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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel

14. September 2009 Fortgeschrittenes Prostatakarzinom: Neuer Theapieansatz mit Histrelin-freisetzendem Implantat

Ein neuer Ansatz in der Therapie des fortgeschrittenen Prostatakarzinoms ist die Behandlung mit Vantas®-Implantat, das den Wirkstoff Histrelin enthält, der kontinuierlich und sehr gleichmäßig über einen Zeitraum von 12 Monaten freigesetzt wird. Dadurch lassen sich konstant niedrige Testosteronspiegel erzielen, die durchschnittlich unter 20 ng/dl liegen. Das Vantas®-Implantat enthält 50 mg Histrelin, das in ein stäbchenförmiges, biokompatibles Hydron®-Polymer eingebettet ist. Durch eine 2-3 mm lange Inzision an der Innenseite des Oberarms wird das Implantat subkutan eingesetzt. Initial kann es wie mit allen GnRH-Agonisten zu einem vorübergehenden Anstieg der Testosteron-Konzentration kommen, was in den ersten 2-3 Wochen durch die zusätzliche Gabe von Antiandrogenen abgefangen werden kann.
Bei Implantatwechsel nach 12 Monaten wiederholt sich das Flare-up jedoch nicht und der Testosteronlevel bleibt konstant unterdrückt. Zur Überprüfung des PSA-Wertes werden quartalsweise Kontrollen empfohlen.


Klinische Daten

In einer offenen, multizentrischen Studie [1], in der 138 Prostatakrebs-Patienten mit Vantas® behandelt wurden, unterschritten die Serum-Testosteron-Werte innerhalb von 4 Wochen deutlich das Kastrationsniveau. Über den gesamten Behandlungszeitraum von 52 Wochen lagen die Testosteronwerte konstant unter 20 ng/dl, am Ende der Behandlungsperiode lag die mittlere Testosteronkonzentration bei 14,3 ng/dl. Der PSA-Wert sank innerhalb von 2 Wochen signifikant im Vergleich zum Ausgangswert und blieb über den gesamten Beobachtungszeitraum supprimiert. Nach Entfernung des Implantats ist die Testosteronsuppression reversibel [2].
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1. Schlegel et al., Efficacy and Safety of Histrelin Subdermal Implant in Patients with Advanced Prostate Cancer, The Journal of Urology, 175: 1353-1358, 2006
2.Friedmans et al., Reversibilit of Androgen Deprivation Therapy in Patients with Prostate Cancer, The Journal of Urology, 173: 784-789, 2005

Quelle:


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