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JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
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09. Dezember 2014

ASH 2014: Updates zu Myelofibrose, CML und Studie mit CTL019 zur Behandlung rezidivierter ALL bei Kindern

Myelofibrose betrifft einen von 133.000 Menschen und hat von den myeloproliferativen Neoplasien die schlechteste Prognose. Bei über 80% der Patienten liegen JAK/STAT-Signalweg-aktivierende Mutationen vor. Ein MPN Landmark Survey zeigte aktuell, dass >81% der Patienten eine reduzierte Lebensqualität beklagen, besonders durch ihre Fatigue. Außerdem sind sich viele Patienten nicht bewusst, dass Symptome wie Knochen- oder Bauchschmerzen, Nachtschweiß und Hautjucken mit ihrer Erkrankung in Zusammenhang stehen, sagte Neil Gallagher, Novartis.

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JUMP-Studie zeigt Rückgang der Milzgröße und Symptome bei Myelofibrose-Patienten unter Ruxolitinib

Das 1.144 Patient-Update der JUMP-Studie (Phase 3b) mit Ruxolitinib (expanded access) zeigt, dass die Milzgröße bei 89% der Patienten zu Woche 48 um >50% zurückgegangen war und dass ihre Symptome deutlich gelindert wurden. Die JUMP-Studie hat mit der bisher größten Patientenkohorte mit Myelofibrose-Patienten unter Ruxolitinib-Therapie auch das Sicherheitsprofil aus den COMFORT-Studien bestätigt. Die häufigsten Nebenwirkungen, Anämie und Thrombozytopenie, führten nur bei 2,6 und 3,2% zum Therapieabbruch, es traten wenig Infektionen (Grad1/2) auf.

CML: 6-Jahres-Update der ENESTnd-Studie

Die Tiefe des Ansprechens (DoR) ist bei der CML ein wesentliches Kriterium für die Remissionraten und -dauer, sagte Gallagher. Die ENESTnd Studie mit Nilotinib 300/400 mg und Imatinib 400 mg hat auch im 6-Jahres-Update gezeigt, dass Nilotinib bei CML-Patienten in chronischer Phase wirksamer als Imatinib ist: es treten unter Nilotinib mehr MMRs auf (primärer Endpunkt), außerdem tiefere Remissionen (MR4,5) und weniger Progresse in die akzelerierte Phase/ Blastenkrise. Die geschätzten Gesamtüberlebensraten betragen nach 6 Jahren 91,4% (Ima), 91,6% (Nilo 300) und 95,8% (Nilo 400).

In jedem Therapie-Arm hatten Patienten höhere MR4,5-Raten und ein besseres Gesamtüberleben, wenn ihre Bcr/AblIS-Werte nach 3 Monaten kleiner als 10% gewesen waren.

Die Ergebnisse des 6-Jahres-Follow-up stützen weiterhin den Einsatz von Nilotinib 300 mg als Standardtherapie für neu diagnostizierter Philadelphia-positiver CML-CP.

Individuelle Medizin der Zukunft

"Small molecules und Biologika stellten bereits eine deutliche Verbesserung für onkologische Therapieregime dar, doch mit dem sogenannten "Cellular Reprogramming" kündigt sich eine Revolution in der Medizin an", so Usman Azam, Novartis Cell & Gene Therapies Unit. "Zellen entnehmen, aufbereiten und dem Patienten reinfundieren - das ist die moderne personalisierte Medizin." In der Novartis-Pipeline befindet sich mit CTL019 ein erfolgsversprechender Kandidat, der aktuell bei B-Zell-Tumoren (ALL, DLBCL und CLL) getestet wird.

CTL019 zeigt Aktivität bei Kindern mit rezidivierter ALL auch bei hoher Krankheitslast

Stephan Grupp, Pennsylvania, präsentierte aktuelle Daten mit CTL019, einem chimären Antigen-Rezeptor (CAR) gegen CD19, der bei Kindern mit rezidivierter und mehrheitlich refraktärer ALL hohe Wirksamkeit gezeigt hat (http://clinicaltrials.gov/show/NCT01626495): in einer Kohorte von 39 pädiatrischen ALL-Patienten erreichten 92% eine Remission. Die zuvor entnommenen, mit CTL019 aufbereiteten und dann reinfundierten T-Zellen blieben bei den Patienten im Körper vorhanden, vemehrten sich sogar und halten Patienten weiter in Remission, eine Patientin aktuell seit 31 Monaten, sodass die ursprünglich angestrebte Stammzelltransplantation bei ihr ausgesetzt wurde. Nur 3 der 39 Patienten haben sich aktuell einer Stammzelltransplantation unterzogen. Auch Patienten mit hoher Krankheitslast profitierten, denn in der Subgruppe mit mehr als 50% Blasten hatten 82% der Patienten eine komplette Remission mit einer minimalen Resterkrankung <0,01%. Das ereignisfreie Überleben lag nach 6 Monaten noch bei bei 70%.

Die Toxizität des Antikörpers steht mit der Freisetzung von Zytokinen und Makrophagen-Aktivierung in Zusammenhang (B-Zell-Aplasie, Cytokine release syndrome (CRS), Macrophage activation syndrome), was sich mit Immunglobulinen i.v. und einer IL-6-Blockade mittels Tocilizumab jedoch gut kontrollieren lässt. Alle Patienten hatten ein CRS, die Patienten mit >50% Blasten im Knochenmark jedoch meist ein schweres, sodass die Krankheitslast als prädiktiv dafür angesehen werden kann (1).

ab

Literaturhinweis:
(1) Shannon L. Maude, Noelle Frey, Pamela A. Shaw, et al.
Chimeric Antigen Receptor T Cells for Sustained Remissions in Leukemia
N Engl J Med 2014; 371:1507-1517October 16, 2014DOI: 10.1056/NEJMoa1407222
http://www.nejm.org/doi/full/10.1056/NEJMoa1407222

Quelle: Novartis Global Media Briefing and Webcast Event, im Rahmen des ASH 2014 in San Francisco, 8.12.2014
 
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