Dienstag, 17. Oktober 2017
Benutzername
Passwort
Registrieren
Passwort vergessen?

Home
e-journal
Der Aktuelle Fall
CME online
News
Gesundheitspolitik
Fachgesellschaften
Therapiealgorithmen
Videos
Veranstaltungen
Broschüren


Suche
Archiv
Buchbestellung
Newsletter
Probe-Abo
Impressum


journalmed.de


Anzeige:
 
 
Anzeige:
 
 

JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
Zurück
Zurück
E-Mail
Email
Drucken
Drucken
Zum Bewerten bitte anmelden!
01. April 2015

Erstlinientherapie des metastasierten Pankreaskarzinoms: nab-Paclitaxel + Gemcitabin - ein etablierter Standard

Die Kombination Abraxane® (nab-Paclitaxel) + Gemcitabin gilt als neuer Standard für die Erstlinienbehandlung von Patienten mit metastasiertem Pankreaskarzinom. In der Zulassungsstudie verlängerte nab-Paclitaxel + Gemcitabin gegenüber der Gemcitabin-Monotherapie die mediane Gesamtüberlebenszeit um 31,8%. Die 2-Jahres-Überlebensrate konnte verdoppelt werden (1).  Zudem entwickelt sich die Kombination nab-Paclitaxel + Gemcitabin aufgrund des Verträglichkeitsprofils zu einem Chemotherapie-Backbone für innovative Therapiekonzepte in Studien.

Anzeige:
 
 

Patienten mit Pankreaskarzinom haben in der Regel eine sehr ungünstige Prognose, erläuterte Prof. Thomas Seufferlein, Universitätsklinikum Ulm. Der Tumor, der in der Regel frühzeitig Mikrometastasen ausbildet, wird meist erst im metastasierten Stadium diagnostiziert. Nur eine Minderheit der Patienten, so Seufferlein, überlebt fünf Jahre ab der Erstdiagnose. Mit der Kombination nab-Paclitaxel + Gemcitabin steht seit gut einem Jahr eine wirksame Erstlinientherapie zur Verfügung, die auch von Patienten mit eingeschränktem Allgemeinzustand vergleichsweise gut vertragen wird. Abraxane® ist in Kombination mit Gemcitabin derzeit die einzige uneingeschränkt für die Erstlinientherapie des metastasierten Pankreaskarzinoms zugelassene Substanz.

Signifikanter Überlebensvorteil auch in Subgruppen bestätigt

In der Zulassungsstudie MPACT (2) erreichte die Kombination nab-Paclitaxel + Gemcitabin bei Patienten mit metastasiertem Pankreaskarzinom und zum Teil (~40%) reduziertem Allgemeinzustand (KPS 70-80%) einen statistisch signifikanten medianen Überlebensvorteil gegenüber der Gemcitabin-Monotherapie (8,7 vs. 6,6 Monate) und reduzierte das relative Sterberisiko damit um 28% (HR 0,72; p<0,001) (1). Etwa 35% der Patienten überlebten unter nab-Paclitaxel mindestens ein Jahr. Nach zwei Jahren waren mit 10% noch doppelt so viele Patienten am Leben wie unter der Gemcitabin-Monotherapie. Das ist ein deutlicher prognostischer Fortschritt, betonte PD Dr. Helmut Oettle, niedergelassener Internist und Hämato-Onkologe aus Friedrichshafen.

Die weitere Subgruppenanalyse zeigt, so Oettle weiter, besonders deutliche Vorteile für die Patienten mit schlechterem Allgemeinzustand (KPS 70-80%) - hier erreichte nab-Paclitaxel eine Verlängerung der medianen Überlebenszeit (HR 0,59; p<0,0001) - sowie für die Patienten mit Lebermetastasen (HR 0,71; p<0,0001) und jene mit mehr als drei Metastasenlokalisationen (HR 0,51; p=0,0012) (3). Aktuelle Daten vom diesjährigen ASCO-GI4 zeigen, dass auch mediane Überlebenszeiten im zweistelligen Bereich möglich sind. So überlebte die Subgruppe der Patienten aus Kanada unter nab-Paclitaxel + Gemcitabin median 11,9 Monate versus median 7,1 Monate im Kontrollarm mit Gemcitabin alleine (HR 0,76; p=0,373).

