Dienstag, 12. Dezember 2017
Benutzername
Passwort
Registrieren
Passwort vergessen?

Home
e-journal
Der Aktuelle Fall
CME online
News
Gesundheitspolitik
Fachgesellschaften
Therapiealgorithmen
Videos
Veranstaltungen
Broschüren
Zentren


Suche
Archiv
Buchbestellung
Newsletter
Probe-Abo
Impressum


journalmed.de


Anzeige:
 
 

JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel
Zurück
Zurück
E-Mail
Email
Drucken
Drucken
Zum Bewerten bitte anmelden!
13. Oktober 2015

BRAF-positives fortgeschrittenes Melanom. Kombination aus Cobimetinib und Vemurafenib stellt vielversprechende Therapieoption dar

Mit Vemurafenib (Zelboraf®) steht Patienten mit fortgeschrittenem BRAFV600-Mutations-positiven Melanom bereits seit 2012 eine wirksame Therapieoption zur Verfügung. Nun hat sich in Studien gezeigt, dass eine zusätzliche Hemmung von MEK mit Cobimetinib das progressionsfreie Überleben gegenüber der Vemurafenib-Monotherapie um mehr als 5 Monate verlängert (1).

Anzeige:
 
 

„Bei etwa 40% aller malignen Melanome kann eine BRAFV600-Mutation nachgewiesen werden“, so Prof. Ralf Gutzmer, Hannover. Diese Patienten hatten bisher die Option, mit Vemurafenib behandelt zu werden, wodurch sie die Chance auf ein verlängertes Gesamtüberleben hatten (2). „Unter der Behandlung mit dem BRAF-Inhibitor kommt es normalerweise zu einem sehr schnellen Ansprechen, allerdings wird der Tumor meist nach einer gewissen Zeit gegen die Therapie resistent“, gab Gutzmer zu bedenken. Daher wurde eine neue Strategie getestet – den Signalweg auf 2 Ebenen zu blockieren (Abb. 1). Eine neue wirksame Behandlungsstrategie könnte somit die Kombinationstherapie aus Cobimetinib und Vemurafenib darstellen. Ziel ist, durch die duale Blockade die Hemmung des Tumorwachstums zu verstärken, erklärte Gutzmer.

Dass dieser Plan aufgeht, konnte in der coBRIM-Studie belegt werden (1). In der internationalen, randomisierten, doppelblinden und Placebo-kontrollierten Phase-III-Studie erhielten 495 therapienaive Patienten mit BRAFV600-Mutations-positivem fortgeschrittenen Melanom entweder Cobimetinib plus Vemurafenib oder Vemurafenib alleine. Eine Auswertung, die erstmals auf dem diesjährigen ASCO-Kongress in Chicago, USA, vorgestellt wurde, zeigte, dass das progressionsfreie Überleben (PFS) bei Patienten unter der Kombinationstherapie im Median bei 12,3 Monaten lag. Damit war es signifikant länger als unter der Vemurafenib-Monotherapie (medianes PFS: 7,2 Monate; HR=0,58, 95%-KI: 0,46-0,72). „Die progressionsfreie Überlebenszeit von über 1 Jahr ist die längste, die wir bisher bei diesem Patientenkollektiv erreicht haben“, betonte Gutzmer.

Abb. 1: Doppelte Blockade des Signalwegs durch die Hemmung von BRAF und MEK.
Abb. 1: Doppelte Blockade des Signalwegs durch die Hemmung von BRAF und MEK.

 

Die ebenfalls beim diesjährigen ASCO vorgestellten Ergebnisse eines Updates der Phase-1b-Studie BRIM-7 bestätigen die klinische Wirksamkeit des MEK-Inhibitors Cobimetinib und dessen günstiges Sicherheitsprofil (4). In der Studie wurden 129 Patienten mit BRAFV600-Mutations-positivem fortgeschrittenen Melanom mit der Kombinationstherapie Cobimetinib/Vemurafenib behandelt. Die Patienten wurden danach differenziert, ob bereits eine Vorbehandlung mit einem BRAF-Inhibitor erfolgt war oder nicht. „Eindeutige Vorteile zeigten sich in der Auswertung der Daten bei BRAF-Inhibitor-naiven Patienten“, fasste Gutzmer die Ergebnisse zusammen. Nach 2 Jahren waren 61% dieser Patienten noch am Leben, die mediane Überlebensdauer betrug 28,5 Monate. Die Studie bestätigt zudem das günstige Sicherheitsprofil der Kombinationstherapie, wie PD Dr. Patrick Terheyden, Lübeck, erklärte. Demnach ist als häufigste Nebenwirkung mit dem Auftreten von Diarrhoe, Übelkeit und Hautausschlag zu rechnen. „Die Begleitreaktionen waren jedoch in aller Regel gut handhabbar“, so Terheyden.

Aufgrund der überzeugenden Studienergebnisse wurde der Zulassungsantrag für die Kombinationstherapie Cobimetinib/Vemurafenib bei der Europäischen Zulassungsbehörde (EMA) bereits beantragt. Die Zulassung wird noch in diesem Jahr erwartet.

(sk)
Pressegespräch „Weiterentwicklung in der Therapie des BRAF-positiven fortgeschrittenen Melanoms“, 26.08.2015, Hamburg; Veranstalter: Roche Pharma AG
Literatur:

(1) Larkin J et al. J Clin Oncol 2015; 33 (suppl; Abstract #9006).
(2) Chapman PB et al. J Clin Oncol 2012; 30 (suppl; Abstract #8502).
(3) Pavlick AC et al. J Clin Oncol 2015; 33 (suppl; Abstract #9020).

Zurück
Zurück
E-Mail
Email
Drucken
Drucken
Zum Bewerten bitte anmelden!
STICHWÖRTER:
Anzeige:
Zur Fachinformation
 
 
 
Themen
CML
NET
CUP
Nutzen Sie auch die Inhalte von journalmed.de, um sich zu Informieren.
Mediadaten
Hilfe
Copyright © 2014 rs media GmbH. All rights reserved.
Kontakt
Datenschutz
AGB
Fakten über Krebs
 
ASH 2017