Montag, 21. August 2017
Benutzername
Passwort
Registrieren
Passwort vergessen?

Home
e-journal
Der Aktuelle Fall
CME online
News
Gesundheitspolitik
Fachgesellschaften
Therapiealgorithmen
Videos
Veranstaltungen
Broschüren


Suche
Archiv
Buchbestellung
Newsletter
Probe-Abo
Impressum


journalmed.de


Anzeige:
 
 
Anzeige:
Fachinformation
 

JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel
Zurück
Zurück
E-Mail
Email
Drucken
Drucken
Zum Bewerten bitte anmelden!
13. September 2011

NSCLC: Überlebensverlängerung mit ALK-Inhibitor

Die personalisierte Therapie ist in der Medizin insgesamt und besonders in der Onkologie auf dem Vormarsch. Das führt häufig dazu, dass die Anwendbarkeit von Therapien eingeschränkt wird auf Subgruppen von Patienten – beim kolorektalen Karzinom beispielsweise von Anti-EGFR-Substanzen auf diejenigen, die Mutationen im KRAS- oder im EGFR-Gen aufweisen. Mitunter werden auch neue Therapeutika überhaupt nur für solche Subgruppen entwickelt – wie zum Beispiel der ALK-Inhibitor für Patienten mit nicht-kleinzelligem Lungenkarzinom, in deren Tumoren das Gen für die anaplastische Lymphom-Kinase (ALK) ein Rearrangement zeigt.
Anzeige:
 
 
Nur etwa 4% aller nicht-kleinzelligen Lungenkarzinome (NSCLC) haben diese genetische Veränderung, durch die die anaplastische Lymphom-Kinase (ALK) konstitutiv exprimiert wird und eine karzinogene Wirkung entfaltet. Dank dieser speziellen Mutation sind diese Tumoren aber ein ausgezeichnetes Ziel für einen spezifischen ALK-Inhibitor: In einer klinischen Phase-I-Studie hat Crizotinib zu bemerkenswertem Ansprechen ALK-positiver NSCLC geführt, aber ob und wie sich das auf das Gesamtüberleben auswirkt, ist mangels Daten aus randomisierten Vergleichen noch nicht klar. Auch in den Phase-III-Studien, die derzeit laufen, werden Patienten des Kontrollarms bei einer Progression des Tumors Crizotinib erhalten, und durch ein solches Crossover wird normalerweise ein Überlebensvorteil verhindert. Dr. Alice Shaw, Boston, und Kollegen verwendeten deshalb die Daten von 82 Patienten, die in der Phase-I-Studie und darüber hinaus mit Crizotinib behandelt worden waren, und verglichen sie mit denen von 37 weiteren ALK-positiven Patienten, die den Inhibitor nicht erhalten hatten, ebenso wie mit 253 ALK-negativen Kontroll-Patienten [1]. Das ist zwar keine randomisierte Studie, gibt aber in Ermangelung von randomisierten Daten zumindest einen ersten Einblick in die relative Wirksamkeit einer Substanz.

Nach 1 Jahr lebten von den mit Crizotinib behandelten Patienten noch 74%, nach 2 Jahren 54%; von den Patienten, die den Inhibitor als Zweit- oder Drittlinien-Therapie erhalten hatten, waren es 70% bzw. 55%. Von den ALK-positiven Kontrollen, die kein Crizotinib bekommen hatten, waren nach 1 Jahr nur noch 44% und nach 2 Jahren 12% am Leben, der Unterschied war mit einer Hazard Ratio von 0,36 hochsignifikant (p=0,004). Die Kontrollen waren damit sogar tendenziell schlechter als die ALK-negativen Patienten, von denen nach 2 Jahren noch 32% lebten (HR 1,42; p=0,18). Ein ALK-Rearrangement, so Shaw, könnte damit eher ein ungünstiger prognostischer Faktor beim fortgeschrittenen NSCLC sein. Crizotinib hingegen dürfte diesen nicht-randomisierten Daten zufolge das Überleben dieser Patienten substanziell verlängern und den Verlauf des ALK-positiven NSCLC grundlegend beeinflussen.

Josef Gulden

47th Annual Meeting of the American Society of Clinical Oncology (ASCO), 3.-7. Juni 2011 in Chicago
Zurück
Zurück
E-Mail
Email
Drucken
Drucken
Zum Bewerten bitte anmelden!
STICHWÖRTER:
Anzeige:
 
 
Anzeige:
 
 
 
 
Themen
NET
CML
CUP
Nutzen Sie auch die Inhalte von journalmed.de, um sich zu Informieren.
Mediadaten
Hilfe
Copyright © 2014 rs media GmbH. All rights reserved.
Kontakt
Datenschutz
AGB
Fakten über Krebs
 
EHA 2017