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JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
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31. Oktober 2013

DGHO 2013: Nilotinib bei CML - Frühes und tiefes Ansprechen wird immer wichtiger

Nilotinib (Tasigna®), ein Tyrosinkinaseinhibitor der zweiten Generation, bringt im Vergleich zum alten Standard Imatinib mehr Patienten mit neu diagnostizierter chronischer myeloischer Leukämie (CML) früh in eine tiefe Remission. Das könnte künftig auch mehr Patienten die Chance bieten, die Therapie abzusetzen und trotzdem ohne Rezidiv zu bleiben.

Ein frühes molekulares Ansprechen sagt bei der CML eine günstige Langzeitprognose vorher, so Prof. Andreas Hochhaus, Jena, bei einer Pressekonferenz im Rahmen der DGHO-Jahrestagung in Wien. Mit Imatinib haben Patienten, die nach drei Monaten BCR-ABL-Level von höchstens 10% erreichen, nicht nur bessere Chancen auf eine komplette zytogenetische (BCR-ABL ≤1%) und eine gute molekulare Remission (BCR-ABL ≤0,1%), sondern auch auf ein besseres progressionsfreies und Gesamtüberleben. Das gilt genauso für Nilotinib, aber mit dem Zweitgenerations-Inhibitor erreichen deutlich mehr Patienten dieses Ziel: In der ENESTnd-Studie zeigten nach drei Monaten 91% der Patienten unter Nilotinib BCR-ABL-Titer von weniger als 10%, unter Imatinib waren es nur 67%. 56% hatten unter Nilotinib sogar eine gute molekulare Remission, d.h. weniger als 1% BCR-ABL-Kopien, unter Imatinib war das nur bei 16% der Patienten der Fall. Außerdem hatten die Patienten unter Nilotinib nach vier Jahren ein deutlich niedrigeres Risiko einer Progression zur akzelerierten Phase oder zur Blastenkrise ihrer CML als die mit Imatinib behandelten Patienten.

Patienten, die früh eine solche gute molekulare Remission erreichten, erzielten aber auch häufiger eine Reduktion der BCR-ABL-Titer um vier (MR4) oder sogar 4,5 log-Stufen (MR4,5) - derzeit an der Grenze der Nachweisbarkeit von BCR-ABL. Das ist ebenso von Bedeutung für die langfristige Prognose, wie neueste Auswertungen der deutschen CML-IV-Studie zeigen: Patienten, die dort nach vier Jahren eine MR4,5 erzielt hatten, wiesen nach acht Jahren die höchsten Überlebensraten auf.

Immer größere Bedeutung wird das Erreichen tiefer Remissionen auch deshalb erlangen, weil die nächste Periode der klinischen CML-Forschung aus Studien bestehen wird, in denen das Potenzial für eine Heilung der Erkrankung ohne allogene Stammzelltransplantation erkundet werden soll, so Prof. Hochhaus: Derzeit startet eine Reihe neuer Studien, in denen bei Patienten, die unter Tyrosinkinaseinhibitoren mindestens zwei Jahre lang eine tiefe molekulare Remission ihrer CML hatten, die Medikation kontrolliert abgesetzt wird. Die Hoffnung dabei ist, dass ein Teil der Patienten auch ohne Therapie langfristig krankheitsfrei bleiben wird. Diese Strategie ist sicher: Nach den bisherigen Erfahrungen sprechen Patienten, bei denen nach Absetzen der Therapie die BCR-ABL-Konzentrationen wieder ansteigen, auf die erneute Gabe der Tyrosinkinaseinhibitoren wieder genauso an wie vorher.

jg

Quelle: Novartis
 
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