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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel
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13. November 2013

DGHO 2013

Fortschritte in der onkologischen Biotechnologie und ihre Konsequenzen für die Patienten

Was haben Patienten mit metastasiertem kolorektalen Karzinom (mCRC), febriler Neutropenie (FN), Knochenmetastasen oder chronischer Immunthrombozytopenie (ITP) gemeinsam? Ihnen allen ermöglicht die Biotechnologie ein genaueres Verständnis des jeweiligen Pathomechanismus und somit eine verbesserte Therapie.

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Bislang ermittelte man bei Patienten mit mCRC den KRAS-Status, da nur Patienten mit KRAS-Wildtyp-Tumoren von einer gegen EGFR gerichteten Therapie profitieren. Wie Prof. Michael Geißler, Esslingen, erklärte, ist nun der RAS-Status - bei dem zusätzliche Mutationen in verschiedenen Genen analysiert werden - state of the art. Patienten mit RAS-Wildtyp-Tumoren profitieren noch deutlicher von einer Therapie mit Panitumumab (Vectibix®). In der PRIME-Studie zeigten Patienten mit RAS-Wildtyp mit Panitumumab + FOLFOX als Erstlinientherapie eine signifikante Verlängerung des medianen Gesamtüberlebens auf 26,0 Monate vs. 20,2 Monate mit FOLFOX allein (HR=0,78; p=0,043) (1). "Damit ist klar, dass Patienten mit RAS-Wildtyp in der Erstlinientherapie einen Anti-EGFR-Antikörper bekommen müssen", konstatierte Geißler.

Patienten mit soliden Tumoren und Knochenmetastasen profitieren vom RANK-Ligand-Inhibitor Denosumab (XGEVA®), der das Auftreten von skelettbezogenen Komplikationen (SRE) signifikant gegenüber Zoledronsäure verzögert (2, 3). "Die Knochengesundheit konnte mit Denosumab bereits deutlich verbessert werden. Aber vielleicht ist das noch nicht alles. Mehrere Hinweise lassen uns hoffen, dass wir damit möglicherweise auch die Metastasenentstehung im Knochen eindämmen können", berichtete Dr. H. Tilman Steinmetz, Köln.

Bei Patienten mit ITP regt der Thrombopoetin-(TPO) Rezeptoragonist Romiplostim (Nplate®) die Thrombopoese an. Romiplostim ist für ITP-Patienten in verschiedenen Erkrankungsphasen geeignet und führte vereinzelt auch bei Patienten mit chronischer, refraktärer ITP zur Remission (4, 5). Prof. Mathias Rummel, Gießen, machte bei einzelnen Patienten die Beobachtung, dass bei vorsichtigem Ausschleichen der Medikation die Thrombozytenwerte stabil blieben. Möglicherweise stehen dahinter immunmodulierende Effekte von Romiplostim.

"Die febrile Neutropenie ist eine häufige und sehr ernste Komplikation. Etwa jeder 10. hospitalisierte Tumorpatient verstirbt daran", erklärte Prof. Peter Borchmann, Köln (6). Wie eine Meta-Analyse belegt, reduziert Pegfilgrastim (Neulasta®) die febrile Neutropenie signifikant um 46% und die Mortalität um 45% (7). Es sollte daher gemäß den Leitlinien ab dem 1. Chemotherapiezyklus verabreicht werden.

Dr. Marion Hofmann-Aßmus

Literaturhinweise:
(1) Douillard JY et al. N Engl J Med 2013;369:1023-34.
(2) Henry DH et al. J Clin Oncol 2011;29: 1125-1132.
(3) Fizazi K et al. Lancet 2011;377: 813-822.
(4) Carpenedo et al., EHA 2013, Abstract B1927.
(5) Abdulkadyrov et al., EHA 2013, Abstract 3433.
(6) Kuderer N et al. Cancer 2006;106:2258-2268.
(7) Kuderer NM et al. J Clin Oncol 2007;25:3158-3167.

Quelle: MediaDialog "Onkologische Biotechnologie: Krebstherapien mit Zukunft", Wien, 18.10.2013; Veranstalter: Amgen GmbH
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