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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel

17. November 2005 Neue Ergebnisse zu Oxaliplatin in Kombination mit Biologicals

Auf der 41. Jahrestagung der American Society of Clinical Oncology (ASCO) im Mai in Orlando (USA) wurden neue Studienergebnisse bei der Therapie des metastasierten kolorektalen Karzinoms mit Oxaliplatin in Kombination mit Biologicals wie Bevacizumab, Cetuximab und PTK/ZK präsentiert.
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In der Studie E3200 der Eastern Cooperative Oncology Group wurde die Kombination von Oxaliplatin (FOLFOX4) plus Bevacizumab im Hinblick auf die Parameter Ansprechrate, progressionsfreie Überlebenszeit, Gesamtüberleben und Verträglichkeit geprüft. Dabei konnte in allen Studienparametern eine signifikante Überlegenheit dieser Kombination belegt werden. Die hohe Effektivität zeigt sich besonders in der signifikanten Verlängerung des Gesamtüberlebens um 19%.
Zu ähnlichen Ergebnissen kommt eine Studie mit der Kombination Oxaliplatin, Capecitabin und Bevacizumab. Hier betrug die Zeit bis zur Tumorprogression fast 11,9 Monate bei guter Verträglichkeit der Substanzen.
In der ACROBAT-Studie konnte mit der Kombination von Oxaliplatin (FOLFOX4) und Cetuximab eine Ansprechrate von 81% erreicht werden, die progressionsfreie Überlebenszeit betrug 12,3 Monate (Abb. 1). Nach Ansicht von Dr. Peter Reichardt, Berlin, ist dies eine der höchsten Ansprechraten, die je in der First-line-Therapie des kolorektalen Karzinoms beobachtet wurden.
Bei der adjuvanten Therapie von Patienten mit fortgeschrittenem kolorektalen Karzinom konnte die signifikante Überlegenheit des Oxaliplatin (FOLFOX4)-Regimes nach einer mittleren Nachbeobachtungszeit von über 4 Jahren in einer aktuellen Zwischenanalyse der MOSAIC-Studie bestätigt werden. Durch die zusätzliche Gabe von Oxaliplatin zur Standardtherapie mit Infusion von 5-Fluorouracil plus Leucovorin (5-FU/LV) ließ sich das Rezidivrisiko um 23% vermindern. Die Nachbeobachtung wird bis zur abschließenden Analyse der Gesamtüberlebenszeit fortgesetzt. Insgesamt waren weltweit 2246 Patienten an der Studie beteiligt.
Darüber hinaus wurden die Ergebnisse einer zweiten Studie (NSABP) mit 2407 Patienten vorgestellt. Diese Studie verglich eine wöchentliche Bolustherapie von Oxaliplatin plus 5-FU/LV mit einer herkömmlichen 5-FU/LV-Therapie. Die krankheitsfreie Überlebensrate betrug im Oxaliplatin-Arm 76,5% und im 5-FU/LV-Arm 71,6%. Das entspricht einer signifikanten Reduzierung des Risikos von 21%.
Beide Studien unterstreichen nach Ansicht von N. Wolmark, MD, Pittsburgh, die bedeutende Rolle, die eine Therapie auf Oxaliplatin-Basis bei der Behandlung des kolorektalen Karzinoms im Frühstadium übernommen hat. Sie bestätigten die nachgewiesene Wirksamkeit und Sicherheit von Eloxatin® in der adjuvanten Therapie.
Ähnlich äußert sich Dr. Dirk Arnhold, Universität Halle-Wittenberg. Oxaliplatin ist nicht nur im aktuellen Standard, sondern auch in den Weiterentwicklungen das „backbone“ in der adjuvanten Therapie. Weitere klinische Studien untersuchen Kombinationen von Oxaliplatin/5-FU-Kombinationen mit Antikörpern wie Bevacizumab und Cetuximab, um die Effektivität dieser Therapieform zu steigern. Dies lässt hoffen, dass einer noch größeren Anzahl von Patienten eine definitive Heilung ihres Kolonkarzinoms nach der Resektion ermöglicht wird. 0

Oxaliplatin beim Magenkarzinom
Im Rahmen des ASCO wurden erste Daten für den perioperativen Einsatz vorgestellt, die Dr. Florian Lordick aus München präsentierte. Nachdem die Kombination aus 5-FU/LV + Oxaliplatin (FUFOX) bereits in vorangegangen Studien als effizient und gut durchführbar charakterisiert worden war, wurden erstmals die Ergebnisse der STOMOX-Studie vorgestellt: In dieser erwies sich die Dreierkombination bei Patienten mit fortgeschrittenem Magenkarzinom mit einem Gesamtüberleben von 11,4 Monaten als hocheffektiv bei gleichzeitig guter Verträglichkeit. Auch der Zwischenbericht einer weiteren Studie (Al Batran et al.) legte nahe, dass die Kombination 5-FU/LV + Oxaliplatin im Vergleich mit Cisplatin die Wirksamkeit bei insgesamt besserer Verträglichkeit weiter steigern kann. Bei einer Remissionsrate von 40% und einem Gesamtüberleben von derzeit 9,4 Monaten waren aufgrund der guten Verträglichkeit keine Dosisanpassungen notwendig.

RD

Quelle: Neues von der Therapie gastrointestenaler Tumoren. Berlin, 7. Juni 2005. Veranstalter : sanofi -aventis.


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