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JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
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08. Juli 2014

ASCO 2014: Daten zu Talimogene Laherparepvec als Monopräparat und Kombinationstherapie beim metastasierten Melanom

AMGEN gab neue Daten aus zwei wichtigen klinischen Studien bekannt, die das Potenzial von Talimogene Laherparepvec, einer neuartigen, in der Entwicklung befindlichen onkolytischen Immuntherapie, als Monopräparat sowie im Rahmen einer Kombinationstherapie bei Patienten mit metastasiertem Melanom stützen. Die Ergebnisse wurden auf der 50. Jahrestagung der American Society of Clinical Oncology (AS-CO) in Chicago vorgelegt. Die Daten der 19 Patienten in der Phase-Ib-Kombinationsstudie, die zum ersten Mal auf der ASCO-Tagung vorgestellt wurden, zeigten unter Talimogene Laherparepvec in Kombination mit Ipilimumab keine dosislimitierenden Toxizitäten (Abstract Nr. 9029). Darüber hinaus nahmen bei 56% der Patienten die Tumoren an Größe ab oder waren nicht mehr nachweisbar, wenn Talimogene Laherparepvec vor und in Kombination mit Ipilimumab angewendet wurde. Die am häufigsten beobachteten unerwünschten Ereignisse waren Schüttelfrost, Fieber, Hautausschlag und Erschöpfung.

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"Wir kommen jetzt an einen Punkt, an dem neue Melanomtherapien die klinische Behandlung für die Patienten in bisher einmaliger Weise verbessern", erklärte Sean E. Harper, M.D., Executive Vice President Research and Development bei AMGEN. "Talimogene Laherparepvec hat in den bisher durchgeführten klinischen Studien nachgewiesen, dass es bei Patienten mit metastasiertem Melanom ein dauerhaftes und vollständiges Ansprechen hervorrufen kann, und die Daten aus der Phase Ib bestärken uns, da sie das Wirkungspotenzial des Präparats in der Kombinationstherapie untermauern."

Wie zuvor berichtet, wurde der primäre Endpunkt der Phase III-Studie erreicht und eine statistisch signifikante Verbesserung der Rate des dauerhaften Ansprechens (DRR) nachgewiesen (16% in der Behandlungsgruppe mit Talimogene Laherparepvec vs. 2% in der Gruppe mit GM-CSF (Granulozyten-Monozyten-koloniestimulierendem Faktor)). Von den 26% der Patienten, die in der Talimogene-Laherparepvec-Gruppe ein Gesamtansprechen erreichten (n = 78), lag bei 40% ein vollständiges Ansprechen (kein Nachweis der Erkrankung) vor. Die auf dem ASCO vorgestellten Daten zeigten, dass bei den Patienten, die auf Talimogene Laherparepvec ansprachen, die Wahrscheinlichkeit eines mindestens 12-monatigen Ansprechens 65% betrug.

Detaillierte Ergebnisse der Auswertung des Gesamtüberlebens, eines wichtigen sekundären Endpunkts der Phase III-Studie zur Bewertung von Talimogene Laherparepvec als Monopräparat, wurden ebenfalls vorgelegt (Abstract Nr. 9008a). Daraus geht eine Verbesserung des Gesamtüberlebens um 4,4 Monate hervor (HR = 0,79; p = 0,051), die in der Gesamtpopulation geprüfter Patienten mit und ohne viszerale Tumoren (Tumoren, die solide Organe wie Lunge und Leber betreffen) nah an die statistische Signifikanz herankam. Die häufigsten in dieser Studie beobachteten unerwünschten Ereignisse waren Erschöpfung, Schüttelfrost und Pyrexie. Die häufigsten schwerwiegenden unerwünschten Ereignisse waren Fortschreiten der Erkrankung, Zellulitis und Pyrexie.

"Neuartige Therapien verleihen der Melanomforschung zurzeit einen kräftigen Anschub und unsere Herausforderung ist, die bisherigen Erkenntnisse zu vertiefen, um diese Therapien auf bestmögliche Weise weiterzuentwickeln", erläuterte Igor Puzanov, M.D., Associate Professor für Medizin am Vanderbilt-Ingram Cancer Center und Hauptautor der Phase-Ib-Kombinationsstudie. "Diese jüngsten Erkenntnisse unterstützen das Potenzial von Talimogene Laherparepvec als Monopräparat und liefern eine stichhaltige Grundlage für die weitere Erforschung als Kombinationstherapie bei einer breiten Gruppe geeigneter Patienten."

Die multizentrische, offene Studie der Phase Ib/II umfasste Patienten mit nicht reseziertem Melanom im Stadium IIIB-IV (58% der Patienten waren im Stadium IV), ohne vorangegangene systemische Behandlung, mit messbarer Erkrankung und mindestens zwei injizierbaren kutanen, subkutanen oder Lymphknotenläsionen (n = 19). Talimogene Laherparepvec wurde als intratumorale Injektion am Tag 1 der Woche 1, Tag 1 der Woche 4 und anschließend alle zwei Wochen angewendet. Ipilimumab wurde am Tag 1 der Woche 6, 9, 12 und 15 intravenös in insgesamt 4 Infusionen angewendet. Die Patienten wurden mit Talimogene Laherparepvec behandelt, bis sie vollständig ansprachen, alle injizierbaren Tumoren verschwanden, eine Krankheitsprogression nach modifizierten irRC-Kriterien (Immune-related Response Criteria) oder eine Unverträglichkeit gegenüber der Studienbehandlung auftrat.

Phase-III-Studiendesign

Bei der Phase-III-Studie handelt es sich um eine weltweit durchgeführte, randomisierte, unverblindete Studie zur Bewertung der Sicherheit und Wirksamkeit von Talimogene Laherparepvec im Vergleich zu einer Kontrolltherapie (GM-CSF) bei über 400 Patienten mit nicht reseziertem Melanom im Stadium IIIB, IIIC oder IV. Der primäre Endpunkt war das dauerhafte Ansprechen, definiert als Rate vollständigen oder partiellen Ansprechens, welches mindestens sechs Monate durchgehend anhielt, im Vergleich zur Kontrolltherapie. Sekundärer Endpunkt war das Gesamtüberleben.

Die Patienten wurden im Verhältnis 2:1 randomisiert und erhielten entweder Talimogene Laherparepvec intraläsional alle zwei Wochen oder GM-CSF subkutan jeweils in den ersten 14 Tagen jedes 28-tägigen Zyklus. Die Behandlung konnte bis zu 18 Monate dauern. Patienten, die stabil waren oder auf die Therapie ansprachen, konnten gegebenenfalls eine weitere Behandlung nach einem Anschlussstudienprotokoll erhalten.

Quelle: Amgen
 
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