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JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
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29. September 2014

ESMO 2014: Eribulin bietet klinischen Nutzen ohne Beeinträchtigung der Lebensqualität

Die Daten dreier Poster, die beim diesjährigen Jahreskongress der ESMO (European Society for Medical Oncology) 2014 vorgestellt wurden, liefern weitere Evidenz zum Wirksamkeits- und Lebensqualitäts(quality of life, QOL)-Profil von Halaven® (Eribulin) in der Behandlung des lokal fortgeschrittenen oder metastasierten Brustkrebses.

Die Ergebnisse einer gepoolten Analyse von Daten aus zwei zulassungsrelevanten Phase-III-Studien, EMBRACE (Eisai Metastatic Breast Cancer Study Assessing Treatment of Physician's Choice [TPC] Versus Eribulin E7389) und Studie 301, zeigen, dass die Anwendung von Eribulin nach mindestens einer vorangegangenen Chemotherapie bei Patientinnen mit lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem Brustkrebs im Vergleich zu anderen Standardtherapien zu einer signifikanten Verlängerung des Gesamtüberlebens (overall survival, OS) führt. Dieser OS-Vorteil wurde bei Brustkrebspatientinnen mit negativem Status des humanen epidermalen Wachstumsfaktorrezeptors 2 (HER2), mit positivem Hormonrezeptor (HR)-Status sowie mit negativem HR-Status, mit dreifach negativem Brustkrebs (triple negative breast cancer, TNBC) beobachtet. Bei Patientinnen mit HER2-positivem metastasiertem Brustkrebs waren die Unterschiede zwischen den Therapien nicht statistisch signifikant.

"Der metastasierte Brustkrebs kann als besonders schwere Erkrankung die Lebensqualität und die Lebenserwartung erheblich beeinträchtigen. Für viele Frauen mit fortgeschrittenem Brustkrebs wird die Lebensqualität zum entscheidenden Faktor bei der Abwägung der verfügbaren Behandlungsoptionen. Behandlungsoptionen, die das Leben verlängern können, ohne die Lebensqualität zu beeinträchtigen, bedeuten, dass die Patientinnen die zusätzliche Zeit mit ihren Lieben genießen können", sagt Dr. Chris Twelves, Professor für klinische Krebspharmakologie und Onkologie und Honorary Consultant für Medizinische Onkologie an der Universität Leeds und am St James’s Institute of Oncology in Leeds, Großbritannien.

Im Rahmen der Studie 301 wurde mithilfe des Fragebogens 30 zur Lebensqualität der European Organisation for Research and Treatment of Cancer Quality of Life (EORTC QOLQ-C3) die gesundheitsbezogene Lebensqualität (health-related quality of life, HRQOL) ermittelt. Im Rahmen dieser Post-hoc-Analysen zur Ermittlung der Auswirkungen der Behandlung mit Eribulin bzw. Capecitabin, blieben bei mehr als drei Viertel der Patientinnen der allgemeine Gesundheitszustand bzw. die Lebensqualität im Studienzeitraum gleich oder verbesserten sich, wobei kein signifikanter Unterschied zwischen den Gruppen bestand. Allerdings kam es unter Capecitabin bei einem signifikant größeren Anteil der Patientinnen zu einer klinisch bedeutsamen Verschlechterung von Übelkeit/Erbrechen und Durchfall als unter Eribulin, was ein günstigeres Nebenwirkungsprofil von Eribulin im Vergleich zu Capecitabin nahelegt.

In einem anderen Poster wird der Einfluss der Brustkrebstherapie auf die Nutzwerte der Lebensqualität bei Tumorremission und Tumorprogression analysiert. Eine Tumorremission gegenüber Studienbeginn war unter Eribulin sowie unter Capecitabin mit einer Verbesserung der Lebensqualität assoziiert. Allerdings war eine Tumorprogression gegenüber Studienbeginn mit einer Verschlechterung der QOL assoziiert. Folgende Toxizitäten waren mit einer statistisch signifikanten Verschlechterung der QOL im Vergleich zu Patientinnen ohne Auftreten dieser Toxizitäten assoziiert: Übelkeit, Müdigkeit/Asthenie und Dyspnoe (Atemnot).

