Freitag, 29. Mai 2020
Navigation öffnen
Anzeige:

JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel

28. April 2015 Rasch wirksames Opioid bekämpft tumorbedingten Durchbruchschmerz

Trotz konstanter und angemessener Analgesie des Dauerschmerzes von Tumorpatienten sind blitzartig einsetzende, extrem schwere und oft unerträgliche Exazerbationen des Schmerzes möglich. Von diesem Durchbruchschmerz befallen werden 90% der onkologischen Patienten im Hospiz, 65% in Studien und 23% in der Ambulanz. Bedarfsmedikation der ersten Wahl ist das kurz wirksame Opioid Fentanyl, das als bukkale und sublinguale Tablette oder als Nasenspray verfügbar ist.

Anzeige:
Fachinformation

Mit Durchbruchschmerzen ist v.a. dann zu rechnen, wenn die onkologische Erkrankung weiter fortschreitet und metastasiert. In dieser Situation können sich zahlreiche physische, psychische und soziale Komplikationen einstellen. Zudem führen Durchbruchschmerzen zu mehr ambulanten Arztbesuchen, Notaufnahmen und Klinikeinweisungen. Belastet wird aber nicht nur das Gesundheitssystem, sondern auch der Betroffene selbst sowie seine Angehörigen und betreuenden Personen, konstatierte Dr. Oliver M. D. Emrich, Ludwigshafen.

Eine effektive Maßnahme gegen Durchbruchschmerzen kann das Erhöhen der jeweiligen Basismedikation mit einem Opioid sein. Dabei besteht jedoch das Risiko, dass gesteigerte Plasmakonzentrationen schwerwiegende Nebenwirkungen induzieren, wie sie für Opioide charakteristisch sind, warnte Emrich mit gebotenem Nachdruck. Dadurch wird das Leben der Patienten im privaten wie im sozialen Bereich erheblich belastet.


Emrich warnte darüber hinaus, tumorbedingte Durchbruchschmerzen mit den hierzulande immer noch häufig zur Bedarfsmedikation eingesetzten nicht retardierten Opioiden zu bekämpfen. Da deren Wirksamkeit erst nach 30-34 Minuten einsetzt und bis zu vier Stunden anhält, können sie den unvorhersehbar auftretenden Durchbruchschmerz nicht effektiv lindern.

Nach aktuellem Kenntnisstand sind transmukosal zu applizierende Opioide mit raschem Wirkungseintritt die medikamentöse Bedarfsmedikation der ersten Wahl. Das gilt aber immer nur dann, wenn die Tumorpatienten unter einer ausreichenden und zufriedenstellend wirksamen Basistherapie mit Opioiden stehen. Laut klinischen Studien ist gesichert, dass beispielsweise die Fentanyl-Buccaltabletten (Effentora®) bereits 10 Minuten nach Applikation eine signifikante Eindämmung der tumorbedingten Durchbruchschmerzen bewirken.

Karl Filip (kbf), Landsberg

Symposium "Schmerztherapie im Fokus: Herausforderung zwischen Medizin und Ökonomie", im Rahmen d. Schmerz- und Palliativkongresses, 06.03.2015, Frankfurt/Main; Veranstalter: Teva GmbH


Das könnte Sie auch interessieren

Neues Infoportal rund um Ernährung und Krebs ist online

Neues Infoportal rund um Ernährung und Krebs ist online
© ernaehrung-krebs-tzm.de

Das neue Infoportal der Arbeitsgruppe „Ernährung und Krebs“ am Tumorzentrum München (TZM) ist ab sofort unter www.ernaehrung-krebs-tzm.de online. Es bündelt wissenschaftlich fundierte Informationen, gibt praktische Hilfestellung und vermittelt Kontakte zu anerkannten Therapeuten und Beratungsstellen rund um das Thema Ernährung und Krebs. Die Arbeitsgruppe besteht aus qualifizierten Ärzten und Ernährungsfachkräften unter der Leitung von Professor...

Heller Hautkrebs: Signalweg entschlüsselt

Beim Hautkrebs gibt es verschiedene Krankheitsformen: Mit Abstand am häufigsten ist dabei das so genannte Basalzellkarzinom, eine Form von hellem Hautkrebs, bei der sich der Tumor von seinem Entstehungsort in der Haut langsam aber stetig ausbreitet. Zwar bildet das Basalzellkarzinom im Allgemeinen keine Tochtergeschwülste (Metastasen), der Tumor sollte jedoch so früh wie möglich behandelt werden, da er ansonsten das umgebende Gewebe zerstören und sogar Muskeln...

Prävention: „Körperliche Aktivität so wichtig wie ein Krebsmedikament“

Prävention: „Körperliche Aktivität so wichtig wie ein Krebsmedikament“
© Heidi Mehl / Fotolia.com

Nach Schätzungen beruhen etwa 70 Prozent aller behandelten Erkrankungen in den Industrienationen auf Lebensstilfaktoren, wie Übergewicht, das aufgrund von falscher Ernährung und mangelnder Bewegung entstanden ist. Ein gesunder Lebensstil sei ein wesentlicher Präventionsfaktor und müsse dringend gesundheitspolitisch verankert werden, fordert ein Experte im Vorfeld der MEDICA EDUCATION CONFERENCE 2016. Es gelte nicht nur medizinische, sondern auch gravierende soziale...

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"Rasch wirksames Opioid bekämpft tumorbedingten Durchbruchschmerz"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der rsmedia GmbH widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.


Cookies

Diese Webseite benutzt Cookies, um den Nutzern das beste Webseiten-Erlebnis zu ermöglichen. Ausserdem werden teilweise auch Cookies von Diensten Dritter gesetzt. Weitere Informationen erhalten Sie in den Allgemeine Geschäftsbedingungen und in den Datenschutzrichtlinien.

Verstanden