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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel

08. August 2006 Deutsche Radioimmuntherapie-Arbeitsgruppe (RIT-AG) Aktuelle Therapiekonzepte mit Radioimmunkonjugaten

Über den zukünftigen Stellenwert der Radioimmuntherapie (RIT) mit 90Yttrium-Ibritumomab-Tiuxetan (Zevalin®) in der Behandlung der Non-Hodgkin-Lymphome und die Bedeutung des RIT-Registers diskutierten Hämatologen und Nuklearmediziner beim 7. Treffen der Deutschen RIT-Arbeitsgruppe in Frankfurt.
Der radioaktiv markierte Anti-CD20-Antikörper 90Y-Ibritumomab-Tiuxetan wird mittlerweile bei Patienten mit rezidivierten oder refraktären follikulären B-Zell-Non-Hodgkin-Lymphomen routinemäßig eingesetzt. Erste Studienergebnisse weisen darüber hinaus auf eine gute Wirksamkeit der RIT auch bei weiteren Indikationen wie etwa den diffus-großzelligen und Mantelzell-Lymphomen insbesondere im Rahmen von Konsolidierungskonzepten hin.
In Deutschland wird die RIT mit Zevalin® derzeit u. a. in folgenden Studienkonzepten geprüft:
- REINFORCE: Sequenzielle Behandlung mit Rituximab, Fludarabin und Cyclophosphamid gefolgt von einer Konsolidierung mit Zevalin® bei rezidivierten indolenten / transformierten B-Zell-NHL
- MCL-Rezidivstudie des European MCL Network
- Z-BEAM: Zevalin® und Hochdosischemotherapie BEAM vor autologer Stammzelltransplantation (SZT) bei aggressiven NHL
- Esc. Z-BEAM: Dosiseskalation von Zevalin® und zeitnahe Applikation der Hochdosischemotherapie BEAM gefolgt von autologer SZT bei rezidivierten / refraktären aggressiven NHL
- Allo-Zevalin: Zevalin® und nicht-myeloablative Konditionierung vor allogener SZT bei vorbehandelten NHL
Das Radioimmuntherapie-Register, ein vom Klinikum der Georg-August-Universität Göttingen mit Unterstützung von Schering Onkologie initiiertes Projekt der Deutschen RIT-Arbeitsgruppe, sammelt zudem begleitend zum routinemäßigen Einsatz der RIT klinische Daten. Per Online-Eingabe (unter www.rit-deutschland.de) dokumentiert der behandelnde Arzt Daten zu Vorerkrankungen, Vorbehandlungen, Charakteristika der Patienten, verwendeten Antikörpern und Radionukliden sowie zum Therapieverlauf.
Anhand der anonymisierten Daten soll das RIT-Register die Prozess- und Ergebnisqualität der RIT im Sinne eines aktiven Qualitätsmanagements verbessern helfen und dazu beitragen, frühzeitig Patienten zu identifizieren, die den größtmöglichen Vorteil von einer RIT haben. Ebenso soll mit dem Register der interdisziplinäre Informationsfluss zwischen niedergelassenen Hämatologen, Klinikern und nuklearmedizinischen Zentren verbessert werden.

Quelle: Schering Deutschland GmbH


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