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22. September 2017

Metastasiertes Nierenzellkarzinom: Gute Ansprechraten für Lenvatinib plus Pembrolizumab

Gerade wurden die Zwischenergebnisse der Kohorte mit metastasiertem Nierenzellkarzinom aus Studie 111 mit Lenvatinib (Kisplyx®) in Kombination mit der Anti-PD-1-Therapie Pembrolizumab (KEYTRUDA®) bekannt gegeben. Die Ergebnisse zeigen, dass sich mit der Kombination eine bestätigte objektive Ansprechrate (objective response rate, ORR) von 63% (95%-KI: 44-80) in Woche 24 erreichen ließ, und die Krankheitskontrollrate (disease control rate (DCR), vollständiges Ansprechen (complete response, CR) + partielles Ansprechen (partial response, PR) + stabile Erkrankung (stable disease, SD)), ein sekundärer Endpunkt, bei 96% lag (einschließlich 33% SD (n=10)) (1). Es wurden keine neuen Sicherheitssignale festgestellt und Toxizitäten wurden mit supportiven Medikamenten, Dosisunterbrechungen/-reduktionen oder Behandlungsabbrüchen therapiert (1). Diese Ergebnisse wurden in einer mündlichen Präsentation (Abstract Nr. 847O) auf dem ESMO-Kongress 2017 in Madrid, Spanien vorgestellt.
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Bei Studie 111 handelt es sich um eine Phase-Ib/II-Studie, die das Potenzial einer Kombinationstherapie mit Lenvatinib und Pembrolizumab an Patienten mit ausgewählten soliden Tumoren untersucht. Die auf dem ESMO-Kongress 2017 berichteten Zwischenergebnisse stammen aus einer Kohorte mit sowohl behandlungsnaiven als auch vorbehandelten Patienten mit metastasiertem klarzelligem Nierenzellkarzinom (n=30) (1). Lenvatinib und Pembrolizumab sind derzeit nicht für diese kombinierte Anwendung zugelassen.

„Die beobachtete Wirksamkeit in der Kohorte mit metastasiertem Nierenzellkarzinom aus Studie 111, insbesondere die Ansprechrate von 83% der behandlungsnaiven Patienten, liefert einen klinischen Nachweis der Anti-Tumor-Aktivität von Lenvatinib in Kombination mit Pembrolizumab beim Nierenzellkarzinom“, sagte Chung-Han Lee, MD, PhD, Memorial Sloan Kettering Cancer Centre, New York, USA, und leitender Prüfarzt. „Diese Daten sind ermutigend, und wir versuchen nun, weitere Patienten in die CLEAR-Studie einzuschließen. Diese ist eine Phase-III-Studie zur Beurteilung der Kombination dieses Tyrosin-Kinase-Inhibitors mit der Anti-PD-1-Therapie an zuvor unbehandelten Patienten mit metastasiertem Nierenzellkarzinom. Weiterhin soll diese Studie zu einem besseren Verständnis verhelfen, wie sich diese Ergebnisse möglicherweise auf eine größere Patientengruppe mit dieser Krebsart übertragen lassen.“

Die bestätigte objektive Ansprechrate in Woche 24, der primäre Endpunkt der Studie, lag bei 63% (95%-KI: 44-80), basierend auf der Prüfarzt-Bewertung anhand der irRECIST-Kriterien (immune-related RECIST) (1). Zu den sekundären Endpunkten zählen die ORR (nach Woche 24 bestimmt), das progressionsfreie Überleben (progression-free survival, PFS), die Dauer des Ansprechens (duration of response, DOR) sowie die Sicherheit und Verträglichkeit (1). Die nach Woche 24 bestimmte ORR blieb gegenüber der in Woche 24 bestimmten ORR unverändert. Es wurde weder das mediane PFS nach einer Nachbeobachtungszeit von 9,7 Monaten (95%-KI: 9,7-NE) erreicht, noch die mediane DOR (95%-KI: 8,4-NE). Die häufigsten unter der Behandlung aufgetretenen unerwünschten Ereignisse jeglichen Schweregrades (treatment-emergent adverse events, TEAEs) für das Kombinationsregime waren Diarrhö, Fatigue, Hypothyreoidismus, Stomatitis, Nausea und Hypertonie.

Bei der Auswertung in Hinblick auf die Behandlungslinie lag die ORR bei 83% (95%-KI: 52-98) für zuvor unbehandelte Patienten (n=12), die DCR bei 100% (83% PR (n=10); 17% SD (n=2)). Die mediane DOR wurde nicht erreicht (95%-KI: 10,3-NE). Bei vorbehandelten Patienten (n=18) lag die ORR bei 50% (95%-KI: 26-74), die DCR bei 94% (50% PR (n=9); 44% SD (n=8)). Die mediane DOR betrug 8,5 Monate (95%-KI: 3,5-NE).

Bei der Auswertung nach PD-L1-Status lag die ORR für Patienten mit negativem PD-L1-Status (n=14) bei 71% (95%-KI: 42-92), die DCR bei 100% (71% PR (n=10); 29% SD (n=4)). Die mediane DOR wurde nicht erreicht (95%-KI: 8,4-NE). Bei Patienten mit positivem PD-L1-Status (n=12) lag die ORR bei 58% (95%-KI: 28-85), die DCR bei 91% (58% PR (n=7); 33% SD (n=4)). Die mediane DOR betrug 10,3 Monate (95%-KI: 3,5-10,3).

„Die Ergebnisse aus dieser zweiten Kohorte aus Studie 111 für Lenvatinib in Kombination mit Pembrolizumab sind durch die hohen Ansprechraten bei Patienten mit schwer zu behandelndem Krebs im metastasiertem Stadium sehr ermutigend“, so Gary Hendler, Chairman und CEO EMEA, Chief Commercial Officer, Oncology Business Group von Eisai. „Diese klinischen Daten unterstreichen zusätzlich zu den Daten aus der Kohorte mit metastasiertem Endometriumkarzinom, die früher in diesem Jahr vorgestellt wurden, die Bedeutung von Lenvatinib als Behandlungsoption und sein Potenzial in Kombinationsregimes bei zahlreichen Tumortypen.“

Die Phase-III-Studie CLEAR (NCT02811861) zur Beurteilung von Lenvatinib mit Pembrolizumab und Lenvatinib mit Everolimus versus Sunitinib als Erstlinientherapie von Patienten mit metastasiertem Nierenzellkarzinom schließt derzeit Patienten ein.
Eisai
Literatur:
(1) Lee C-H, et al. A Phase 1b/2 Trial of Lenvatinib Plus Pembrolizumab in Patients with Renal Cell Carcinoma. European Society for Medical Oncology annual meeting 2017; Abstract No. 847O.
 
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