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JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
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28. April 2015

Neue Daten zum progressionsfreien Überleben unter AZD9291 beim NSCLC

Auf dem Europäischen Lungenkrebskongress 2015 wurden aktutelle Daten der AURA-Studie zu AZD9291 bei Patienten mit fortgeschrittenem, nicht-kleinzelligem Lungenkrebs (NSCLC) vorgestellt, die sowohl eine aktivierende Mutation des epidermalen Wachstumsfaktor-Rezeptors (EGFRm+) aufweisen als auch eine Resistenz-Mutation T790M+. Die Daten zeigen ein medianes progressionsfreies Überleben (PFS, progression free survival) von 13,5 Monaten (95% Konfidenzintervall [CI] 8,3 Monate bis hin zu "nicht berechenbar" [n. b.]) (1). Dies sind Ergebnisse aus unabhängig überprüften Daten von 63 Patienten mit T790M+ Tumoren, die mit AZD9291 in einer Dosierung von 80 mg täglich behandelt wurden und von denen bisher erst 38% der Patienten eine Tumorprogression aufwiesen.

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Die aktualisierten Daten der unabhängigen Prüfung zeigen ein Gesamtansprechen (OR, objective response = CR+PR) in der 80 mg-Kohorte der T790M+ Patienten unter AZD9291 von 54% (95% CI 41%-67%) und eine mediane Ansprechdauer von 12,4 Monaten (95% CI 8,3 Monate bis n. b.).


AZD9291: Mögliche Behandlungsoption für Patienten mit EGFR-TKI-Resistenz

Anlässlich der European Lung Cancer Conference (ELCC) 2015 in Genf, Schweiz, betonte der Hauptprüfarzt der AURA-Studie, Dr. Pasi A. Jänne Direktor des Lowe Centers für Thoraxonkologie am Dana-Farber Krebsinstitut und Professor für Medizin an der Harvard Medical School, die anhaltende Aktivität von AZD9291, die sich im Patientenansprechen zeigt: "Es gibt aktuell nur wenige Behandlungsoptionen für Patienten mit fortgeschrittenem, EGFRm+ NSCLC, bei denen aufgrund einer zweiten Mutation (T790M+) die Krankheit weiter voran schreitet. Die Therapieoptionen beschränken sich üblicherweise auf Chemotherapie oder eine erneute Anwendung ("Rechallenge") von EGFR-Tyrosinkinase-Inhibitoren. Wenn der Trend für das progressionsfreie Überleben und die Dauer des klinischen Ansprechens durch weitere, reifere Daten der AURA-Studie erhalten bleibt, dürfte dies das Potenzial von AZD9291 als künftige Behandlungsoption bei fortgeschrittenem EGFRm+ NSCLC unterstützen."
AZD9291 ist ein einmal täglich oral einzunehmender, selektiver, irreversibler EGFR-Tyrosinkinase-Hemmer (TKI), der sowohl auf die aktivierenden EGFR-Mutationen, als auch auf die Resistenzmutation T790M abzielt. Die genetische Mutation T790M ist in zwei von drei Fällen verantwortlich für die Resistenz gegenüber einer EGFR-TKI-Behandlung beim fortgeschrittenen EGFRm+ NSCLC. Es gibt aktuell keine Behandlungsoptionen, die speziell bei fortgeschrittenem NSCLC für EGFRm+ Patienten mit T790M Mutation zugelassen sind.

Weitere Behandlungsoptionen für EGFRm Patienten mit NSCLC in der Entwicklung

Antoine Yver, Leiter der Onkologie im Geschäftsbereich Global Medicines Development von AstraZeneca, erläuterte: "Wir setzen alles daran, neue Arzneimittel zu entwickeln, die sich auf die Bereiche mit einem hohen medizinischen Bedarf beim Lungenkrebs konzentrieren und die sich schwerpunktmäßig auf die genetischen Faktoren fokussieren, die der Erkrankung zugrundeliegen. Im Rahmen unseres umfangreichen klinischen Forschungsprogramms untersuchen wir auch das Potenzial von AZD9291 in Frühphasen der Erkrankung und in Kombination mit anderen Substanzen unserer Pipeline, darunter Moleküle aus dem Bereich der Immunonkologie. Mit diesem umfassenden Ansatz verfolgen wir das Ziel, ein breites Spektrum möglicher Behandlungsoptionen für Patienten mit EGFR-mutationspositivem nicht kleinzelligem Lungenkarzinom zu entwickeln."
In der laufenden Phase I/II-Studie AURA wird AZD9291 bei Patienten mit fortgeschrittenem NSCLC und einer Krankheitsprogression unter der Behandlung mit einem EGFR-TKI untersucht. Es wurden 283 Patienten mit fortgeschrittenem, EGFRm+ NSCLC mit in die Studie aufgenommen. Davon hatten 163 Patienten T790M positive Tumoren, die durch Labortests bestätigt wurden (1). Die aktualisierten, bei der ELCC vorgestellten Ergebnisse bauen auf den bereits 2014 bei der European Society for Medical Oncology präsentierten Daten auf (2).
Die häufigsten unerwünschten Ereignisse (UE) bei den mit AZD9291 80 mg behandelten Patienten in den unterschiedlichen Graden waren: Hautausschlag, 38% (0% Grad ≥3) und Durchfall, 36% (1% Grad ≥3). Vom Prüfarzt als behandlungsbezogen eingestufte UE, Grad ≥3, traten bei 14% der Patienten auf.
Von insgesamt mehr als 1.000 Patienten, die AZD9291 über alle Studien hinweg erhielten (Stand: 19. März 2015), wurde bei etwa 2,7% der Patienten von Ereignissen berichtet, die unter "interstitielle Lungenerkrankung" (ILD) eingeordnet wurden (27 Ereignisse): 12 unerwünschte Ereignisse vom Grad 1–2 gemäß der Common Terminology Criteria for Adverse Events (CTCAE); 13 unerwünschte Ereignisse vom Grad ≥3; 2 aktuell nicht eingestuft. Von diesen sind insgesamt 3 Patienten aufgrund von ILD (Grad 5) verstorben.
AstraZeneca untersucht AZD9291 zurzeit auch als First-Line-Behandlung für Patienten mit EGFRm+ NSCLC sowie in Kombination mit MEDI4736 (Anti-PDL1-Immuntherapie), Selumetinib (MEK-Inhibitor) und AZD6094 (MET-Inhibitor) bei NSCLC. Erste Daten werden bei der Jahrestagung 2015 der American Society of Clinical Oncology (ASCO) vorgestellt.

Literaturhinweise:
(1) Jänne PA, et al. A Phase I study of AZD9291 in patients with EGFR-TKI-resistant advanced NSCLC – updated progression-free survival and duration of response data. Vorgestellt bei der Jahrestagung der European Lung Cancer Conference (ELCC), Genf, 15.-18. April 2015.
(2) Yang, J, et al. Updated safety and efficacy from a Phase 1 study of AZD9291 in patients (pts) with EGFR-TKI-resistant non-small cell lung cancer (NSCLC). Vorgestellt bei der Jahrestagung der European Society for Medical Oncology (ESMO), Madrid, 26.-30. September 2014. Abstract verfügbar unter: www.webges.com/cslide/library/esmo/browse/search/bjy#9f9C033w. Zugriff März 2015.

Quelle: AstraZeneca
 
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