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JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
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15. Februar 2013

Nanogele für die Krebstherapie

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert eine neue Nachwuchsgruppe an der Freien Universität Berlin zur Erforschung von sogenannten thermoresponsiven Nanogelen. Dabei handelt es sich um Trägersysteme zum Transport von Wirkstoffen, die etwa in der Krebstherapie eingesetzt werden können. Die Förderung umfasst 2,1 Millionen Euro über die kommenden vier Jahre. Die Nachwuchsgruppe wird von Dr. Marcelo Calderón vom Institut für Chemie und Biochemie der Freien Universität Berlin geleitet.

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Als Nanogele bezeichnet man Netzwerke aus Polymeren in der Größenordnung von einigen Dutzend bis Hundert Nanometern, die als Trägersysteme für den Transport von Wirkstoffen entwickelt worden sind. Ein Nanometer entspricht einem Milliardstel Meter oder einem Millionstel Millimeter. Bisher ist es ein ungelöstes Problem, solche Trägersysteme spezifisch anzureichern und die Wirkstoffe kontrolliert freisetzen zu lassen. Dies ist bedeutsam für die Erhöhung des sogenannten therapeutischen Indexes, der ein Maß für die Sicherheit eines Medikaments ist. Ziel ist es, Medikamente mit verbesserter Wirksamkeit bei geringeren Nebenwirkungen zu entwickeln.

An der Lösung des Problems arbeiten die Wissenschaftler um Nachwuchsgruppenleiter Dr. Marcelo Calderón an der Freien Universität Berlin. Sie wollen neuartige thermoresponsive Nanogele entwickeln, die Wirkstoffe in der Krebstherapie zielgerichtet transportieren und kontrolliert freisetzen. Nach Injektion sollen diese neuartigen Nanotransporter im Blutkreislauf zirkulieren und sich aufgrund ihrer Größe spezifisch im Tumorgewebe anreichern. Durch einen externen Stimulus mit Nahinfrarot-Licht können die verkapselten Wirkstoffmoleküle - etwa Chemotherapeutika - selektiv und ortsgenau freigesetzt werden. Dies soll die Gefahr von Nebenwirkungen verringern und den Wirkstoff mit einem kontrollierten Zeit-Dosis-Profil freisetzen.

Die Nachwuchsgruppe wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung in der Förderlinie „NanoMatFutur“ unterstützt, die auf neue Nano- und Werkstofftechnologien zielt.

Quelle: Freie Universität Berlin
 
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