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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel

26. Juli 2020 Verbesserte Lebensqualität durch Antiemese mit NEPA

Vor kurzem wurde eine Publikation zu Real-world-Daten einer prospektiven, nicht-interventionellen Studie vorgestellt, denen zu Folge eine Antiemese mit Netupitant-Palonosetron (NEPA) die Lebensqualität eines heterogenen Kollektivs von Krebs-Patienten unter Chemotherapie mit hohem oder moderatem emetogenen Potenzial verbessert (1). Die gute Wirksamkeit und Sicherheit der oralen Fixkombination, die bereits aus früheren Ergebnissen bekannt waren, konnten weiter bestätigt werden.
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Im Rahmen der Studie erhielten erwachsene Patienten unter einer hoch oder moderat emetogenen Chemotherapie (HEC bzw. MEC) über 3 Zyklen eine antiemetische Prophylaxe mit NEPA. Von insgesamt 2.429 eingeschlossenen Patienten konnten 2.173 ausgewertet werden. Das mediane Alter der Patienten lag bei 58 Jahren (Bereich 25-89 Jahre), die Mehrheit war weiblich (85%) und die am häufigsten vorliegende Tumorentität war Brustkrebs mit 66%. 25% der Patienten hatten zum Eintritt in die Studie eine Metastasierung und 21% befanden sich in einer palliativen Situation. Als häufigste HEC wurden Anthrazyklin/Cyclophosphamid-basierte Regime eingesetzt und als häufigste MEC kamen Carboplatin-basierte Schemata zum Einsatz.
Gute Lebensqualitätsdaten
„Kein Einfluss auf das tägliche Leben“ (NIDL) aufgrund von Erbrechen während des ersten Zyklus wurde von 84% der Patienten in der HEC-Gruppe und von 82% in der MEC-Gruppe berichtet. Diese Beobachtungen waren konsistent mit denen in den Zyklen 2 und 3. Die Rate an NIDL aufgrund von Übelkeit stieg von 54% in Zyklus 1 auf 58% in Zyklus 3 bei Patienten unter HEC und von 59% in Zyklus 1 auf 66% in Zyklus 3 bei Patienten in der MEC-Gruppe an. Wurden die Bereiche Übelkeit und Erbrechen zusammen betrachtet, ergaben sich folgende Raten für NIDL: konsistent über Zyklus 1 (64%) und Zyklen 2 und 3 (jeweils 66%) in der HEC-Gruppe, und ansteigend von 67% in Zyklus 1 auf 73% und 74% in den Zyklen 2 und 3 in der MEC-Gruppe.
Wirksamkeit von NEPA bestätigt sich
Die Rate des kompletten Ansprechens (CR; definiert als keine Emese und kein Gebrauch von Notfallmedikation) betrug 89% in der akuten Phase (0-24 h), 87% in der verzögerten Phase (25-120 h) und 83% im gesamten Zeitraum (0-120 h) in Zyklus 1. Im gesamten Zeitraum wurde von 94% der Patienten „kein Erbrechen“ berichtet. Die Raten für „keine signifikante Übelkeit“ und „keine Übelkeit“ lagen bei 67% und 38%. Eine Notfallmedikation war in der akuten Phase bei 7,5%, in der verzögerten Phase bei 10% und insgesamt bei 13% notwendig. Die Ergebnisse für die beiden darauffolgenden Zyklen waren vergleichbar.
Fazit
Die vorliegenden Studienergebnisse belegen, dass sich eine Antiemese mit NEPA vorteilhaft auf die Lebensqualität von Patienten mit unterschiedlichen Tumorentitäten auswirkt, wenn diese mit einer hoch oder moderat emetogenen Chemotherapie behandelt werden. Auch die bereits zuvor beobachtete gute Wirksamkeit und Verträglichkeit von NEPA konnte anhand dieser Real-world-Daten weiter bestätigt werden.

(sk)

Quelle: Future Oncology

Literatur:

(1) Karthaus M et al. Future Oncol 2020;16(14): 939-953.


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