Damit wurde für beide Endpunkte eine Überlegenheit im Vergleich zu Placebo erzielt. Die häufigsten Nebenwirkungen vom Grad ≥ 3 waren Hypertonie (8% unter Ramucirumab, 3% unter Placebo) und Bauchschmerzen (6% unter Ramucirumab, 3% unter Placebo).

Mit den Ergebnissen der REGARD-Studie liegen die ersten aktuellen Phase-III-Daten zu Ramucirumab vor (2). Für Patienten mit fortgeschrittenem Adenokarzinom des Magens und des gastroösophagealen Übergangs konnte gezeigt werden, dass sie von einer Zweitlinien-Monotherapie mit Ramucirumab nach dem Versagen einer Kombinationschemotherapie in der Erstlinie profitieren können. Damit könnte mit dem monoklonalen Antikörper Ramucirumab eine neue Therapieoption in dieser palliativen Behandlungssituation verfügbar werden.

Auf Basis dieser positiven Phase-III-Studienergebnisse wird aktuell die Zulassung von Ramucirumab in der geprüften Therapiestrategie bei der European Medicines Agency (EMA) und bei der US-amerikanischen Zulassungsbehörde Food and Drug Administration (FDA) beantragt.

Literaturhinweise:
(1) http://clinicaltrials.gov/show/NCT01246960 [zugegriffen am 16.10.2013]
(2) Fuchs CS et al., 2013 Oct 3. doi:10.1016/S0140-6736(13)61719-5. [Epub ahead of print]
(3) http://www.krebsdaten.de/ [zugegriffen am 16.10.2013]
(4) Van Cutsem E et al., 2008, Eur J Cancer 44: 182-194
(5) Okines A et al., 2010, Ann Oncol 21 (Suppl 5): v50-v54

Quelle: Lilly
 
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