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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel
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27. Mai 2013

3. ASORS-Jahreskongress - 12.-13. April 2013, Berlin

Febrile Neutropenien erhöhen Mortalität und gefährden die Therapie

Eine Chemotherapie-induzierte febrile Neutropenie (FN) ist eine ernsthafte Komplikation einer antitumoralen Behandlung, die für den Patienten lebensbedrohlich sein kann. Besteht bei einer Tumortherapie ein erhöhtes Risiko für die Entwicklung einer FN, so ist eine konsequente G-CSF-Primärprophylaxe entsprechend der Leitlinien indiziert. Für die Patienten übersetzt sich das in einen Überlebensvorteil den Erhalt der Lebensqualität.

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"Eine febrile Neutropenie sollte bei der Behandlung eines Tumorpatienten gar nicht erst auftreten", sagte Dr. Kerstin Wollschlaeger, Magdeburg, im Rahmen eines Symposiums. Das Auftreten einer FN erhöht nicht nur die Mortalität, sondern kann auch den Therapieerfolg gefährden, indem beispielsweise infolge einer FN nicht alle Zyklen einer Chemotherapie gegeben werden können, oder Dosisreduktionen vorgenommen werden müssen, was zu einem verminderten Therapieansprechen führen kann.

Um die FN zu vermeiden, sollte man die prophylaktische Gabe von Wachstumsfaktoren wie dem Granulozyten-Kolonie-stimulierenden Faktor (G-CSF), der die Ausreifung von Granulozyten aus hämatopoetischen Stammzellen fördert, in Erwägung ziehen, erklärte Wollschlaeger. Aktuelle Leitlinien empfehlen G-CSF als primäre Prophylaxe, wenn das Gesamtrisiko für eine FN ≥ 20% ist, oder bei einem intermediären Risiko (10-20%) und weiteren Risikofaktoren. Dieses Risiko muss allerdings für jeden Zyklus neu bewertet werden, da es sich ändern kann. Die primäre G-CSF-Prophylaxe reduziert die FN-Inzidenz nach dem Ergebnis einer Meta-Analyse signifikant um 46%. Das geht einher mit einer signifikanten Reduktion der infektionsbedingten Mortalität um 45% (1).

Besonders effektiv ist die G-CSF-Prophylaxe mit dem langwirksamen Pegfilgrastim, so Wollschlaeger. Dies wurde in der GeparTrio-Studie gezeigt, in der diese Behandlungsoption mit einer Primärprophylaxe mit herkömmlichem Filgrastim sowie einer Antibiotikaprophylaxe mit Ciprofloxacin verglichen wurde (Abb. 1) (2). Unter Pegfilgrastim, wie auch unter der Kombination des Wirkstoffs mit dem Antibiotikum kam es signifikant seltener zu einer FN und ebenso seltener zu einer stationären Aufnahme der Patienten als in den Kontrollgruppen.
 

Abb. 1: Schema der Prophylaxe febriler Neutropenien in der GeparTrio-Studie.
 

Vor dem Hintergrund der vorliegenden Daten besteht laut Wollschlaeger kein Zweifel daran, dass Pegfilgrastim eine effektive Prophylaxe der FN und damit auch der Infektions-assoziierten Mortalität vermittelt. "Es sollte heutzutage kein Patient mehr aufgrund solcher Komplikationen der Chemotherapie versterben", sagte die Gynäkologin. Eine adäquate G-CSF-Prophylaxe führt zu höherer relativer Dosisintensität und selteneren Dosisreduktionen und verringert infektionsbedingte Mortalität, Gesamtmortalität und erkrankungsbedingte Rückfälle.

sk


Literaturhinweise:
(1) Kuderer NM, et al. J Clin Oncol 2007; 25:3158-3167.
(2) Von Minckwitz G, et al. Ann Oncol 2008; 19(2):292-298.


Symposium "Chancen einer leitliniengerechten Supportivtherapie - praxisnah diskutiert am Beispiel von G-CSF und Osteoprotektiva", 12.04.2013, Berlin; Veranstalter: Amgen GmbH
 

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