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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel

28. April 2015 Rasch wirksames Opioid bekämpft tumorbedingten Durchbruchschmerz

Trotz konstanter und angemessener Analgesie des Dauerschmerzes von Tumorpatienten sind blitzartig einsetzende, extrem schwere und oft unerträgliche Exazerbationen des Schmerzes möglich. Von diesem Durchbruchschmerz befallen werden 90% der onkologischen Patienten im Hospiz, 65% in Studien und 23% in der Ambulanz. Bedarfsmedikation der ersten Wahl ist das kurz wirksame Opioid Fentanyl, das als bukkale und sublinguale Tablette oder als Nasenspray verfügbar ist.

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Fachinformation

Mit Durchbruchschmerzen ist v.a. dann zu rechnen, wenn die onkologische Erkrankung weiter fortschreitet und metastasiert. In dieser Situation können sich zahlreiche physische, psychische und soziale Komplikationen einstellen. Zudem führen Durchbruchschmerzen zu mehr ambulanten Arztbesuchen, Notaufnahmen und Klinikeinweisungen. Belastet wird aber nicht nur das Gesundheitssystem, sondern auch der Betroffene selbst sowie seine Angehörigen und betreuenden Personen, konstatierte Dr. Oliver M. D. Emrich, Ludwigshafen.

Eine effektive Maßnahme gegen Durchbruchschmerzen kann das Erhöhen der jeweiligen Basismedikation mit einem Opioid sein. Dabei besteht jedoch das Risiko, dass gesteigerte Plasmakonzentrationen schwerwiegende Nebenwirkungen induzieren, wie sie für Opioide charakteristisch sind, warnte Emrich mit gebotenem Nachdruck. Dadurch wird das Leben der Patienten im privaten wie im sozialen Bereich erheblich belastet.


Emrich warnte darüber hinaus, tumorbedingte Durchbruchschmerzen mit den hierzulande immer noch häufig zur Bedarfsmedikation eingesetzten nicht retardierten Opioiden zu bekämpfen. Da deren Wirksamkeit erst nach 30-34 Minuten einsetzt und bis zu vier Stunden anhält, können sie den unvorhersehbar auftretenden Durchbruchschmerz nicht effektiv lindern.

Nach aktuellem Kenntnisstand sind transmukosal zu applizierende Opioide mit raschem Wirkungseintritt die medikamentöse Bedarfsmedikation der ersten Wahl. Das gilt aber immer nur dann, wenn die Tumorpatienten unter einer ausreichenden und zufriedenstellend wirksamen Basistherapie mit Opioiden stehen. Laut klinischen Studien ist gesichert, dass beispielsweise die Fentanyl-Buccaltabletten (Effentora®) bereits 10 Minuten nach Applikation eine signifikante Eindämmung der tumorbedingten Durchbruchschmerzen bewirken.

Karl Filip (kbf), Landsberg

Symposium "Schmerztherapie im Fokus: Herausforderung zwischen Medizin und Ökonomie", im Rahmen d. Schmerz- und Palliativkongresses, 06.03.2015, Frankfurt/Main; Veranstalter: Teva GmbH


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