Abraxane® ist breit einsetzbar

Wichtig ist laut Oettle neben der guten Wirksamkeit, dass die Kombination mit nab-Paclitaxel bei einem breiten Spektrum an Patienten eingesetzt werden kann und daher als der neue Standard für die Erstlinienbehandlung bei metastasiertem Pankreaskarzinom gilt. Das Nebenwirkungsspektrum sei gegenüber der Gemcitabin-Monotherapie nicht klinisch relevant erhöht. Wie von den Taxanen bekannt, kann es zur Ausbildung peripherer Neuropathien kommen, die sich aber erfahrungsgemäß, so Oettle, schnell zurückbilden. Die Zukunft sehen beide Experten darin, die Zweierkombination mit nab-Paclitaxel + Gemcitabin um eine dritte Substanz zu erweitern. In der klinischen Entwicklung befinden sich zahlreiche zielgerichtete Substanzen, für die nab-Paclitaxel bzw. die Kombination nab-Paclitaxel + Gemcitabin aufgrund des Verträglichkeitsprofils ein wichtiger Therapie-Backbone ist. Schon heute zeigt die klinische Erfahrung, dass Patienten, die gut auf nab-Paclitaxel + Gemcitabin ansprechen, vergleichsweise lange profitieren können. In einer kleineren Untersuchung überlebten die Patienten mit metabolischer Komplettremission im PET-CT median gut 20 Monate und damit fast doppelt so lange wie jene mit metabolisch inkomplettem Ansprechen (5).

Patientierte nab®-Technologie hat wichtige Vorteile

Das besondere an Abraxane® ist laut Seufferlein die innovative nab®-Technologie (nanoparticle albumin-bound), die es ermöglicht schlecht wasserlösliche Substanzen, wie zum Beispiel die Taxane, durch die Bindung an Albumin-Nanopartikel in Lösung zu bringen und so auf den Einsatz von Lösungsmitteln zu verzichten. Albumin ist darüber hinaus ein wichtiges Transporteiweiß im Blut, das wasserunlösliche Moleküle in das jeweilige Zielgewebe bringt. Albumin ist damit ein natürlicher Transporter, der die Wirksubstanz, das Paclitaxel, gezielt zum Tumorgewebe transportiert, indem es sich bevorzugt im Interstitium von Tumoren anreichert. Einen dritten wichtigen Vorteil sieht Seufferlein darin, dass nab-Paclitaxel das sehr dichte und schlecht vaskularisierte Bindegewebe des Pankreaskarzinoms substanziell verändert und für zytotoxische Substanzen zugänglicher macht.

Literaturhinweise:
(1) Goldstein D et al. J Natl Cancer Inst. 2015; 107(2) pii: dju413.
(2) von Hoff DD et al. N Engl J Med 2013;369:1691-1703.
(3) Goldstein D et al. ASCO GI 2014, Abstract #178.
(4) Tehfe M et al. ASCO-GI 2015, J Clin Oncol. 2015; 33 (Suppl 3): #439.
(5) Von Hoff DD et al. J Clin Oncol 2011;29:4548-4554.

Quelle: Celgene
 
Zurück
Zurück
E-Mail
Email
Drucken
Drucken
Zum Bewerten bitte anmelden!



Anzeige:
 
 
Anzeige:
 
 
 
 
Themen
CUP
CML
NET
Nutzen Sie auch die Inhalte von journalmed.de, um sich zu Informieren.
Mediadaten
Hilfe
Copyright © 2014 rs media GmbH. All rights reserved.
Kontakt
Datenschutz
AGB
Fakten über Krebs