Dienstag, 12. Dezember 2017
Benutzername
Passwort
Registrieren
Passwort vergessen?

Home
e-journal
Der Aktuelle Fall
CME online
News
Gesundheitspolitik
Fachgesellschaften
Therapiealgorithmen
Videos
Veranstaltungen
Broschüren
Zentren


Suche
Archiv
Buchbestellung
Newsletter
Probe-Abo
Impressum


journalmed.de


Anzeige:
 
 

JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel
Zurück
Zurück
E-Mail
Email
Drucken
Drucken
Zum Bewerten bitte anmelden!
27. Juni 2016

Mit stereotaktischer Strahlentherapie Metastasen punktgenau behandeln

Haben sich bei einer Krebserkrankungen einige wenige Metastasen gebildet, können diese mithilfe der stereotaktischen Bestrahlung behandelt werden. Damit können Radioonkologen sehr hohe Strahlendosen genau auf den Tumor richten und ihn zerstören. Das umgebende gesunde Gewebe wird dabei geschont.
Anzeige:
 
 
„Wenn der Krebs gestreut hat, standen in der Vergangenheit oft nur Systemtherapien wie beispielsweise die Chemotherapie zur Verfügung. Das kann effektiv sein, geht aber auch oft mit starken Nebenwirkungen einher“, so Prof. Dr. Stephanie E. Combs, München.

Bei Patienten mit Oligometastasierung ist eine Behandlung an der befallenen Stelle vorteilhaft. Das wird durch eine besondere Bestrahlungsmethode, die stereotaktischen Strahlentherapie (Stereotaxie) möglich. Sie wird individuell für den Patienten geplant und häufig mit moderner Bildgebung kombiniert. Im Bestrahlungsplan legen die Strahlentherapeuten millimetergenau fest, welche Bereiche behandelt werden sollen. Die Behandlungsgeräte richten die Strahlen von mehreren Seiten auf den Tumor, das umgebende Gewebe wird geschont. „Wir können damit eine sehr hohe Strahlendosis direkt auf den befallenen Bereich bringen. Beim umliegenden gesunden Gewebe ist die Dosis dann sehr viel geringer.“ So sinkt z.B. bei der Bestrahlung von Hirnmetastasen das Risiko neurokognitiver Einschränkungen, betont Combs. „Die Hochpräzisionsstrahlentherapie ist mit einer chirurgischen Behandlung vergleichbar, beispielsweise bei kleinen Metastasen in der Lunge“, so Combs weiter.

Bei anderen Erkrankungen wie etwa einem Prostatakarzinom mit wenigen Knochenmetastasen kann die Stereotaxie die Krankheit zurückdrängen und eine Hormontherapie hinauszögern. Insgesamt kann die Strahlentherapie unabhängig von der zugrunde liegenden Tumorerkrankung eingesetzt werden, z.B. auch bei Brustkrebs.

Voraussetzung für den Einsatz der stereotaktischen Bestrahlung sind präzise Informationen über die Größe und Ausbreitung der Metastasen. „Erst wenn diese Informationen belegen, dass die Strahlentherapie eine Erfolgschance hat, wird die Behandlung durchgeführt“, erklärt Combs.

Prof. Dr. Frederik Wenz, Tagungspräsident der DEGRO und Direktor der Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie am Universitätsklinikum Mannheim, sieht in der stereotaktischen Bestrahlung besondere Vorteile für die Patienten: „Mit der stereotaktischen Strahlentherapie behandeln wir nicht nur effektiv, sondern nebenwirkungsarm. Und wir erhöhen die Heilungschancen, auch wenn der Krebs gestreut hat."
Deutsche Gesellschaft für Radioonkologie (DEGRO)
Zurück
Zurück
E-Mail
Email
Drucken
Drucken
Zum Bewerten bitte anmelden!
Anzeige:
Zur Fachinformation
 
 
 
Themen
CML
NET
CUP
Nutzen Sie auch die Inhalte von journalmed.de, um sich zu Informieren.
Mediadaten
Hilfe
Copyright © 2014 rs media GmbH. All rights reserved.
Kontakt
Datenschutz
AGB
Fakten über Krebs
 
ASH 2017