"Die Lebensqualität ist bei Patientinnen mit metastasiertem Brustkrebs ein wichtiger zu berücksichtigender Aspekt. Insgesamt zeigen diese Daten, dass Eribulin im Großen und Ganzen ähnliche Auswirkungen auf die Lebensqualität hat wie Capecitabin. Festzuhalten ist hierbei jedoch der günstige Einfluss von Eribulin auf Übelkeit, Erbrechen und Durchfall - unerwünschte Ereignisse, die sowohl für die Patientinnen  als auch für ihre Ärzte oft Anlass zur Sorge sind", so Galina Velikova, Consultant für Medizinische Onkologie und Professorin für Psychoonkologie und Medizinische Onkologie an der Universität Leeds, Großbritannien.
Insgesamt werden bzw. wurden beim ESMO-Kongress 2014 acht Abstracts zu Eribulin vorgestellt.

Eribulin erhielt von der Europäischen Kommission erstmals 2011 die Genehmigung für das Inverkehrbringen (MAA). Die 2014 erteilte Marktzulassung für Europa umfasst die Behandlung von Patientinnen mit lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem Brustkrebs, bei denen nach Anwendung von mindestens einer Chemotherapie zur Behandlung der fortgeschrittenen Erkrankung eine weitere Progression eingetreten ist. Die adjuvant oder nach einer Metastasierung angewendeten Vortherapien sollten ein Anthrazyklin und ein Taxan enthalten haben, es sei denn, diese Behandlungen waren für die Patientin ungeeignet. Die Zulassung von Eribulin basiert auf klinischen Daten aus zwei weltweiten Phase-III-Studien: EMBRACE (Eisai Metastatic Breast Cancer Study Assessing Treatment of Physician's Choice Versus Eribulin) und Studie 301.

"Wir wollen das volle Potenzial von Eribulin bei fortgeschrittenem Brustkrebs erforschen. Diese Patientinnen benötigen wirksame Therapieoptionen, die es ihnen erlauben, wertvolle Zeit mit Ihren Angehörigen und Freunden zu verbringen. Die bei diesem wichtigen Kongress vorgestellten Daten liefern weitere Belege dafür, dass Eribulin hierzu einen wichtigen Beitrag leisten kann", so Gary Hendler, Präsident und CEO von Eisai EMEA sowie Präsident der Geschäftseinheit Onkologie von Eisai.

Eisai widmet sich der Erforschung, Entwicklung und Bereitstellung innovativer Krebstherapien, die eine relevante Verbesserung im Leben der Patientinnen und ihrer Familien bewirken können. Das leidenschaftliche Interesse am Menschen ist Teil von Eisais Unternehmensphilosophie human health care (hhc), die zum Ziel hat, ein besseres Verständnis für die Bedürfnisse von Patienten und deren Familien zu entwickeln und so deren Lebensqualität zu verbessern.

Literaturhinweise:
Twelves C et al. Efficacy of eribulin in a second-line or later setting in patients (pts) with metastatic breast cancer (MBC): a pooled analysis. Presented at ESMO 2014. Abstract #393
Hudgens S, et al. Impact of treatment with eribulin (ERI0 or capecitabine (CAP) for metastatic breast cancer (MBC) on EQ-5D utility derived from EORTC QLQ-C30. Presented at ESMO. Abstract #1046P
Velikova G et al. Health-related quality of life (HRQOL) and disease symptoms in patients (pts) with locally ad-vanced or metastatic breast cancer (MBC) treated with eribulin (ERI) or capecitabine (CAP) in a post anthracy-cline and taxane setting. Presented at ESMO. Abstract #392P
SPC Halaven (updated July 2014). Available at:
http://www.medicines.org.uk/emc/medicine/24382/SPC/Halaven+0.44+mg+ml+solution+for+injection/ Accessed: September 2014
Cortes J et al. Eribulin monotherapy versus treatment of physician's choice in patients with metastatic breast cancer (EMBRACE): a phase 3 open-label randomised study. The Lancet. 2011;377:914-923
Kaufman P et al. A Phase III, open-label, randomised, multicenter study of eribulin mesylate versus capecitabine in patients with locally advanced or metastatic breast cancer previously treated with anthracyclines and taxanes. Presented at 2012 CTRC-AACR San Antonio Breast Cancer Symposium
Montazeri A et al. Quality of life in patients with breast cancer before and after diagnosis: an eighteen months follow up study. BMC Cancer. 2008. 3:330
World Health Organisation. Atlas of Health in Europe. 2003. World Health Organization, Regional Office of Eu-rope, Copenhagen, Denmark.
Cancer Research UK. Breast cancer incidence statistics. Available at: http://www.cancerresearchuk.org/cancer-info/cancerstats/types/breast/incidence/#world. Accessed: September 2014

Quelle: Eisai
 
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