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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel
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19. April 2018 Seite 1/3

Patient Reported Outcomes in BNGO-Praxen

Umfrage 2017 zu Zufriedenheit, Symptomen und Belastung durch die Therapie

Die Messung Patienten-relevanter Endpunkte gewinnt zunehmende Bedeutung in der Versorgung onkologischer Patienten und wird auch von Behörden als Qualitätssicherungsmerkmal gefordert. Zur Qualitätssicherung der ambulanten Betreuung von gynäkologischen Tumorpatientinnen und zur Kontrolle der Lebensqualität der Patientinnen führt der Berufsverband Niedergelassener Gynäkologischer Onkologen in Deutschland e.V. (BNGO) seit mehreren Jahren in regelmäßigen Abständen Patientinnenumfragen durch (1). Sie dienen der Erfassung der Zufriedenheit mit der Behandlung und der Belastungen durch Krankheit und Therapie. Beim Deutschen Krebskongress 2018 im Februar in Berlin stellte der BNGO die Daten der aktuellen Umfrage im letzten Tertial 2017 erstmals vor (2).
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Die ersten Umfragen zur Patientenzufriedenheit in den Praxen zu internen Zwecken erfassten in erster Linie strukturelle Fragen zur Praxis und Organisation sowie zur Zufriedenheit mit der Betreuung durch Ärzte und Praxispersonal. Seit 2015 sind auch Fragen zu Häufigkeit von Behandlungsnebenwirkungen und den Belastungen durch die Therapie Bestandteil des Fragebogens. In die Umfrage 2017 wurde zusätzlich das NCCN-Distress-Thermometer (Abb. 1A) aufgenommen (3). Die aktuelle Umfrage erfolgte im Zeitraum September bis Dezember 2017.
 
Abb. 1: A) NCCN-Distress-Thermometer und B) Visuelle Analogskala.
Abb. 1: A) NCCN-Distress-Thermometer und B) Visuelle Analogskala.


Die 8-seitigen Fragebögen wurden in gedruckter Form an 113 BNGO-Praxen ausgesandt. 1.116 Patientinnen, die in 32 Praxen des BNGO behandelt wurden, beantworteten den Fragebogen. Neben demographischen Daten wurden die Zufriedenheit mit Praxis, Personal und Arzt/Ärztin erfasst. Diese wurde mit Piktogrammen bewertet. Weiterhin beurteilten die Patientinnen die Belastung durch die Therapie in den zurückliegenden Therapiewochen anhand des NCCN-Distress-Thermometers.

Darüber hinaus benannten alle Patientinnen die Häufigkeit der aufgetretenen Symptome und Nebenwirkungen mit „nie“, „selten“, „manchmal“, „oft“ und „immer“ und bewerteten anschließend die Belastung durch die einzelnen Symptome und Nebenwirkungen mittels einer Visuellen Analogskala (VAS) (Abb. 1B) von 1-5 bzw. 1-10. Nebenwirkungen und Belastungen durch die Chemotherapie bei den Patientinnen, die eine Chemotherapie erhielten, wurden gesondert erfasst.

Abschließend wurden die Patientinnen um ihr Gesamturteil gebeten und hatten die Möglichkeit, eigene Vorschläge zur Verbesserung der Versorgung einzutragen.

Die größte Altersgruppe war die der Patientinnen von 50-59 Jahren (30,5%). 25,6% der 1.116 Patientinnen war zwischen 60 und 69 Jahre alt. Knapp 69% der Befragten erhielt zum Zeitpunkt der Befragung eine Chemotherapie, 32% eine andere medikamentöse Therapie. 38,8% wurden bestrahlt und 55,2% waren operiert worden.
 
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