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JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
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30. Mai 2012

Der Einsatz von Imatinib bei GIST bewährt sich seit 10 Jahren

Im Jahr 2002 konnte der Tyrosinkinase-Inhibitor Imatinib (Glivec®) erstmals in klinischen Studien eine hohe Wirksamkeit und gute Verträglichkeit in der Therapie von Patienten mit metastasierten gastrointestinalen Stromatumoren (GIST) zeigen. Seit 2009 ist Imatinib auch als adjuvante Therapie von Erwachsenen nach kompletter Resektion c-KIT-positiver GIST mit hohem Rezidivrisiko zugelassen. Voraussetzung für den korrekten Einsatz der Behandlung sind eine vorangehende Mutationsanalyse und eine Risikoklassifikation.
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Imatinib bei fortgeschrittenen GIST

Das Ansprechen auf eine Strahlen- oder Chemotherapie liegt bei metastasierten und/oder nicht resezierbaren GIST unter 5%. Eine Studie belegte, dass mit Imatinib bei Patienten mit fortgeschrittenen GIST ein medianes Gesamtüberleben von nahezu 5 Jahren erreicht werden kann, während es ohne Imatinib bei etwa 1 Jahr liegt (1). In einer weiteren Studie (SWOG-Studie S0033) konnte 2011 nachgewiesen werden, dass Patienten ohne Progression der Erkrankung fast 10 Jahre überleben können – unabhängig von Alter, Geschlecht und Performance-Status, und ohne neue Langzeit-Toxizitäten (2).

Da eine Mutationsanalyse für das Ansprechen auf Imatinib und für die Prognose der Patienten prädiktiv ist, empfehlen die aktuellen europäischen Leitlinien, abhängig von der vorliegenden Mutation, die Dosis von Imatinib bei fortgeschrittenen GIST anzupassen: Bei einer Mutation im Exon 11 des c-KIT-Gens sollten 400 mg/Tag Imatinib verabreicht werden, bei einer Mutation im Exon 9 sollte dagegen mit 800 mg/Tag Imatinib behandelt werden (3). Kommt es bei Patienten unter dieser Behandlung zu einem Progress, empfehlen die Leitlinien zunächst eine Dosiserhöhung auf 800 mg/Tag. Erst bei weiterem Fortschreiten der Krankheit sollte eine Zweitlinientherapie mit einem anderen TKI erfolgen (3). Kommt es nicht zum Progress, sollte die Imatinib-Therapie auch bei kompletter Remission unbegrenzt weitergeführt werden, da eine Therapieunterbrechung zu einer raschen Progression führt (4).

Imatinib bei primär operablen GIST

Für Patienten mit primär operablem Tumor ist die Resektion die erste Wahl. Doch trotz vollständiger Entfernung des Primärtumors entwickelt fast jeder zweite Patient ein Rezidiv (5). Eine adjuvante Behandlung Erwachsener nach Resektion c-KIT-(CD117)-positiver GIST und hohem Rezidivrisiko (6, 7) mit Imatinib konnte sich als signifikant wirksam erweisen. Betroffene mit niedrigem oder sehr niedrigem Rezidivrisiko sollten dagegen nicht adjuvant behandelt werden. In diesem Zusammenhang ist auch die kontinuierliche Verbesserung der pathologischen Risikostratifizierung von großer Bedeutung: Sie dient dazu, nach kompletter Resektion des Primärtumors die richtige Strategie für die Nachsorge treffen zu können, denn sie berücksichtigt Tumorlokalisation, -größe und die Mitoserate des Tumors (8). Zudem sollte standardmäßig auch eine Mutationsanalyse durchgeführt werden, da Patienten mit einer PDGFRA D842V-Mutation oder bei Vorliegen des Wildtyps nicht von einer adjuvanten Behandlung profitieren (3).
2011 wurde in der Phase-III-Studie SSG XVIII/AIO nachgewiesen, dass eine 36-monatige adjuvante Imatinib-Therapie mit 400 mg/Tag im Vergleich zu einer 12-monatigen das rezidivfreie sowie das Gesamtüberleben signifikant verlängert (9).

sr

Literaturhinweise:
(1) Blanke CD et al.: J Clin Oncol 2008; 26:626-632.
(2) Blanke CD et al.: EMCC 2011; Abstr. #9404.
(3) Casali PG et al.: Ann Oncol 2010; 21 (Suppl. 5):98-102.
(4) Le Cesne A et al.: J Clin Oncol 2011; 29:10015.
(5) DeMatteo RP et al.: Ann Surg 2000; 231:51-58.
(6) Glivec® Fachinformation (Stand: Dezember 2011).
(7) DeMatteo R et al.: Lancet 2009; 373 (9669):1097-1104.
(8) Miettinen M, Lasota J: Semin Diagn Pathol 2006; 23:70-83.
(9) Joensuu H et al.: J Clin Oncol 2011; 29: Suppl; Abstr. #LBA1.
Quelle: Novartis Oncology Dialogrunde im Rahmen des DKK 2012: 10 Jahre Imatinib (Glivec®) bei GIST: Zielgerichtete Therapie verbessert die Diagnose und verlängert das Gesamtüberleben; Berlin, 23. Februar 2012
 
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