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JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
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24. Juli 2015

Adolf-Kußmaul-Preis 2015: Hoffnung auf verlängerte Überlebenszeit bei Leberkrebs

Für ihre wissenschaftliche Arbeit zur Identifizierung eines Signalweges, der für die Resistenzentwicklung gegen Sorafenib bei Leberkrebs verantwortlich ist, erhielt Frau Dr. rer. nat. Ramona Paulina Rudalska, Universitätsklinik Tübingen, den Adolf-Kußmaul-Preis 2015. Die Wissenschaftlerin nahm den mit 5.000 Euro dotierten, von der Falk Foundation e.V. gestifteten Preis, beim 26. Kongress der Südwestdeutschen Gesellschaft für Gastroenterologie von Tagungspräsident Prof. Dr. med. Robert Thimme, Universitätsklinik Freiburg, entgegen.

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Obwohl mit dem Tyrosinkinasehemmer Sorafenib eine medikamentöse Therapie gegen Leberkrebs existiert, entwickeln die Krebszellen mit der Zeit eine Resistenz gegen den Wirkstoff und wachsen weiter. Rudalska und ihre Kollegen konnten im Mausmodell mittels RNA-Interferenzscreens den Teil der Erbsubstanz identifizieren, der für die Resistenzentwicklung verantwortlich ist. Fündig wurden sie beim Gen Mapk14 (p38α).

Die Blockade der Mapk14-abhängigen Aktivierung des Mek-Erk- und Aft2-Signalweges machte die Krebszellen wieder empfindlich gegenüber Sorafenib. Das führte zu einer deutlich verbesserten und längeren Wirkung des Tyrosinkinasehemmers und zu einer verlängerten Überlebenszeit von Mäusen mit Leberzellkarzinomen.

Verzögerung des Tumorwachstums verlängert Überlebenszeit

Es gibt Hinweise, dass die Resultate auf den Menschen übertragbar sein könnten: In Kulturen mit humanen Leberkrebszellen, die nicht mehr auf Sorafenib ansprechen, ist Mapk14 besonders aktiv. Durch eine Kombination von Sorafenib und den Inhibitoren gegen Mapk14 konnte das Tumorwachstum wie schon im Mausmodell deutlich länger gestoppt werden.

Für Patienten mit Leberkrebs erhoffen sich die Experten, dass diese Kombinationstherapie den Tumor länger am Wachsen hindert und sich die Überlebenszeit verlängert.

Adolf-Kußmaul-Preis

Der in Freiburg verliehene Preis ist nach Adolf Kußmaul (1822-1902) benannt, der zu den Wegbereitern der modernen Gastroenterologie und insbesondere der Endoskopie gehörte. Er führte die Magenpumpe zur Behandlung der Magenausgangsstenose ein und untersuchte weltweit erstmals Speiseröhre und Magen mit dem Endoskop.

Der Preis wird seit 1991 jährlich anlässlich des Kongresses der Südwestdeutschen Gesellschaft für Gastroenterologie von der Falk Foundation e.V. gestiftet und für herausragende Originalarbeiten junger Wissenschaftler auf dem Gebiet der Gastroenterologie und Hepatologie verliehen.

v.l.n.r.: Prof. Dr. med. Robert Thimme, Freiburg (Tagungspräsident), Dr. rer. nat. Ramona Paulina Rudalska, Tübingen (Preisträgerin), Ursula Falk, Freiburg (Geschäftsführerin Dr. Falk Pharma) Foto: © Kai-Uwe Wudtke, Freiburg

v.l.n.r.: Prof. Dr. med. Robert Thimme, Freiburg (Tagungspräsident), Dr. rer. nat. Ramona Paulina Rudalska, Tübingen (Preisträgerin), Ursula Falk, Freiburg (Geschäftsführerin Dr. Falk Pharma)
Universitätsklinik Freiburg
Literatur:

R Rudalska et al., Nature Medicine 2014, 20: 1138-1146 26.

 
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