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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel

07. Juli 2011 Lungenkarzinom: OPTIMAL-Studie -Aktualisierte PFS-Daten und Ergebnisse zur Lebensqualität

ASCO 2011

Erlotinib verlängert im Vergleich zu Standard-Chemotherapie bei chinesischen Patienten mit nicht-kleinzelligem Lungenkarzinom (NSCLC) und EGFR-aktivierenden Mutationen in der Erstlinientherapie das progressionsfreie Überleben (PFS) im Vergleich zur Standard-Chemotherapie. Zudem verbessert der Tyrosinkinase-Inhibitor die Lebensqualität in allen abgefragten Skalen. Dies ergab eine aktualisierte Analyse der OPTIMAL-Studie [1].
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Die OPTIMAL-Studie belegte die Überlegenheit von Erlotinib in der Erstlinientherapie bei asiatischen Patienten mit fortgeschrittenem NSCLC und aktivierenden EGFR-Mutationen im Vergleich zu Gemcitabin/Carboplatin (G/C) auf das PFS, die Ansprechrate und Verträglichkeit. In einem Poster legten Zhou et al. auf dem ASCO 2011 aktualisierte Daten zum PFS sowie zu einer geplanten Analyse der Lebensqualität vor. Die aktualisierte Analyse des PFS nach weiteren 6 Monaten ergab für Erlotinib (n=82) im Median 13,7 Monate, für G/C (n=72) 4,6 Monate (HR 0,164, p<0,0001) (Abb. 1). Die Wirkung auf das PFS war unabhängig vom Alter, von der Schwere der Erkrankung, von der Tumorhistologie und vom Raucherstatus.

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Abb. 1: OPTIMAL: Aktualisierte Daten zur Wirkung einer Erstlinientherapie mit Erlotinib vs. Gemcitabin/Cisplatin (G/C) auf das PFS bei Patienten mit NSCLC und aktivierenden Mutationen [1].

Die Lebensqualität besserte sich in allen abgefragten Skalen in der Erlotinib-Gruppe signifikant im Vergleich zur G/C-Gruppe:
• FACT-L (Functional Assessment of Cancer Therapy Lung): 73,0 vs. 29,6% (p<0,0001)
• TOI (Trial Outcome Index): 71,6 vs. 24,1% (p<0,0001)
• LCSS (Lung Cancer Symptom Scale): 75,7 vs. 31,5% (p<0,0001)

Rebecca Heist, Boston, fasste die Ergebnisse in der Posterdiskussion zusammen: Bei Patienten mit EGFR-Mutation erreicht man mit Tyrosinkinasehemmern in der Erstlinientherapie ein besseres Ansprechen, ein längeres PFS und eine bessere Lebensqualität. Die Auswahl der Patienten sollte nach dem EGFR-Mutationsstatus und weniger nach klinischen Charakteristika erfolgen [2].

Dr. Susanne Heinzl, Reutlingen

1. Zhou C, et al. ASCO 2011, J Clin Oncol 29: 2011 (suppl; abstr 7520)
2. Heist R. Posterdiskussion, ASCO 2011, 6. Juni 2011

Quelle:


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