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JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
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18. Oktober 2016

Fortgeschrittenes Melanom: Langzeitüberlebensvorteil durch Dabrafenib und Trametinib

In der aktuellen 3-Jahres-Follow-up-Analyse der COMBI-v-Studie lebten noch 45% der mit  Dabrafenib (Tafinlar®) und Trametinib (Mekinist®) behandelten Melanom-Patienten gegenüber 31% der Patienten unter BRAFa-Inhibitor-Monotherapie (1). Diese Daten sind konsistent mit den 3-Jahres-Überlebensdaten der Phase-III-Studie COMBI-d; hier waren 44% der mit Dabrafenib und Trametinib behandelten Patienten nach 3 Jahren noch am Leben (1, 2). Insbesondere die Subgruppe der Patienten mit normaler LDHb und weniger als 3 betroffenen Organen konnte von Dabrafenib und Trametinib profitieren; 70% dieser Patienten waren nach 3 Jahren noch am Leben (1).
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Anlässlich der diesjährigen Jahrestagung der European Society for Medical Oncology (ESMO) in Kopenhagen wurden aktuelle Follow-up-Daten der Phase-III-Studie COMBI-v vorgestellt. Diese zeigen ein überlegenes Gesamtüberleben (Overall Survival = OS) sowie progressionsfreies Überleben (Progression Free Survival = PFS) bei erwachsenen Patienten mit nicht-resezierbarem oder metastasiertem Melanom mit einer BRAF-V600-Mutation, welche in der Erstlinie eine Kombinationstherapie mit Dabrafenib und Trametinib anstelle einer Vemurafenib-Monotherapie erhielten (1). Die COMBI-v-Studie, an der 704 Patienten teilnahmen, ist damit die zweite Phase-III-Studie, bei der im 3-Jahres-Follow-up ein Vorteil bezüglich des Gesamtüberlebens für die Kombinationstherapie gezeigt werden konnte (1,2).

Die 3-Jahres-Überlebensrate lag in der aktuellen Analyse der COMBI-v-Studie bei 45% der Patienten, die mit einer Kombinationstherapie aus Tafinlar® und Mekinist® behandelt wurden (95%-Konfidenzintervall (KI), 39,1–49,8%) im Vergleich zu 31% unter der Vemurafenib-Monotherapie (95%-KI 26,1–36,4%) (1). Mit 45% sind die Ergebnisse der COMBI-v-Studie konsistent mit den beim diesjährigen ASCO präsentierten Ergebnissen zum 3-Jahres-Überleben aus der COMBI-d-Studie (2). In der COMBI-d-Studie waren 44% der Patienten nach 3 Jahren noch am Leben (2).

Nachdem die COMBI-v-Studie zu einem früheren Zeitpunkt bereits ein signifikant verlängertes Gesamtüberleben durch die Kombinationstherapie gezeigt hatte, waren 34 Patienten vom Monotherapie-Arm zur Kombinationstherapie gewechselt (1). Die geschätzte 3-Jahres-Rate für das progressionsfreie Überleben lag bei 24% für den Kombinationstherapie-Arm (95%-KI 19,4–28,8%) und 10% unter Vemurafenib-Monotherapie (95%-KI 5,9–14,5%) (1).

Die Subgruppenanalyse der COMBI-v-Studie zeigte, dass mit einem 3-Jahres-Überleben von 70% unter Dabrafenib und Trametinib, verglichen mit 46% unter Vemurafenib, insbesondere die Patienten mit normaler LDH und weniger als 3 betroffenen Organen von der Therapie profitieren konnten.

"Die Ergebnisse zum Langzeitüberleben der 3-Jahres-Analyse der COMBI-v-Studie sind konsistent zu den bereits bekannten Daten", so Dr. Peter Mohr, Chefarzt an der Klinik für Dermatologie, Elbe Klinikum Buxtehude. "45% der Patienten mit fortgeschrittenem, BRAF-V600-mutiertem Melanom, die Firstline mit Dabrafenib und Trametinib behandelt wurden, sind nach 3 Jahren noch am Leben. Bemerkenswert ist, dass 49% dieser Patienten noch auf Therapie mit Dabrafenib und Trametinib sind. Die neu präsentierten Ergebnisse zeigen zudem, dass insbesondere die Subgruppe der Patienten mit normaler LDH und weniger als 3 betroffenen Organen vom frühen Einsatz der Therapie profitieren, mit 70% leben 7 von 10 Patienten nach 3 Jahren. Das sind ermutigende, neue Ergebnisse für unsere Patienten, die zeigen, dass ein Langzeitüberleben unter zielgerichteter Therapie für Patienten mit fortgeschrittenem Melanom möglich ist und das bei einer hohen Lebensqualität."

Die Ergebnisse zur Sicherheit waren vergleichbar mit denen, die bisher mit der Kombination bzw. Vemurafenib beobachtet wurden; es traten keine neuen sicherheitsrelevanten Ereignisse auf (1).

Empfehlung für Dabrafenib und Trametinib in den neuen S3-Leitlinien (3)
 
Die Therapie mit Dabrafenib und Trametinib  wird in den neuen S3-Leitlinien mit dem höchsten Empfehlungsgrad A für die Behandlung von Patienten mit BRAF-V-600 mutiertem, fortgeschrittenem Melanom empfohlen. Bei der Behandlung dieses Patientenkollektivs soll, gemäß der neuen Leitlinie, eine Therapie mit einem BRAF-Inhibitor in Kombination mit einem MEK-Inhibitor oder eine Checkpoint-Inhibitor-Therapie durchgeführt werden. Weiterführende Informationen finden Sie unter www.leben-mit-hautkrebs.de.

a: Rat fibrosarcoma, Isoform B; rapidly accelerated fibrosarcoma Isoform B; v-Raf murine sarcoma viral oncogene homolog B1
b: LDH = Laktatdehydrogenase
Novartis
Literatur:
(1) Robert C, Karaszewska b, Schachter J et al. Three-year estimate of overall survival in COMBI-v, a randomized phase 3 study evaluating first-line dabrafenib (D) + trametinib (T) in patients (pts) with unresectable or metastatic BRAF V600E/K-mutant cutaneous melanoma. 2016 European Society of Medical Oncology (ESMO) Annual Meeting, Kopenhagen, Dänemark. Abstract #LBA40. Präsentation.
(2) Flaherty KT. Genomic Analysis and 3-Year Efficacy and Safety Update of COMBI-d, a phase 3 study of dabrafenib + trametinib vs. dabrafenib monotherapy in patients with unresectable or metastatic BRAF V600E/K-mutant cutaneous melanoma. 2016 American Society of Clinical Oncology (ASCO) Annual Meeting, Chicago, IL, USA. Abstract #9502. Präsentation.
(3) S3-Leitlinie zur Diagnostik, Therapie und Nachsorge des Melanoms, Stand: 31.07.2016.http://www.awmf.org/uploads/tx_szleitlinien/032-024OLl_S3_Melanom_2016-08.pdf. Letzter Zugriff:12.10.2016.
 
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