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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel
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09. Februar 2017

Multiples Myelom: Zusätzliche Konsolidierung nach autologer Blutstammzelltransplantation bringt keinen Vorteil

Eine Lenalidomid-Erhaltungstherapie nach autologer Blutstammzelltransplantation (ASCT) verlängert das progressionsfreie Überleben (PFS) und das Gesamtüberleben (OS) von Patienten mit Multiplem Myelom (MM), die für eine Hochdosistherapie geeignet sind. Unklar ist jedoch die Rolle zusätzlicher Interventionen nach ASCT. Nach den Ergebnissen der bisher größten US-amerikanischen Transplantationsstudie beim Multiplen Myelom, die als late breaking abstract vorgestellt wurde, ist eine zusätzliche Konsolidierung mit RVD (Lenalidomid, Bortezomib, Dexamethason) sowie eine zweite ASCT (Tandem-Transplantation) einer ASCT, jeweils gefolgt von einer Lenalidomid-Erhaltungstherapie, nicht überlegen. Alle drei Therapiestrategien führten zu einem vergleichbaren PFS und OS (1).
In die US-amerikanische Phase-III-Studie StaMINA (BMT CTN 0702), die Edward A. Stadtmauer, Philadelphia, vorstellte, wurden zwischen Juni 2010 und November 2013 758 Patienten mit symptomatischem MM eingeschlossen, die für eine Transplantation geeignet waren. 24% gehörten zur Hochrisikogruppe.

Die Patienten wurden 1:1:1 randomisiert zu einer Hochdosis-Chemotherapie mit Melphalan 200 mg/m2 und anschließender ASCT gefolgt von 4 Zyklen RVD-Konsolidierung (ACM; n=254) versus Tandem-Transplantation (TAM; n=247) versus Single ASCT (AM; n=257). Die Patienten in allen 3 Behandlungsgruppen erhielten anschließend eine Erhaltungstherapie mit Lenalidomid (5-15 mg täglich bis zur Krankheitsprogression, Dosisanpassung an Verträglichkeit). Primäres Ziel war der Vergleich des 38-Monats-PFS in den 3 Therapiearmen.

Die Non-Compliance-Rate nach der ersten ASCT lag bei 12% in der ACM-, 32% in der TAM- und 5% in der AM-Gruppe. Das mediane Follow-up war 38 Monate. Das geschätzte 38-Monats-PFS betrug jeweils 57% (95% KI: 50-63%), 56% (95% KI: 49-63%) und 52% (95% KI: 45-59%) für ACM, TAM und AM (ACM vs. TAM p=0,75, ACM vs. AM p=0,21, TAM vs. AM p=0,37). Die entsprechenden OS-Raten waren 86% (95% KI: 80-90%), 82% (95% KI: 76-87%) und 83% (95% KI: 78-88%). Das mediane OS wurde noch nicht erreicht. Die kumulative Inzidenz einer Krankheitsprogression nach 38 Monaten betrug 42% (95% KI: 36-48%), 42% (95% KI: 35-48%) und 47% (95% KI: 40-54%) in der ACM-, TAM- bzw. AM-Gruppe. Bei 36 Patienten wurden 39 Sekundärmalignome beschrieben (6% mit ACM, 5,9% mit TAM und 4% mit AM). In der noch laufenden Studie werden die Ergebnisse in einem Langzeit-Follow-up untersucht.
(as)
Literatur:
(1) Stadtmauer E et al. LBA-1, presented 06.12.2016 at Late-Breaking Abstracts Session, ASH-Kongress.
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