Mittwoch, 18. Oktober 2017
Benutzername
Passwort
Registrieren
Passwort vergessen?

Home
e-journal
Der Aktuelle Fall
CME online
News
Gesundheitspolitik
Fachgesellschaften
Therapiealgorithmen
Videos
Veranstaltungen
Broschüren


Suche
Archiv
Buchbestellung
Newsletter
Probe-Abo
Impressum


journalmed.de


Anzeige:
 
 
Anzeige:
 
 

JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
Zurück
Zurück
E-Mail
Email
Drucken
Drucken
Zum Bewerten bitte anmelden!
12. Januar 2015

ASH 2014: CTL019 - Komplette Remissionen bei Kindern mit refraktärer ALL

Immuntherapien sind in der Onkologie auf dem Vormarsch, seitdem man gelernt hat, die Eigenschaften von Immunzellen auf molekularer Ebene zu verstehen und für die bessere Bekämpfung von Krebszellen nutzbar zu machen. Ein besonders vielversprechender Ansatz sind T-Lymphozyten mit chimärem Antigenrezeptor (CAR-T-Zellen), die sich in ihrer ersten Entwicklungsstufe gegen das CD19-Antigen auf den Zellen maligner B-Zell-Lymphome richten. Bei der Jahrestagung der American Society of Hematology wurde berichtet, dass Kinder mit therapierefraktärer akuter lymphatischer Leukämie (ALL) durch Behandlung mit diesen CTL019-Zellen zu einem großen Prozentsatz krankheitsfrei werden.

Den Patienten werden für diese Therapie T-Lymphozyten entnommen, denen man dann einen gentechnisch konstruierten Rezeptor einpflanzt, der sich zum einen gegen das CD19-Antigen richtet und andererseits Signalwege anstößt, die eine Vermehrung dieser Zellen und ihr aggressives Vorgehen gegen die CD19-positiven Zellen stimuliert. Stephan Grupp, Philadelphia, behandelte bisher 39 pädiatrische Patienten mit refraktärer ALL - die also auf keine konventionelle Therapie mehr ansprachen, mit dieser Strategie. Von ihnen konnten 36 damit eine komplette Remission erzielen (92%). Anfangs hatte man gedacht, dass diese Therapie sich in erster Linie als eine Überbrückung eignen würde, um den Patienten eine allogene Stammzelltransplantation zu ermöglichen, so Grupp. Mittlerweile hat sich aber gezeigt, dass die meisten Patienten auch ohne weitere Therapie in einer anhaltenden Remission bleiben: Die mediane Beobachtungszeit ist zwar mit sechs Monaten noch relativ kurz, aber nach dieser Frist sind 70% der Patienten ereignisfrei am Leben, d.h. sie haben kein Krankheitsrezidiv erlitten - und das in den allermeisten Fällen ohne zusätzliche Behandlungen wie eine Transplantation.

Bei diesen "Langzeit"-Respondern können CTL019-Zellen bis zu 30 Monate lang noch im Blut nachgewiesen werden. Sie verursachen eine B-Zell-Aplasie, d.h. ein Verschwinden auch der normalen B-Lymphozyten, weil auch diese das CD19-Antigen tragen. Deshalb müssen bei den Patienten Immunglobuline substituiert werden, die normalerweise von den B-Zellen hergestellt werden.

jg

Quelle: ASH 2014
 
Zurück
Zurück
E-Mail
Email
Drucken
Drucken
Zum Bewerten bitte anmelden!
STICHWÖRTER:



Anzeige:
Zur Fachinformation
 
Anzeige:
 
 
 
 
Themen
CUP
NET
CML
Nutzen Sie auch die Inhalte von journalmed.de, um sich zu Informieren.
Mediadaten
Hilfe
Copyright © 2014 rs media GmbH. All rights reserved.
Kontakt
Datenschutz
AGB
Fakten über Krebs