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05. Mai 2014

Fortgeschrittenes oder metastasiertes Magenkarzinom: US-Zulassung für Ramucirumab

Wie das Unternehmen Lilly bekanntgab, hat die amerikanische Arzneimittelbehörde FDA (Food and Drug Administration) CYRAMZATM (Ramucirumab) für die Behandlung von Patienten mit fortgeschrittenem oder metastasiertem Adenokarzinom des Magens oder des gastroösophagealen Übergangs zugelassen, bei denen es während oder nach der Behandlung mit einer Fluoropyrimidin- oder Platin-haltigen Chemotherapie zur Progression der Erkrankung gekommen ist (1). Mit CYRAMZATM wird erstmals eine von der FDA zugelassene Behandlungsoption für die Palliativtherapie des Magenkarzinoms in der Zweitlinie in den USA verfügbar.

Im Vergleich zu anderen Krebserkrankungen ist die Prognose für Patienten mit Magenkarzinom eher ungünstig: Die relative 5-Jahres-Überlebensrate beträgt in Deutschland nur etwa 33% (2). Hierzulande erkranken jedes Jahr mehr als 15.000 Menschen neu an Magenkrebs. Typischerweise treten Magenkarzinome eher bei älteren Menschen auf, das mittlere Erkrankungsalter beträgt bei Männern 71 Jahre und bei Frauen 75 Jahre.

Zulassungsstudie REGARD

CYRAMZATM wurde von der FDA auf Basis der Ergebnisse der placebokontrollierten, doppelblinden, internationalen Phase-III-Studie REGARD zugelassen (3). In REGARD wurde geprüft, ob Patienten mit metastasiertem Adenokarzinom des Magens oder des gastroösophagealen Übergangs von einer Monotherapie mit Ramucirumab plus bestmöglicher supportiver Therapie (BSC = Best Supportive Care) im Vergleich zu Placebo plus BSC in der Zweitlinie profitieren können. Einschlusskriterium für die Aufnahme in die Studie war das Versagen einer Platin- oder Fluoropyrimidin-haltigen Kombinationstherapie in der Erstlinie. Die Studienteilnehmer erhielten im Verhältnis 2 : 1 randomisiert entweder Ramucirumab (8 mg/kg Körpergewicht i. v., alle zwei Wochen; n=238) oder Placebo (n=117), jeweils plus BSC. Primärer Studienendpunkt war das Gesamtüberleben, zu den sekundären Endpunkten zählten u. a. das progressionsfreie Überleben, die Gesamtansprechrate und die Sicherheit.

Signifikant verlängertes Gesamtüberleben

Unter der Behandlung mit Ramucirumab betrug das mediane Gesamtüberleben 5,2 Monate, im Kontrollarm 3,8 Monate (Hazard Ratio 0,776; 95%-Konfidenzintervall 0,603-0,998; p=0,047). Zudem wurde unter dem Antikörper im Vergleich zu Placebo eine 62%ige Verlängerung des medianen progressionsfreien Überlebens erzielt (2,1 versus 1,3 Monate; Hazard Ratio 0,48; 95%-Konfidenzintervall 0,38-0,62; p<0,001). Damit ist REGARD die erste Phase-III-Studie, in der bei Patienten mit fortgeschrittenem Magenkarzinom mit einem biologischen Wirkstoff eine Verlängerung des Gesamtüberlebens und des progressionsfreien Überlebens nach dem Versagen einer Kombinations-Chemotherapie in der Erstlinie erreicht wurde.

Die häufigsten unerwünschten Wirkungen waren Hypertonie (16% unter Ramucirumab, 8% unter Placebo) und Diarrhö (14% versus 9%). Als schwere Nebenwirkungen wurden Anämie und intestinale Obstruktion beobachtet. Weitere unerwünschte Wirkungen von Ramucirumab sind infusionsbedingte Reaktionen, arterielle Thrombosen und ein erhöhtes Risiko für Blutungen, auf das in den USA mit einer hervorgehobenen Warnung im Beipackzettel hingewiesen wird.

"Für Patienten mit Magenkarzinom besteht ein großer Bedarf an neuen Behandlungsoptionen", so Dr. Martina Witzel, Direktorin Lilly Onkologie Deutschland. "Bislang gab es keine von der FDA zugelassenen Therapien für die Palliativbehandlung in der Zweitlinie. Wir freuen uns daher sehr über die US-amerikanische Zulassung von CYRAMZATM. Sie bringt für Patienten mit dieser aggressiven, schwer zu behandelnden Erkrankung einen bedeutenden Fortschritt."

CYRAMZATM (Ramucirumab) ist ein vollständig humaner, monoklonaler Immunglobulin IgG1-Antikörper, der sich spezifisch gegen die extrazelluläre Domäne des VEGF (Vascular Endothelial Growth Factor)-Rezeptors 2 richtet. Der VEGF-Rezeptor 2 gilt als wichtigster Mediator sowohl der physiologischen als auch der pathologischen Angiogenese (4,5).

Auch in der Phase-III-Studie RAINBOW hat der Angiogenesehemmer im Zweitliniensetting den primären Studienendpunkt erreicht: Unter Paclitaxel plus Ramucirumab wurde im Vergleich zu Paclitaxel plus Placebo bei Patienten mit fortgeschrittenem Adenokarzinom des Magens oder des gastroösophagealen Übergangs eine signifikante Verlängerung des Gesamtüberlebens und eine signifikante Verringerung des Progressionsrisikos erzielt (6).

Literaturhinweise:
(1) http://www.fda.gov/NewsEvents/Newsroom/PressAnnouncements/ucm394107.htm [zugegriffen am 25.04.2014]
(2)  www.rki.de/Krebs/DE/Content/Publikationen/Krebs_in_Deutschland/kid_2013
(3) Fuchs CS et al., 2014, Lancet 383: 31–39
(4) Shibuya M, 2008, BMB Rep 41: 278–286
(5) Spratlin J, 2011, Curr Oncol Rep 13: 97–102
(6) Wilke H et al., 2014, J Clin Oncol 32 (Suppl 3): Abstract LBA7

Quelle: Lilly
 
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